Adventskalender, Lebendiger

Autor/innen
2 Geistreich-Mitglieder
erstellt am: 12.06.2010
Letzte größere Änderung: 17.11.2010
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Inhaltsverzeichnis
Advent
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Keine Angaben
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Meinungen
6 Stimmen
Kommentare zum Dokument
Ein Fenster wird geöffnet

Kurzbeschreibung

Jeden Abend im Advent wird zu einem besonderen Ereignis öffentlich eingeladen.

Situation / Kontext

Die Adventszeit ist für Eltern und Kinder aufregend, aber auch stressig. Gemeinsame Zeit zum Singen und Geschichten hören ist Mangelware.

Ziele

Jeden Abend treffen sich um 18 Uhr die Teilnehmer aller Altersgruppen vor dem Pfarrhaus am Markt und gehen von dort aus zum "Fensterchen des Tages". Überall sind im Vorfeld die jeweiligen Nummern angebracht worden. Etliche Teilnehmer sparen sich den gemeinsamen Weg und warten schon vor Ort. Das "Fensterchen des Tages" wird immer mit dem Lied "Macht hoch die Tür" begonnen, wobei sich dabei das Fenster öffnet, die Tür aufgeht, sich das Garagentor auftut... Ein passendes Gedicht, darauf ein gemeinsames Lied, eine Darbietung, eine Aktion füllen das "Fensterchen des Tages" inhaltlich. Am Ende schliesst ein kurzer Segen und eine herzliche Einladung für den nächsten Abend das Ereignis ab. Meist werden die Anwesenden noch zu einem Glas Glühwein oder Kinderpunsch, bzw. Pfefferkuchen oder Keksen vom Gastgeber eingeladen.

Reflexion / Hintergrund

Unsere Gemeinde wollte mit diesem Projekt ein niederschwelliges und Generationen übergreifendes Angebot machen, was den einzelnen nicht überfordert, und die Kreativität und das bürgerschaftliche Engagement fördert. Eine Sonderstellung nahmen die Sonntage ein, an denen wir die Kirchentüren zum Gottesdienst zur üblichen Zeit öffneten.

Umsetzung

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

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Durchführung

Die Anschaffung einer netzunabhängigen Lautsprecheranlage war eine sehr gute Sache. Das umständliche Auf- und Abbauen der Verstärkeranlage entfiel. In 2 Minuten ist dieses Teil einsatzbereit.

Die "Fensterchen des Tages" wurden in einer öffentlichen Runde vergeben, damit die Kirchengemeinde nicht zwischen verschiedenen Interessen zerrieben wird.

Der Advent begann bei uns immer mit dem 1. Advent und nicht wie bei Milka mit dem 1. Dezember.

"Fensterchen des Tages" wurden von vielen verschiedenen Gastgebern zur Verfügung gestellt (Gemeindegleider, Geschäftsleute, Feuerwehr, Seniorenverein, Hort, Kitas, Spielmannszug, diakonische Einrichtungen, Rathaus, Feuerwehr).

Die Gastgeber gestalteten den Inhalt (bis auf die Begrüßung und den Schluss) selbst oder sie luden sich jemanden dazu ein (Kinderchor, Männergesangsverein, Posaunenchor, Spielmannszug, Vorleser, Clown, Musiker).

Absolut wichtig ist ein konkreter Ansprechpartner, damit Ängste abgebaut und Sicherheit gegeben wird.

Ein immer wieder gärendes Thema ist der Glühwein und der Jugendschutz, dem sich die Kirchengemeinde verantwortlich stellen muss. Eine Alternative zum Glühwein sollte immer vorhanden sein.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

Im Dezember 1998 wurde diese Aktion der unterfränkischen Gemeinde Fröh stockheim in der Zeitung "DIE KIRCHE" vorgestellt. In der Kirchengemeinde Rothenburg O/L läuft diese Aktion seit 1999. Wir haben unser Projekt öfter vorgestellt und etliche Kirchengemeinden haben sich dem angeschlossen ( Görlitz, Hoyerswerda, Weißwasser). Eine Fernsehsensendung des RBB machte das Projekt überregional bekannt.

Die Veranstaltung war überall als eine Initiative der Kirchengemeinde bekannt. Auch wenn viele Nichtchristen bei der Aktion mitmachten war die Vergabe der "Fensterchen des Tages" und Koordination fest in kirchlicher Hand. Anfang und Ende der Abende waren unübersehbar christlich geprägt. 

Im Durchschnitt besuchten ca. 70 Menschen allabendlich das "Fensterchen des Tages". Aber auch mehr als 150 konnten wir zählen.

Manchem Pfarrer oder Gemeindeglied wird vielleicht zu wenig Zeugnis und zu viel Volksfest bei der Aktion enthalten sein. Aber wir haben diese Aktion nie als "Missionsveranstaltung" sehen wollen.

Impuls

Nachahmung ist erwünscht.

Praxisbeispiele

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