Kinder in der Gemeinde

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ein Geistreich-Mitglied
erstellt am: 18.05.2010
Letzte größere Änderung: 06.01.2011
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
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Familien
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Kinder in der Gemeinde

Definition

In fast allen Gemeinden gehören Kinder dazu - Gott sei Dank!

SITUATION / KONTEXT

In fast allen Gemeinden gehören Kinder dazu - Gott sei Dank! Junge Familien werden eingeladen, ihre Kinder taufen zu lassen.

Viele Gemeinden haben

  • eine Krippe (für Kinder ab 1 Jahr),
  • einen Kindergarten (ab 3 Jahren) und
  • für die größeren Kinder einen Hort (Schulkinder erhalten Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung).

Sie bieten für die Kinder dieser Einrichtungen Kindergottesdienst und religiöse Erziehung an. Sie bieten parallel oder zusätzlich zum Gottesdienst für alle Kinder Kindergottesdienste an. Auch Kinderbibeltage oder Kinderbibelwochen werden veranstaltet. Die Gemeinden stehen in Kooperation mit den Schulen der Nachbarschaft und veranstalten zum Beispiel Schulanfangsgottesdienste.

Der Kindergottesdienst wird neu gedacht und geplant. Es beginnt mit einem gemeinsamen Gottesdienstbeginn, nachdem die Kinder zusammen mit ihren Helfern in ihren eigenen KiGo-Raum entlassen werden. Das ist nicht neu. Neu sollte aber folgendes sein: Die Kinder erarbeiten ein eigenes Thema und dürfen dieses Thema von Zeit zu Zeit selbst im kirchlichen Plenum vorstellen. Die KiGo-Helfer/innen werden in der Vorankündigung mit Namen genannt, dadurch wird dem KiGo von der Gemeinde ein neuer und eigener Wert zugemessen. Fragen und Antworten aus dem KiGo werden von Zeit zu Zeit im GD-Plenum behandelt.

Es wird durch neue Abläufe im KINDERgottesdienst UND im GOTTESdienst eine bessere Bindung zwischen Erwachsenen und Kindern hergestellt. Kinder verlieren die Scheu, sich im großen Kirchenraum frei zu bewegen. Sie werden auf diese Weise besser auf die spätere Konfirmation und auf die spätere Aufgabe innerhalb der Gemeinde vorbereitet. Dadurch wird auch erreicht, daß in vielen Familien mehr über den Glauben gesprochen wird... Es wird dann auch mehr zusammen gesungen und gebetet werden.

IDEE

Gemeinden leben mit den Kindern zusammen und führen Kinder so an die Sprache des Glaubens heran. Erfahrungen zeigen, daß eine verstärkte Teilhabe in dem hier beschriebenen Sinne aus den Kindern später interessierte Erwachsene werden lassen, die mitunter wertvolle und maßgebliche Arbeit für die gesamte Gemeinde (auch im Presbyterium) leisten können.

GRÜNDE & HERAUSFORDERUNGEN

Nur wenn die Kinder in die Sprache des Glaubens hineinwachsen, lernen sie den Reichtum des Glaubens und die Vielfalt der biblischen Geschichten kennen. Nur so können Sie sich später bewusst für den Glauben entscheiden - oder dagegen. Das bedeutet aber auch: Die Kinder dürfen nicht indoktriniert werden. Wie ist von Gott zu reden, ohne dass dies geschieht? Dabei ist auch schwarze Pädagogik zu vermeiden. 

WIRKUNG / ERFAHRUNG

Die Förderung der Kinder in einem gut geführten Kindergottesdienst läßt mitunter schon frühzeitig wichtige Begabungen erkennen. Kinder, die nicht Schreiben und Lesen können, werden mitunter - durch die KiGo-Situation - überraschend lernfähig und kundig. Mitunter ergibt sich auf diese Weise sogar sehr schnell die Notwendigkeit weiterer schulischer Förderung, etwa durch Einschulung in ein benachbartes Gymnasium.

ALLGEMEINE HINWEISE ZUR UMSETZUNG

Es müßten in geringem Umfang auch Mittel zur Verfügung gestellt werden (a) für Lehrbücher und Lernmatereial (b) für Malstifte, Papier usw. und (c) für Tonbandkassetten und Rekorder

IMPULS

Die Vorbereitung neuer Planungen müßte durch gute Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden

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