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Qualitätsentwicklung im Gottesdienst

Gottesdienst

Definition

Qualitätsentwicklung im Gottesdienst versucht mit kirchlichen und außerkirchlichen Instrumenten der Qualitätsentwicklung die Bedeutung, Wirkung und Akzeptanz des Evangelischen Gottesdienstes unter den sich wandelnden gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Rahmenbedingungen zu fördern.

Autor/innen
3 Geistreich-Mitglieder
erstellt am: 07. Juni 2010, 17:21 Uhr
aktualisiert am: 10. Mai, 14:17 Uhr
Zielgruppen:
Pastor/innen, Kirchenmusiker/innen, Prädikant/innen, Lektor/innen, alle am Gottesdienst Beteiligten, Pastor/in
Mitarbeitende:
Referent/innen, Pastor/in
Stichworte:
Qualitätsentwicklung, Gottesdienst
Meinungen

SITUATION / KONTEXT

IDEE

Im Sommer/Herbst 2009 haben drei Zentren der EKD ihre Arbeit aufgenommen, deren Aufgabe es ist, die Reformbemühungen in den zentralen Handlungsfeldern Gottesdienst, Predigt und Mission zu bündeln und voranzutreiben: das Zentrum Mission in der Region in Dortmund, Stuttgart und Greifswald (www.zmir.de), das Zentrum für Predigtkultur in Wittenberg (www.predigtkultur.de) und das Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst in Hildesheim (www.michaeliskloster.de/qualitaetsentwicklung). Die beiden letztgenannten Zentren beschäftigen sich ausdrücklich mit dem Thema „Qualitätsentwicklung im Gottesdienst“. Das Predigtzentrum legt dabei seine Fokus auf besondere Fortbildungsfelder im Bereich „Homiletik“, die Weiterentwicklung der homiletischen Didaktik und die Erprobung neuer Predigtformen. Das Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst arbeitet stärker auf der Metaebene. Seine Aufgabe ist die Sammlung und Sichtung, Analyse und Reflexion sowie Kommunikation und Vernetzung von Instrumenten der Qualitätsentwicklung im Gottesdienst (s.u.).

GRÜNDE & HERAUSFORDERUNGEN

Die Rede von der Gottesdienstqualität ist ein relativ junges Phänomen. Vor allem die EKD-Schrift „Kirche der Freiheit“, 2006, hat die kirchlichen Handlungsfelder pointiert mit dem Qualitätsbegriff in Verbindung gebracht. So spricht dieses „Impulspapier des Rates der EKD“, das einen Reformprozess innerhalb der evangelischen Kirche initiieren möchte, im Blick auf den Gottesdienst von „Qualitätsniveau“, „Qualitätsstandards“ und „verlässlichem Qualitätsmanagement“. Die Frage der Sachgemäßheit der Verwendung solcher aus dem Wirtschaftsleben stammenden Terminologie und Herangehensweise haben einen breiten und lebhaften Diskussionsprozess in Gang gesetzt.

Klassisches Qualitätsmanagement kommt ursprünglich aus der produzierenden Industrie. In mehreren Entwicklungsstufen von der reinen Produktkontrolle über Qualitätssicherung und Prozessmanagement bis hin zu sog. „Excellence-Modellen“ ist es längst schon im Dienstleistungsbereich angekommen. Über die diakonischen Einrichtungen der Kirchen erreichte der Qualitätsgedanke und Elemente des Qualitätsmanagements Anfang, Mitte der 90er Jahre auch den kirchlichen Bereich. Der Prozess ging – durchaus freiwillig – weiter, indem etwa auch konfessionelle Kindergärten QM-Konzepte erprobten. Bekannt wurde Mitte der Neunziger Jahre das sog. „Evangelische Münchenprogramm“, Modellversuch einer Münchner Kirchengemeinde, die die Beratungsdienste der Unternehmensberatungsfirma „McKinsey“ in Anspruch nahm.

Qualitätsentwicklung im Gottesdienst reagiert auf sich wandelnde Rahmenbedingungen, unter denen Gottesdienste heute stattfinden (Mitgliederschwund, Arbeits- und Freizeitverhalten, Kommunikationsgewohnheiten, Rückgang finanzieller und personeller Ressourcen, Entkirchlichung etc.) und geschah sachlich auch schon vor Aufkommen des Qualitätsbegriffs. Die neue Terminologie aber gibt den Bemühungen neue Impulse.

WIRKUNG / ERFAHRUNG

ALLGEMEINE HINWEISE ZUR UMSETZUNG

Das Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst führt Beratungen in den Kirchenkreisen der EKD-Landeskirchen durch, wertet deren Erfahrungen aus und stellt diese der Öffentlichkeit zur Verfügung. Es analysiert die Bedeutung der Visitation für den Gottesdienst, und sucht das Gespräch mit der wissenschaftlichen Theologie, den Verantwortlichen in Aus- und Fortbildung und mit dem außerkirchlichen Qualitätsmanagement.

Exemplarisch seien einige Instrumente der Qualitätsentwicklung im Gottesdienst genannt:

  1. Visitation
  2. Kollegiale Hospitation
  3. Gottesdienstcoaching
  4. Feedbackbögen
  5. Gottesdienstnachgespräche
  6. „Mystery Worshipper“

 

Weitere Links:

    IMPULS

    Welche andere Bereiche der Gemeindearbeit könnten eine Qualitätsentwicklung benötigen?

    Praxisbeispiele

    Flyer Schall und Rauch Praxisbeispiel

    Schall und Rauch? Predigtworkshops.

    Dieses Praxisbeispiel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
    von 2 Geistreich-Mitgliedern, Evangelischer Kirchenkreis Düsseldorf in Düsseldorf
    Der Kirchenkreis veranstaltet öffentliche Vorträge und Workshops für Prediger/innen, um so Impulse für den Gottesdienst zu geben
     
    Wochenschlußgottesdienst Praxisbeispiel

    Wochenschlußgottesdienst

    Dieses Praxisbeispiel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
    von einem Geistreich-Mitglied, Bonner Kreuzkirche in Bonn
    Die Pfarrer G. Schäfer und R. Petrat führen schon vermutlich seit vielen Jahren regelmäßig samstags um 18:00 Uhr einen Wochenschlußgottesdienst in der Krypta der Bonner Kreuzkirche durch. Unterstützt werden sie darin von Mitgliedern der theologischen Fakultät der Universität (z.B. Priv.-Doz. Dr. ...
     
    Pfingstrose Praxisbeispiel

    Gemeinsam wachsen im Gottesdienst

    Dieses Praxisbeispiel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
    von einem Geistreich-Mitglied, Kirchenbezirk Mosbach in Mosbach
    Ehrenamtliche fortbilden für Gottesdienste: Ehrenamtliche im Kirchenbezirk sollen ermutigt werden, sich bei der Gestaltung von Gottesdiensten (traditionelle und moderne Formen) zu beteiligen. Dazu werden gezielt Fortbildungen angeboten.
     
    Studium Praxisbeispiel

    Studienurlaub für Pfarrer/innen

    Dieses Praxisbeispiel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
    von einem Geistreich-Mitglied, Kirchenkreis Tempelhof in Berlin
    Fortbildungen zur Themenvertiefung von "Kirche der Freiheit" oder "Salz der Erde" o.ä. in einem dreimonatigen Studienurlaub.
     
    Brannte nicht unser Herz?! Praxisbeispiel

    Brannte nicht unser Herz?!

    Dieses Praxisbeispiel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
    von einem Geistreich-Mitglied, Kirchenkreis Osnabrück in Osnabrück
    Pfarrer/innen und Ehrenamtliche, die sich in besonderer Weise für Gottesdienste engagieren oder ein Interesse an der Erneuerung ihres gottesdienstlichen Lebens, werden gezielt zu einem Tag der gemeinsamen Arbeit und des Ideenaustauschs eingeladen.
     
    Atelier Sprache Praxisbeispiel

    Meisterklasse Predigt

    Dieses Praxisbeispiel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
    von einem Geistreich-Mitglied, Atelier Sprache - Theologisches Zentrum in Braunschweig
    Atelier Sprache im Theologischen Zentrum Braunschweig: lebendig formulieren – bildhaft vortragen, theologisch argumentieren – anregend predigen
     
    Pfingsten Praxisbeispiel

    Die nächsten Sonntage vorbereiten

    Dieses Praxisbeispiel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
    von einem Geistreich-Mitglied, Kirchenamt der EKD in Hannover
    Ressourcen für Gottesdienste und Predigten der nächsten Sonntage - für Ehren- und Hauptamtliche und Interessierte
     
    politische predigt Praxisbeispiel

    Politisch Predigen

    Dieses Praxisbeispiel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
    von einem Geistreich-Mitglied, gottesdienst institut nordelbien in Hamburg
    In der Trinitatiszeit wird getauft und geheiratet, aber sonst ist weniger los im Kirchenjahr – oder? Politisch Predigen!
     

    Es ist ein weiteres Praxisbeispiel vorhanden. Dies ist nur für Geistreich-Mitglieder sichtbar.

    Verweise zu anderen Artikeln

    Mystery Worshipper Modell

    Mystery Worshipper

    Dieses Modell ist für alle Internetnutzer sichtbar.
    von einem Geistreich-Mitglied
    Mystery Worshipper (Geheime Gottesdienstteilnehmer) ist eine innovative Methode, Gottesdienstqualität über die Außenwahrnehmung zu fördern.
     
    gottesdienstcoaching Modell

    Gottesdienstcoaching

    Dieses Modell ist für alle Internetnutzer sichtbar.
    von 2 Geistreich-Mitgliedern
    Gottesdienstcoaching ist ein Angebot, die Gottesdienstpraxis oder bestimmte Gottesdienstsituationen kollegial zu bearbeiten.
     

    Materialien

    Keine vorliegend

    Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen

    Mystery Worshipper Modell

    Mystery Worshipper

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    von einem Geistreich-Mitglied
    Mystery Worshipper (Geheime Gottesdienstteilnehmer) ist eine innovative Methode, Gottesdienstqualität über die Außenwahrnehmung zu fördern.
     
    Kanzel Artikel

    Prädikanten und Prädikantinnen

    Dieser Artikel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
    von einem Geistreich-Mitglied
    Prädikanten und Prädikantinnen feiern Gottesdienste mit eigenen Predigten.
     
    Talk Modell

    Kollegiale Hospitation im Gottesdienst

    Dieses Modell ist für alle Internetnutzer sichtbar.
    von einem Geistreich-Mitglied
    Pfarrerinnen und Pfarrer besuchen sich gegenseitig im Gottesdienst und geben sich anschließend ein konstruktives Feedback in einem strukturierten Gesprächsmodell.