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Küsterwesen und Mesnerdienst
BerufsbezeichnungIm deutschsprachigen Raum gibt es keine einheitliche Berufsbezeichnung. Gängig sind:
BerufsbildDer Mesner/die Küsterin sorgt durch seinen/ ihren Dienst für die äußeren Voraussetzungen des gottesdienstlichen Lebens im Alltag der Kirchengemeinde.
Dabei ist das Berufsleben des Küsters / der Küsterin sehr vielfältig. Wenn er in der Kirche ist, ist er erste Ansprechperson für Passanten, wenn es um Fragen zur Kirche oder um Kunst in der Kirche geht. Er ist zuständig für die Elektrik und Akustik in der Kirche und hält zusammen mit dem Bauausschuss des Kirchenvorstands und Pfarramt Kontakt zu den Gewerken. Auch für die Sakristei und das Sakristeibuch ist er zuständig. Er ist Handwerker und Hausmeister nicht nur für die Kirche, sondern auch für das Gemeindehaus. Oft ist er auch Gärtner, da er für die Außenanlagen und Gehwege um Kirche und Gemeindehaus zuständig ist. Viele Küster/innen sind auch für die Schaukästen zuständig. Ein Küster sollte daher bei den Teamsitzungen mit dem Sekretariat zugegen sein und auch in jede Planung von Gottesdiensten, Gemeindefesten und Konzerten von vornherein einbezogen sein. Er kann entlastet werden durch eine Baugruppe (siehe Verweis unten) und durch ein Team von Ehrenamtlichen, die etwa die Gottesdienstbesucher am Eingang begrüßen. Für Küster/innen gibt es oft eigene Konvente und Fortbildungen etc. Einige Gemeinden können es sich nicht mehr leisten, einen Küster zu beschäftigen; hier übernehmen Ehrenamtliche und Gewerke diese Aufgaben. Dies wäre einen separaten Artikel wert. Auch Arbeitstechniken und Praxistipps aus diesem Bereich sind wünschenswert.
GeschichteZur Zeit des Alten Testaments waren die Leviten beauftragt, die Gottesdienste in Stiftshütte und Tempel zu begleiten und alle erforderlichen Dienste neben den Priestern zu tun (vgl. 4.Mose 3,5-10; 1.Chronik 9,23-33; 1.Chronik 23,24-29; siehe auch Lukas 10,32). Im Neuen Testament gab es unter den Ämtern in der christlichen Urgemeinde das der Diakonin und des Diakons. Es umfasste neben „diakonischen“ Aufgaben der Versorgung der Armen, Witwen und Waisen auch „gottesdienstliche“ Aufgaben wie das Öffnen und Schließen der Kirche und die Vorbereitung des Gottesdienstes. Mit zunehmendem Bau von Gotteshäusern wurden Wächter (lat. custos, von daher Küster) für Kirche und Altar notwendig. Die Bezeichnung Mesner ist aus dem lateinischen „mansionarius“ (- der die Wohnung Gottes (mansio) Betreuende) abgeleitet. Die Reformationszeit gab diesem Amt eine vielgestaltige Ausprägung. Wie die Gottesdienstformen sich je nach geographischer und politischer Lage unterschieden, fand das Amt verschiedene Namen und Aufgabenstellungen, die zum Teil heute noch erhalten sind: Glöckner, Opfermann, Mesner, Kirchendiener, Kirchenvogt, Kirchwart, Kirchvater, Kirchendiakon, Küster. Wo es die Orgel nicht gab, war der Gesang zu unterstützen - hier fungierte der Mesner als Kantor (= Vorsänger). War er auch des Lesens und Schreibens kundig, hatte er die Kinder zu unterrichten - als Schulmeister. Gab es eine Orgel, dann übertrug man ihm das Spielen - als Organist. War der Pfarrer verhindert, den Katechismusunterricht zu erteilen, so musste er dies übernehmen - als Katechismuslehrer. In Kirchenordnungen wurden diese Aufgaben fest umrissen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Schule und Kirche getrennt. Aus den Schulmeistern wurden Staatsbeamte, die für den Schuldienst ausgebildet wurden. Im 20. Jahrhundert schließlich wurde der Kirchenmusiker als eigenständiger Beruf anerkannt.
Quellen und Literatur
BerufsverbändeDem Deutscher Evangelischer Küsterbund www.kuester.org gehören an:
Andere z.B.: Praxisbeispiele
Verweise zu anderen Artikeln--- MaterialienKeine vorliegend Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen
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HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |

