Frauenmahl - Tischreden zur Zukunft von Religion und Kirche

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
erstellt am: 03.08.2011
Letzte größere Änderung: 22.06.2012
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Inhaltsverzeichnis
Frauen
Informationen
Vorbereitung: 3 Monate
Durchführung: 1 Tag
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
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Meinungen
5 Stimmen
Kommentare zum Dokument
Frauenmahl - Tischreden zur Zukunft von Religion und Kirche

Kurzbeschreibung

150 Frauen treffen sich zu einem festlichen Essen. Das Thema dieser Tafel ist die Zukunft von Kirche und Religion. Für den Input sorgen zwölf geladene Tischrednerinnen: Frauen aus den christlichen Kirchen, anderen religiösen Gemeinschaften, aus Politik, Kunst, Wissenschaft und Journalismus.

Die anderen Besucherinnen kommen in ihrer jeweiligen Tischgemeinschaft zu Wort und können ihre Gedanken, ihre Hoffnung oder ihre Idee zur Zukunft von Kirche und Religion auch als Postkarte an eine Thesenwand anschlagen.

Alles über das Modell, kommende Frauenmahle und bisherige Tischreden unter www.frauenmahl.de

Situation / Kontext

Der oben beschriebene Ablauf und auch die folgenden Informationen zur Organisation der Veranstaltung beziehen sich auf das Marburger Frauenmahl, das am 30. Oktober 2011 im Landgrafenschloss stattfindet. Die Idee des Frauenmahls hat sich schnell verbreitet. Inzwischen gibt es schon zehn Frauenmahle, die in verschiedenen Landeskirchen, aber z.B. auch auf der Ebene von Kirchenkreisen ausgerichtet werden – Tendenz steigend.  Die meisten der bisher ausgerufenen Frauenmahle finden im Zeitraum Oktober/November 2011 statt.

Schon 1500 Frauen haben auf Frauenmahlen zur zukunft der Kirche gesprochen. Das sind zahlreiche Referentinnen, die in engagierten Tischreden ihre Wünsche und Anregungen für die Zukunft formulieren. Das bedeutet eine breit angelegte Auseinandersetzung aus der Perspektive verschiedener Religionen und Weltanschauungen, verschiedener Berufs- und Altersgruppen.

Die Veranstalterinnen möchten mit dem Frauenmahl den demokratischen Diskurs um die Zukunft von Kirche und Religion voranbringen, dessen Notwendigkeit in den letzten Jahren immer deutlicher geworden ist.

 

Ziele

Die Veranstaltung soll einen offenen und fruchtbaren Dialog aller Teilnehmerinnen ermöglichen, die sich in der Vielfalt ihrer Meinungen zur gesellschaftlichen Verantwortung von Kirche und Religion  äußern und aufeinander hören.

Die Botschaften der Frauen sollen aber auch öffentlich gehört werden und das Frauenmahl damit einen langfristigen Beitrag zur Entwicklung von Kirche und Gesellschaft leisten. Um solche Nachhaltigkeit zu erreichen werden unter www.frauenmahl.de die Tischreden der Frauenmahle gesammelt.

Das gemeinsame Mahl der Gastfreundschaft hat in vielen Religionen und Kulturen starke symbolische Kraft. Das Frauenmahl nutzt diese Form, um auf demokratischem Weg viele Meinungen zu gesellschaftlich relevanten Themen ins Gespräch zu bringen.

 

Reflexion / Hintergrund

Der Tisch, an dem gemeinsam gegessen wird, ist ein Zeichen der Gemeinschaft und Versöhnung – über die Grenzen von Religionen und Weltanschauungen hinweg. Im Deutungsraum dieses Symbols entstehen Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft. 

Das Frauenmahl ist damit ein aus der Eigeninitiative von Frauen erwachsener Teil des Reformprozesses der EKD. Als Veranstaltung gehört es in den Rahmen der Lutherdekade, die 2011 unter dem Motto  „Reformation und Freiheit“ steht. Das Frauenmahl steht im Horizont der Impulse zur Lutherdekade aus der Perspektive von Chancengerechtigkeit (Handreichung des Kirchenamts der EKD in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen).

Umsetzung

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Wertvolle Anregungen und Tipps für die Organisation bietet diese Handreichung

Unterstützung bei der Umsetzung eines eigenen Frauenmahls bietet das Frauenstudien-und -bildungszentrum in der EKD (FSBZ), erreichbar unter info@fsbz.de.

Die Frauenmahle sind keine Veranstaltungsreihe, sondern jedes steht für sich. Die bisherigen Veranstaltungen haben sich gegenseitig inspiriert und fühlen sich verbunden, aber es gibt keine übergreifende Organisation. Einige Veranstalterinnen haben z.B. auch den Titel Tischreden gewählt. Auch die Ausgestaltung der Abende und die Präsentation der Ergebnisse kann sich nach diesem Prinzip individuell unterscheiden. 

 

Vorbereitung

Folgende Punkte sind der Marburger Vorbereitungsgruppe bei der Organisation wichtig: 

  1. Eine interessante und vielversprechende Mischung der eingeladenen Sprecherinnen zu erzielen. (Diese kann je nach Region sehr unterschiedlich aussehen.)
  2. Einen Rahmen für das Mahl zu inszenieren, in dem Raum, Musik, Programmablauf, Gestaltung der Tische schön zusammenstimmen.
  3. Das Essen soll vegetarisch sein, um keine Frau vom Mahl auszuschließen und einen Tische für alle Religionen zu decken.
  4. Die Plätze werden in Marburg in einer Mischung aus geladenen Gästen und Kartenverkauf vergeben. Wir haben uns entschlossen, nur Frauen einzuladen.
  5. Die Medien müssen rechtzeitig informiert und einbezogen werden.
  6. Wenn Sie ein Frauenmahl planen, bitten wir Sie, die Marburger Vorbereitungsgruppe zu informieren. Wenden Sie sich dazu an das FSBZ.
  7. Die Marburger Gruppe hat ein eigenes Logo für Briefpapier, Faltblätter etc. entwickeln lassen (vgl. den anliegenden Briefbogen). Über das FSBZ können entsprechende Anfragen weiterer Vorbereitungsgruppen an die Künstlerin Gabi Erne weitergeleitet werden.
  8. Konkrete Überlegungen in welcher Form die Ergebnisse zusammengefasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Zur Veröffentlichung steht ab September 20011 die Internetseite www.frauenmahl.de zur Verfügung, die vom FSBZ betreut wird.

Durchführung

Wenn bei der Durchführung der Frauenmahle Besonderheiten auftauchen, die wir in der Beschreibung der Vorbereitung noch nicht berücksichtigt haben, werden wir es Sie nach der Veranstaltung gerne hier wissen lassen.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Bei der Nachbereitung wird der wichtigste Faktor die Veröffentlichung der gemeinsamen Voten sein. Dazu werden wir neben den gängigen Presse- und Publikationskanälen auch eine Internetplattform ins Leben rufen, mit der wir hoffen, eine zentrale Anlaufstelle und einen Knotenpunkt für die Voten aller Veranstaltungen zu bieten. Freuen Sie sich auf unsere Seite www.frauenmahl.de, die ab Mitte September zu Verfügung stehen wird!

Wirkung / Erfahrung

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Impuls

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