Kollegiale Hospitation im Gottesdienst

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created at: 2011-03-17
Last major update at: 2011-03-17
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Deutsch (Original, currently shown)
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Qualitätsentwicklung im Gottesdienst
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Preparation: no information
Execution: 1,5 Stunden pro besprochenem Fall
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Abstract

Pfarrerinnen und Pfarrer besuchen sich gegenseitig im Gottesdienst und geben sich anschließend ein konstruktives Feedback in einem strukturierten Gesprächsmodell.

Situation / context

Viele Pfarrer, aber auch Lektorinnen, Prediger und Kirchenmusikerinnen vermissen ein hilf- und kenntnisreiches Feedback zu ihren Gottesdiensten. Die Kollegiale Hospitation nutzt die Kompetenzen der Kolleginnen und Kollegen zur Stärkung und Motivation der Arbeit am Gottesdienst.

Goals

Stärkung der Arbeit am Gottesdienst. Stärkung der Kollegialen Gemeinschaft. Vergewisserung der eigenen Rolle als Liturg, Predigerin, Musiker.

Reflection / background

Kollegiale Hospitation ist ein besonders hilfreiches, wirksames und motivierendes Instrument der Rückmeldekultur zur Stärkung der Arbeit am Gottesdienst.
Sie ist vor allem geeignet für Pfarrer, Lektorinnen, Prädikanten und Kirchenmusikerinnen und kann Gottesdienste, Kasualien, aber auch Unterrichtssituationen in den Blick nehmen.
Kollegiale Hospitation ist eine hilfreiche und wertschätzende Begegnung auf Augenhöhe, sie ist nicht-hierarchisch und nutzt und würdigt die vorhandenen Kompetenzen der Beteiligten.
Sie schützt vor Vereinzelung im Amt und beugt Robinson-Existenzen vor.
Sie fördert das gegenseitige Kennenlernen und schafft Gemeinschaft im Kirchenkreis, die in viele Bereiche ausstrahlt.
Und sie macht einfach Spaß!

Implementation

General information on realization

Vier bis fünf Kolleginnen und Kollegen verabreden sich, sich innerhalb eines Jahres jeweils einmal im Gottesdienst zu besuchen und bei einem anschließenden Treffen Rückmeldung zu geben.
Die Besprechung der Gottesdienste kann direkt im Anschluss an den Gottesdienst oder an einem der folgenden Tage stattfinden und folgt einem deutlich strukturierten Gesprächsmodell in 10 Punkten, das die Fokussierung des Gesprächs unterstützt.
Es ist optimal, wenn die Leitungsebene des Kirchenkreises diesen Austausch unterstützt und für die entsprechenden Sonntage Vertretungen zur Verfügung stellt.
Die Erfahrung zeigt, dass es aber auch sonst oft gelingt, sich für drei bis vier Termine im Jahr freizumachen.
Notfalls funktioniert das Besprechungsmodell auch, wenn nicht alle Teilnehmenden den Gottesdienst erlebt haben. Es ist sogar möglich, dass nur der durchführende Kollege den Gottesdienst erlebt hat, die Besprechung findet dann in Form der Kollegialen Beratung statt.
Diese Form eignet sich für die Beratung vieler weiterer Situationen des beruflichen Alltags.
Das vorgestellte Besprechungsmodell eignet sich für Kollegiale Beratung, Hospitation und alle Zwischenformen.

Preparation

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Realization

siehe Besprechungsmodell in 10 Schritten unter "Materialien"

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

Kollegiale Hospitation wirkt am besten, wenn sie den Blick von außen nutzt und sollte daher eher mit Kolleginnen und Kollegen praktiziert werden, die nicht regelmäßig zusammenarbeiten.
Bei der Arbeit am Gottesdienst kann es sehr hilfreich sein, bei der Besprechung nicht nur über bestimmte Gestaltungsmöglichkeiten zu reden, sondern sie gleich praktisch auszuprobieren. Actstorming und nicht nur Brainstorming.
Die relative strenge Gesprächsstruktur wird durch einen angenehmen Rahmen, z.B. mit gemeinsamem Frühstück schön ergänzt.

stimulus

Wie geben wir Kritik und wie nehmen wir Kritik an?

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