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Finanzen und Wirtschaften in der Kirche

Kleingeld

Kurzbeschreibung

An verschiedenen Stellen in der Gemeinde entstehen Kosten oder sind Kollekten einzusammeln. Wie ist damit umzugehen?

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
erstellt am: 09. November 2010, 14:28 Uhr
aktualisiert am: 18. April, 22:54 Uhr
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Auf Dauer
Zielgruppen:
Gemeinde, Spender, Öffentlichkeit
Mitarbeitende:
Kirchenvorstand, Pastor/in
Stichworte:
Klingelbeutel, Kollekte, Geld, Fundraising, Kooperationspartner, Spenden, Spende, Fördermittel
Meinungen

Situation / Kontext

Die Gemeinde ist immer wieder in der Situation, Kollekten und Gelder einzusammeln. In diesem Artikel können neue Ideen für diesen Bereich gesammelt werden. Sie sind herzlich eingeladen, mitzuwirken!

 

Kurzlink  zum Thema:

http://www.geistreich.de/FokusFundraising

Fundraising

http://www.fundraising-evangelisch.info

Ziele

Die Kosten

Kirchliche Angebote sind fast immer mit Kosten verbunden.

Dazu gehören ganz kleine und ganz große Ausgaben:

  • Personal, Gebäudeerhalt, Heizkosten, Orgelrenovierung...
  • Materialien werden benötigt
  • Orchester, Solisten sind bei Konzerten zu bezahlen
  • Einladungen sind zu drucken
  • Küster/in oder Pastor/in nehmen sich Zeit, vorzubereiten und anwesend zu sein, obwohl sie oft selbst wenig Zeit haben.

Von daher ist es wünschenswert, wenn hier auch Geld eingenommen wird. Dabei sollte aber auch der Aspekt der Gerechtigkeit im Blick bleiben. So kann man bei Konzerten günstigere Karten für Arbeitssuchende und Studierende anbieten. Auch Hörplätze sind möglich.

 

Mögliche Einnahmequellen

Haupteinnahme ist die Kirchensteuer; viele Gemeinden veranstalten Dankeskonzerte oder schreiben Dankesbriefe an die Kirchensteuerzahlenden. Hier werden mögliche weitere Einnahmequellen skizziert. Die Projekte, die als Querverweise unten angehängt sind, illustrieren diese oder zeigen weitere Möglichkeiten.

1.

Es hat sich z.B. bei einem kirchlichen Internet-Café gezeigt, dass es klüger ist, keinen Eintritt zu nehmen, sondern die Benutzung kostenlos zu gestalten, aber eine Spendenbox aufzustellen. Die erzielten "Gewinne" sind in der Regel höher als bei einem festen Eintrittspreis oder einem Pflichtbeitrag. Die Freiwilligkeit erhöht offensichtlich die Bereitschaft, etwas mehr zu geben. Gleichzeitig ist es für ärmere Menschen möglich, gar keinen Beitrag zu zahlen. Vielleicht kann man sich die Computer gebraucht stiften lassen, etwa von einem Betrieb.

 

2.

Ein weiterer Aspekt ist die Frage nach einer Spendenquittung, damit man die Spende von der Steuer absetzen kann. Um das auch für die sonntägliche Kollekte zu realisieren, gibt es folgende Möglichkeit: Man kann unter der Woche Spielgeld / Kollektengeld im Kirchenbüro kaufen und dafür eine Spendenquittung erhalten. Am Sonntag gibt man dann dieses Spielgeld in die Kollekte, das zurück in das Kirchenbüro wandert. Vielen Menschen ist es nämlich peinlich, gar nichts in die Kollekte zu geben. Über die Spendenquittung kann man dann Geld von der Steuer zurückerhalten.

Es können im Gottesdienst auch kleine handtellergroße Umschläge ausliegen, auf die ein Formular gedruckt oder geklebt ist, in das man die eigenen Daten eintragen kann. So kann das Kirchenbüro dann Spendenquittungen ausstellen.

Ähnliche Ansätze gibt es mit Versuchen, per EC-Karte zu spenden. Siehe Projekte unten:

  • "Elektronischer Klingelbeutel" und
  • "EC-Kartenleser im Kirchenschiff".

 

3.

Ein weites Feld sind allgemein die Gründung einer Stiftung, eines Fördervereins und die Einwerbung von Großspenden.

Kurzlink  zum Thema:

http://www.geistreich.de/FokusFundraising

 

4.

Die Ökologie bietet Einsparpotenzial. So kann man die Wärmedämmung verbessern, kann Solaranlagen oder sogar Windkraftanlagen installieren.

 

5.

Auch Immobilien oder Ländereien sind eine mögliche Einnahmequelle. Vermietung Verpachtung, Erbpacht.

 

6.

Förderung durch die Kommune (Stadt, Bundesland?) kann es auch geben, wenn man einen Kindergarten oder eine Krippe gründet.

 

7.

Auch ein Flohmarkt mit Tombola und Kuchenverkauf generiert Einnahmen.

 

8.

Es können externe Geldquellen angezapft werden. So gibt es

  • die Stiftung Kirchbau für Gebäude

http://www.geistreich.de/experience_reports/289

http://www.geistreich.de/institutions/456 (Sie müssen auf geistreich angemeldet sein)

http://www.ekd.de/kiba/startseite_stiftung_kiba.html

 

  • die Stiftung Orgelklang für Orgeln

http://www.stiftung-orgelklang.de

 

  • Die Förderung durch Soziallotterien

Es gibt diese Möglichkeit der Soziallotterien. Ein Antrag erfolgt über den jeweils zuständigen Landesverband der Diakonie. Dort hat man die Details.

Weitere Informationen:

Dr. Christa Veigel
Leiterin Soziallotterien
Geschäftsbereich Finanz- und Rechnungswesen
Telefon +49(0)711 2159417
veigel@diakonie.de
Diakonisches Werk der EKD e.V.

  • Staatliche Fördergelder, z.B. von der EU, für eine Jugendreise nach Kreta:

http://www.geistreich.de/experience_reports/192

Auch geistreich selbst wird von Geldern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des europ. Sozialfonds finanziert.

 

  • Förderung durch die Kommunen im Rahmen der Stadtentwicklung

Gemeinden oder Kirchenkreise, die sich als aktiver Teil der Zivilgesellschaft verstehen, können sich Rahmen von Kirche findet Stadt engagieren.

Kirche als zivilgesellschaftlicher Akteur in sozial-kulturellen und sozial-ökologischen Netzwerken der Stadtentwicklung.

Mit dem ökumenischen Kooperationsprojekt Kirche findet Stadt wollen die evangelische und die katholische Kirche zusammen mit ihren jeweiligen Wohlfahrtsverbänden, Diakonisches Werk der EKD und Deutscher Caritasverband, die Rolle von Kirche in ihren unterschiedlichen Facetten als Akteur der integrierten Stadtentwicklung untersuchen und weiterentwickeln.

Man kann auf diese Weise Finanzen der Kommune erhalten, es bedeutet jedoch eine völlige Neuausrichtung der Gemeinde.

Ansprechpartner: Herr Thies, 030 / 83 001 -350, thies@diakonie.de

Dr. Petra Potz, Stadtplanerin, location³, Berlin, zuständig.
Telefon: 030 / 39742603
Email: potz@location3.de

http://www.kirche-findet-stadt.de

Praxisbeispiele

 

Sammlung von Projekten mit EU-Fördermitteln

http://www.geistreich.de/FokusFoerdermittel

Sammlung von Projekten mit Fördermitteln allgemein

(z.B. von Bundesministerien)

http://www.geistreich.de/FokusFoerdermittelAllgemein

Reflexion / Hintergrund

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Umsetzung

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

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Durchführung

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Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

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Impuls

Kirche lebt aus dem Vertrauen auf Gott. Sie trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird ihr das alles zufallen.

Praxisbeispiele

Leuchtturm Praxisbeispiel

Fundraising und das "Prinzip Hoffnung"

Dieses Praxisbeispiel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
von einem Geistreich-Mitglied, Kirchenkreis Bonn
Die Kirche braucht viel Geld. Dabei hat es sich gezeigt, daß NEUE WEGE gegangen werden müssen. Offiziell heißt das hier im Kirchenkreis Bonn "FUNDRAISING".
 
St. Paulsgemeinde Praxisbeispiel

WM: Kirchen-Balkonplätze verlosen

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von einem Geistreich-Mitglied, Pauluskirche in Frankfurt / Main
Für einen möglichen WM-Empfang auf dem Römerberg werden Kirchen-Balkonplätze für einen guten Zweck verlost.
 
Klingelbeutel Praxisbeispiel

Elektronischer Klingelbeutel

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von einem Geistreich-Mitglied, Diakonie Himmelsthür in Hildesheim
Bargeld kommt aus der Mode: der elektronische Klingelbeutel ist da.
 
Erste christliche Arbeitsvermittlung Praxisbeispiel

Erste christliche Arbeitsvermittlung

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von 2 Geistreich-Mitgliedern, Ev. Kirchengemeinde St. Jakobi Stollberg in Stollberg/Erzgebirge
Eine Kirchengemeinde betreibt eine professionelle Arbeitsvermittlung. Arbeitssuchende mit kirchlich-diakonischen, gesundheitlich-sozialen sowie pädagogisch-administrativen Berufen werden an christliche, gemeinnützige, öffentliche und medizinisch-soziale Arbeitgeber vermittelt.
 
Windkraftanlage Praxisbeispiel

Kirchenwindmühlen - auch für Ihre Landeskirche?

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von 2 Geistreich-Mitgliedern, Ev.-Luth. Kirche in Bayern in München
Kirche investiert als Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung in den Bau von Windkraftanlagen. Gleichzeitig werden mit dem erwirtschafteten Gewinn weitere soziale und ökologische Projekt unterstützt.
 
Auf Kreta Praxisbeispiel

Spenden finanzieren eine Pfarrstelle

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von 2 Geistreich-Mitgliedern, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin
Spenden finanzieren eine Pfarrstelle einer Gemeinde.
 
Elektronischer Kartenleser Praxisbeispiel

EC-Kartenleser im Kirchenschiff

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von einem Geistreich-Mitglied, Basilika St. Anna (kathol.) in Altötting (Bayern)
Ein EC-Kartenleser im Kirchenschiff erlaubt es, für das Gebäude zu spenden und eine Spendenquittung für die Steuer zu erhalten.
 
Jugendliche: Dialog mit griechischer Orthodoxie Praxisbeispiel

Kulturell-Religiöser Dialog auf Kreta

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von 2 Geistreich-Mitgliedern, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin
Von der EU gefördertes Projekt „Dialog Berliner und kretischer Jugendlicher über Religion und Kultur in Kolympari: Versöhnungsarbeit in Europa (EU "Jugend in Aktion" 1.5.-1.7.2010)“ mit Berliner Konfirmanden.
 
Schuldenfalle Praxisbeispiel

CashUp - Finanzkompetenz für Jugendliche

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von einem Geistreich-Mitglied, Vereinigte Ev. Gemeinde Bremen-Neustadt in Bremen
Kirchlich-diakonisches Schuldenvermeidungsprojekt. Haupt- und Ehrenamtliche sind auf Anfrage in Schulen zu Gast. Es geht um Geld, teure Internetfallen, Handykosten und Schulden. CashUp ist Beratung und Prävention.
 
Wie mokt dat schon Praxisbeispiel

Unsere Kirche an der Elbe. Wie mokt dat schon

Dieses Praxisbeispiel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
von einem Geistreich-Mitglied, Martin-Luther-Stiftung in Stelle-Fliegenberg
Gewinnung finanzieller und ehrenamtlicher Ressourcen durch die Gründung einer kirchlichen Stiftung.
 
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"Der Wechsel vom hart verdienten Euro zur weichen Emotion" - Wie Gemeindearbeit und Firmensponsoring sich gegenseitig stärken können!
Von der Aufgaben- zur Zielorientierung.
Über das EU-Programm "LEADER+" wurde die Jugendscheune Könitz finanziert, die seit 2006 die Angebote für Jugendliche im ländlichen Raum erweitert und einen Treffpunkt für die ganze Region bietet.
Kirche findet Stadt (http://www.kirche-findet-stadt.de) lotet bundesweit Möglichkeiten neuer Ansätze der Zusammenarbeit von Kirchen und ihren Wohlfahrtsorganisationen in themen- und sektorübergreifenden lokalen Entwicklungspartnerschaften aus.

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Materialien

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