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Qualitätsentwicklung im Gottesdienst
GliederungSITUATION / KONTEXTIDEEIm Sommer/Herbst 2009 haben drei Zentren der EKD ihre Arbeit aufgenommen, deren Aufgabe es ist, die Reformbemühungen in den zentralen Handlungsfeldern Gottesdienst, Predigt und Mission zu bündeln und voranzutreiben: das Zentrum Mission in der Region in Dortmund, Stuttgart und Greifswald (www.zmir.de), das Zentrum für Predigtkultur in Wittenberg (www.predigtkultur.de) und das Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst in Hildesheim (www.michaeliskloster.de/qualitaetsentwicklung). Die beiden letztgenannten Zentren beschäftigen sich ausdrücklich mit dem Thema „Qualitätsentwicklung im Gottesdienst“. Das Predigtzentrum legt dabei seine Fokus auf besondere Fortbildungsfelder im Bereich „Homiletik“, die Weiterentwicklung der homiletischen Didaktik und die Erprobung neuer Predigtformen. Das Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst arbeitet stärker auf der Metaebene. Seine Aufgabe ist die Sammlung und Sichtung, Analyse und Reflexion sowie Kommunikation und Vernetzung von Instrumenten der Qualitätsentwicklung im Gottesdienst (s.u.). GRÜNDE & HERAUSFORDERUNGENDie Rede von der Gottesdienstqualität ist ein relativ junges Phänomen. Vor allem die EKD-Schrift „Kirche der Freiheit“, 2006, hat die kirchlichen Handlungsfelder pointiert mit dem Qualitätsbegriff in Verbindung gebracht. So spricht dieses „Impulspapier des Rates der EKD“, das einen Reformprozess innerhalb der evangelischen Kirche initiieren möchte, im Blick auf den Gottesdienst von „Qualitätsniveau“, „Qualitätsstandards“ und „verlässlichem Qualitätsmanagement“. Die Frage der Sachgemäßheit der Verwendung solcher aus dem Wirtschaftsleben stammenden Terminologie und Herangehensweise haben einen breiten und lebhaften Diskussionsprozess in Gang gesetzt. Klassisches Qualitätsmanagement kommt ursprünglich aus der produzierenden Industrie. In mehreren Entwicklungsstufen von der reinen Produktkontrolle über Qualitätssicherung und Prozessmanagement bis hin zu sog. „Excellence-Modellen“ ist es längst schon im Dienstleistungsbereich angekommen. Über die diakonischen Einrichtungen der Kirchen erreichte der Qualitätsgedanke und Elemente des Qualitätsmanagements Anfang, Mitte der 90er Jahre auch den kirchlichen Bereich. Der Prozess ging – durchaus freiwillig – weiter, indem etwa auch konfessionelle Kindergärten QM-Konzepte erprobten. Bekannt wurde Mitte der Neunziger Jahre das sog. „Evangelische Münchenprogramm“, Modellversuch einer Münchner Kirchengemeinde, die die Beratungsdienste der Unternehmensberatungsfirma „McKinsey“ in Anspruch nahm. Qualitätsentwicklung im Gottesdienst reagiert auf sich wandelnde Rahmenbedingungen, unter denen Gottesdienste heute stattfinden (Mitgliederschwund, Arbeits- und Freizeitverhalten, Kommunikationsgewohnheiten, Rückgang finanzieller und personeller Ressourcen, Entkirchlichung etc.) und geschah sachlich auch schon vor Aufkommen des Qualitätsbegriffs. Die neue Terminologie aber gibt den Bemühungen neue Impulse. WIRKUNG / ERFAHRUNGALLGEMEINE HINWEISE ZUR UMSETZUNGDas Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst führt Beratungen in den Kirchenkreisen der EKD-Landeskirchen durch, wertet deren Erfahrungen aus und stellt diese der Öffentlichkeit zur Verfügung. Es analysiert die Bedeutung der Visitation für den Gottesdienst, und sucht das Gespräch mit der wissenschaftlichen Theologie, den Verantwortlichen in Aus- und Fortbildung und mit dem außerkirchlichen Qualitätsmanagement. Exemplarisch seien einige Instrumente der Qualitätsentwicklung im Gottesdienst genannt:
Weitere Links:
IMPULSWelche andere Bereiche der Gemeindearbeit könnten eine Qualitätsentwicklung benötigen? Praxisbeispiele
Es ist ein weiteres Praxisbeispiel vorhanden. Dies ist nur für Geistreich-Mitglieder sichtbar. Verweise zu anderen Artikeln
MaterialienKeine vorliegend Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen
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HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |


