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Gemeinschaft erleben bei der Kirchenrenovierung
Situation / KontextEine größere Renovierungs- oder Umbauarbeit an der Kirche. Ziele--- Reflexion / HintergrundKirchen sind Zeichen der gelebten Gemeinschaft der Gläubigen. Sie vermitteln auch den Gemeindegliedern, die nur selten oder gar nicht in den Gottesdienst gehen, die Sicherheit, dass es einen Ort gibt, an dem die Gemeinde Gottesdienst feiert und gemeinsam betet.
Auf der anderen Seite kann eine Renovierung des Gebäudes oft so viele Kräfte in der Gemeinde binden, dass wenig Kraft für den Aufbau von Gruppen und Kreisen mehr vorhanden ist. Es dreht sich dann im Kirchenvorstand oft vor allem um das Geld (wie bekommt man die nötigen Eigenmittel zusammen). Am Ende der Baumaßnahme hat man – wenn man nicht aufpasst – eine schmucke renovierte Kirche, die Gruppen in der Gemeinde sind aber weg gebrochen.
Deshalb ist es sinnvoll, die Renovierung selbst bewusst als Gemeinschaft stiftendes Projekt zu begreifen. Gemeinsame Feste während des Bauprojektes können so auch für Menschen, die vor allem an dem Kirchengebäude interessiert sind, Gemeinschaft neu erfahrbar machen. UmsetzungAllgemeine Hinweise zur Umsetzung--- VorbereitungBei der Planung einer Renovierungsmaßnahme werden Meilensteine identifiziert, bei denen Feste sinnvoll sind. Diese können zum Beispiel sein: - Letzter Gottesdienst in der unrenovierten Kirche - Das Anrücken der Bagger - Aufsetzen der Turmspitze - Erster Gottesdienst in der renovierten Kirche Dann wird überlegt, an welchen dieser Punkte die Gemeinde besonders einbezogen wird. Zu diesen Punkten wird das Baugeschehen mit einem Fest verbunden. Spender und Sponsoren sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens können hierzu explizit eingeladen werden. Außerdem wird die Presse auf das Event hingewiesen. Die Vorbereitung für das Fest selbst kann einfach gestaltet werden: Ein thematisch passendes Catering kann oft extern engagiert werden, da die Kräfte der ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Renovierung oft schon gebunden sind. Kurz vor dem Fest wird ein Infostand erstellt, bei dem über den Verlauf der Bautätigkeiten und den Eingang der Spenden informiert wird (Spendenbarometer). DurchführungNach einem Gottesdienst in dem das Thema des Bauens aufgenommen werden kann (Stichwort: Wenn der Herr nicht das Haus baut...), begibt sich die ganze Gemeinde gemeinsam zum Event. Eine kurze Ansprache kann die Bedeutung des Events für die Gemeinde verdeutlichen und den Sponsoren Dank aussprechen. Handelt es sich um eine Bautätigkeit, die von Bauarbeitern ausgeführt werden muss, nimmt die Gemeinde die Rolle von Zuschauern ein. Gegebenen falls kann die Gemeinde jedoch auch stärker einbezogen werden. Am letzten Gottesdienst in der alten Kirche kann die Gemeinde bspw. dabei helfen, Kreuz, Bibel, Abendmahlsgeschirr, etc. aus der Kirche zu tragen. So wird der letzte Gottesdienst zu einem bewussten Auszug aus der Kirche (und zu einem Umzug in einen provisorischen Gottesdienstraum für den Zeitraum der Renovierung). Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)Bilder des Events können auf einer Infotafel an der Baustelle angebracht erden. Schön ist es, wenn auf diesen Bildern Menschen zu sehen sind, sodass an der Baustelle interessierte nie vergessen, dass es sich hierbei auch m ein Bauprojekt handelt, mit dem Gemeinde gebaut wird. Sofern die Presse nicht von sich aus schon berichtet, kann man der Presse noch einmal Fotos vom Event zukommen lassen. Wirkung / ErfahrungDas gemeinschaftliche bewusste Erleben des Meilensteins in der Renovierung bietet der Gemeinde einen Gesprächsstoff. Außerdem wird spürbar, dass viele Menschen am Umbau der Kirche Interesse haben. Das kann auch für das weitere Engagement motivierend wirken und so die Gemeinde in der Zeit der Heimatlosigkeit begleiten. Außerdem nimmt die Gemeinde besser wahr, was bisher geleistet wurde und das Ziel der Renovierung rückt in greifbare Nähe. Impuls--- Praxisbeispiele
Verweise zu anderen ArtikelnMaterialienKeine vorliegend Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen--- |
HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |


