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Gemeinschaft erleben bei der Kirchenrenovierung

Elisabeth von Thüringen

Kurzbeschreibung

Die Renovierung wird als Gelegenheit zum Erfahren der Gemeinschaft in der Gemeinde genutzt.

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
erstellt am: 08. Februar 2011, 17:59 Uhr
aktualisiert am: 02. Februar, 14:09 Uhr
Informationen
Vorbereitung: 3 Monate
Durchführung: 1 Jahr
Zielgruppen:
Gemeinde, Spender
Mitarbeitende:
Kirchenvorstand, Pfarrerinnen und Pfarrer
Stichworte:
Kirche (Gebäude), Bau + Finanzen , Fundraising, Renovierung
Meinungen

Situation / Kontext

Eine größere Renovierungs- oder Umbauarbeit an der Kirche.

Ziele

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Reflexion / Hintergrund

Kirchen sind Zeichen der gelebten Gemeinschaft der Gläubigen. Sie vermitteln auch den Gemeindegliedern, die nur selten oder gar nicht in den Gottesdienst gehen, die Sicherheit, dass es einen Ort gibt, an dem die Gemeinde Gottesdienst feiert und gemeinsam betet.

 

Auf der anderen Seite kann eine Renovierung des Gebäudes oft so viele Kräfte in der Gemeinde binden, dass wenig Kraft für den Aufbau von Gruppen und Kreisen mehr vorhanden ist. Es dreht sich dann im Kirchenvorstand oft vor allem um das Geld (wie bekommt man die nötigen Eigenmittel zusammen). Am Ende der Baumaßnahme hat man – wenn man nicht aufpasst – eine schmucke renovierte Kirche, die Gruppen in der Gemeinde sind aber weg gebrochen.

 

Deshalb ist es sinnvoll, die Renovierung selbst bewusst als Gemeinschaft stiftendes Projekt zu begreifen. Gemeinsame Feste während des Bauprojektes können so auch für Menschen, die vor allem an dem Kirchengebäude interessiert sind, Gemeinschaft neu erfahrbar machen.

Umsetzung

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

Bei der Planung einer Renovierungsmaßnahme werden Meilensteine identifiziert, bei denen Feste sinnvoll sind. Diese können zum Beispiel sein:

- Letzter Gottesdienst in der unrenovierten Kirche

- Das Anrücken der Bagger

- Aufsetzen der Turmspitze

- Erster Gottesdienst in der renovierten Kirche

Dann wird überlegt, an welchen dieser Punkte die Gemeinde besonders einbezogen wird. Zu diesen Punkten wird das Baugeschehen mit einem Fest verbunden. Spender und Sponsoren sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens können hierzu explizit eingeladen werden. Außerdem wird die Presse auf das Event hingewiesen.

Die Vorbereitung für das Fest selbst kann einfach gestaltet werden: Ein thematisch passendes Catering kann oft extern engagiert werden, da die Kräfte der ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Renovierung oft schon gebunden sind.

Kurz vor dem Fest wird ein Infostand erstellt, bei dem über den Verlauf der Bautätigkeiten und den Eingang der Spenden informiert wird (Spendenbarometer).

Durchführung

Nach einem Gottesdienst in dem das Thema des Bauens aufgenommen werden kann (Stichwort: Wenn der Herr nicht das Haus baut...), begibt sich die ganze Gemeinde gemeinsam zum Event. Eine kurze Ansprache kann die Bedeutung des Events für die Gemeinde verdeutlichen und den Sponsoren Dank aussprechen.

Handelt es sich um eine Bautätigkeit, die von Bauarbeitern ausgeführt werden muss, nimmt die Gemeinde die Rolle von Zuschauern ein. Gegebenen falls kann die Gemeinde jedoch auch stärker einbezogen werden. Am letzten Gottesdienst in der alten Kirche kann die Gemeinde bspw. dabei helfen, Kreuz, Bibel, Abendmahlsgeschirr, etc. aus der Kirche zu tragen. So wird der letzte Gottesdienst zu einem bewussten Auszug aus der Kirche (und zu einem Umzug in einen provisorischen Gottesdienstraum für den Zeitraum der Renovierung).

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Bilder des Events können auf einer Infotafel an der Baustelle angebracht erden. Schön ist es, wenn auf diesen Bildern Menschen zu sehen sind, sodass an der Baustelle interessierte nie vergessen, dass es sich hierbei auch m ein Bauprojekt handelt, mit dem Gemeinde gebaut wird.

Sofern die Presse nicht von sich aus schon berichtet, kann man der Presse noch einmal Fotos vom Event zukommen lassen.

Wirkung / Erfahrung

Das gemeinschaftliche bewusste Erleben des Meilensteins in der Renovierung bietet der Gemeinde einen Gesprächsstoff. Außerdem wird spürbar, dass viele Menschen am Umbau der Kirche Interesse haben. Das kann auch für das weitere Engagement motivierend wirken und so die Gemeinde in der Zeit der Heimatlosigkeit begleiten. Außerdem nimmt die Gemeinde besser wahr, was bisher geleistet wurde und das Ziel der Renovierung rückt in greifbare Nähe.

Impuls

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Praxisbeispiele

Extremkletterer auf der Kirchturmspitze Praxisbeispiel

Gockelfest

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von 2 Geistreich-Mitgliedern, Ev. Kirchengemeinde Anspach in Neu-Anspach
Nach einem Jahr der Renovierung wurden alle Spender zum abschließenden Aufsetzen des Wetterhahns auf den Kirchturm eingeladen.
 
Leuchtturm Praxisbeispiel

Fundraising und das "Prinzip Hoffnung"

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von einem Geistreich-Mitglied, Kirchenkreis Bonn
Die Kirche braucht viel Geld. Dabei hat es sich gezeigt, daß NEUE WEGE gegangen werden müssen. Offiziell heißt das hier im Kirchenkreis Bonn "FUNDRAISING".
 
Logo Praxisbeispiel

Integrale Werbung und Einwerbung von Spenden

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von 2 Geistreich-Mitgliedern, Prot. Christuskirchengemeinde in Kaiserslautern
Als Gemeinde am Rand der Stadt mit wenig begüterten Gemeindegliedern muss eine Betonsanierung der Kirche finanziert werden.
 
Schmöllner Kirchenfahrt Praxisbeispiel

Schmöllner Kirchenfahrt

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von einem Geistreich-Mitglied, Ev. Kirchspiels Schmölln in Schmölln/Thür
Die Gemeindeglieder eines Kirchspiels werden eingeladen, ihre Kirchen bei einer gemeinsamen Busfahrt in der Gesamtschau kennenzulernen.
 
Kirchenbau als Gemeindebau Praxisbeispiel

Kirchenbau als Gemeindebau - "Wir legen Hand an"

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von einem Geistreich-Mitglied, Evangelische Kirchengemeinde Altenhasungen in Wolfhagen
Die notwendig gewordene Sanierung der Kirche so umsetzen, dass viele Gemeindemitglieder eingebunden werden und selbst mitarbeiten können in der Herstellung von "Wickelbohlen", im Entfernen der maroden Decke des Kirchenschiffes, beim Abwaschen der Wände, beim Anstrich von Wänden und Bänken...
 
Ansicht Altar 2 Praxisbeispiel

Umbau einer evangelischen Kirche

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von einem Geistreich-Mitglied, Evangelische Kirchengemeinde Altenwald - Neuweiler in Sulzbach
Alles unter einem Dach - Umbau der evangelischen Kirche Neuweiler mit der Intergration des Gemeindesaals und des Gemeindebüros.
 

Verweise zu anderen Artikeln

Vernetzung Modell

Sponsoring in Kirche und Gemeinde

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von einem Geistreich-Mitglied
Dargestellt werden Prinzipien und Vorgehensweise im Sponsoring
 

Materialien

Keine vorliegend

Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen

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