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Ehrenamtspreis
Situation / KontextEin zeitgemäßer Umgang mit Mitarbeitenden verlangt eine kontinuierliche Achtsamkeit nicht nur für beruflich, sondern auch und besonders für ehrenamtlich Tätige. Eine Landeskirche sollte es sich zur Aufgabe machen, die Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit zu sichern. Die Landeskirche selbst sollte Teil der Anerkennungskultur sein, die sie ihren Gemeinden und Kirchenkreisen anempfiehlt. In diesen Zusammenhang gehören Ehrenamtspreise. ZieleMit dem Ehrenamtspreis sollen bewährte Formen ehrenamtlicher Arbeit, besonders aber neuartige ehrenamtlich getragene Projekte aus den Bereichen Gottesdienst, Seelsorge/Beratung, Sozialdiakonische Arbeit, Kultur- und Bildungsarbeit, Zielgruppenarbeit, allgemeine Gemeindearbeit und Gemeindeleitung öffentlich vorgestellt und weiter gefördert werden. Im Rahmen der sich in der Kirche weiter entwickelnden „alltäglichen Anerkennungskultur“ im Umgang mit ehrenamtlich Mitarbeitenden soll durch eine Preisverleihung an herausragende Projekte ein besonderer Akzent gesetzt werden. Reflexion / HintergrundDie Kirche generiert stärker als jede andere gesellschaftliche Größe Ehrenamtlichkeit. Dabei gibt es ein breites Spektrum von Ehrenamtlichen, sowohl was Alter und Milieu, als auch was Art der ehrenamtlichen Aufgaben angeht. Gesellschaftlich gibt es bald eine Art Wettbewerb um Ehrenamtliche. Die Ehrenamtlichen haben für die Kirche ein hohes Potenzial. Auch mit dem Rückgang von finanziellen Mitteln steigt die Bedeutung des Ehrenamts. In der Kirche arbeiten 1-4 Millionen Ehrenamtliche. Es ist gut evangelisches Profil, auch aus theologischen Gründen das Ehrenamt in besonderer Weise zu stärken. UmsetzungAllgemeine Hinweise zur Umsetzung--- Vorbereitung--- DurchführungVorbereitung: Ehrenamtspreise können auf Ebene des Kirchenkreises oder der Landeskirche verliehen werden. Die Leitung des Kirchenkreis oder die Kirchenleitung beruft eine Jury, die die eingehenden Vorschläge bzw. Bewerbungen sichtet, bewertet und eine Entscheidung über die Preisvergabe trifft. Sie ist zusammengesetzt nach Zuständigkeit im Landeskirchenamt, Erfahrung in der Arbeit mit Ehrenamtlichen sowie mit Blick auf die im Zusammenhang mit der Preisverleihung notwendige Pressearbeit. Die Arbeitsbereiche mit hohem Anteil an Arbeit mit Ehrenamtlichen wechseln. Der Ehrenamtspreis wird mit einer Bewerbungs- bzw. Vorschlagsfrist von ca. zwei Monaten ausgeschrieben.
Durchführung: Anhand der Ausschreibungskriterien und nach jeweiliger Überprüfung der für die erste Preisverleihung festgelegten Entscheidungskriterien triff die Jury eine Entscheidung darüber, welche Projekte in die engere Wahl kommen. Diese Projekte werden von Jurymitgliedern besucht. Aufgrund der Berichte wählt die Jury die Projekte aus, die geehrt werden sollen. Im Rahmen eines abwechslungsreichen, zugleich fröhlichen und feierlichen Festaktes, der den ausgezeichneten Projekten Gelegenheit zu einer kurzen Selbstdarstellung gibt, überreicht eine Leitungsperson eine Urkunde und ein Erinnerungsgeschenk.
Nachbereitung: Die Bewerbungen und die Preisverleihung fließen in eine Dokumentation ein. Die Jury wertet den Gesamtverlauf aus und überlegt Verbesserungsmöglichkeiten für das nächste Mal.
Allgemeine Hinweise zur Umsetzung: Wichtig sind klare Kriterien für die Preisverleihung, hier z.B. jene der Landeskirche Rheinland (siehe Beispiel guter Praxis):
Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)--- Wirkung / ErfahrungDer Ehrenamtspreis entfaltet seine Wirkung und kann ein besonderer Glanzpunkt für Ehrenamtliche sein.
ImpulsEin Preis für Hauptamtliche wäre ebenso möglich. Praxisbeispiele
Verweise zu anderen Artikeln
MaterialienKeine vorliegend Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen
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