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Diakon - mit Bibel, Ski & Schweißgerät
GliederungArbeitsfelder und Selbstverständnis:
Bereits in biblischen Zeiten wurden Diakone in ihr Amt berufen, um in die Gemeinde hinein soziale Arbeit zu leisten. Bis in die jüngere Geschichte hieß das, vor allem die Folgen von Armut und Krankheit zu lindern und sich um alte Menschen und ihre Bedürfnisse zu kümmern. Heute sind Diakone in vielen verschiedenen Arbeitsfeldern zu finden. Kinder- & Jugendarbeit, sozialdiakonische Projekte, Erwachsenenbildung, Arbeit mit Familien, themenbezogene Beauftragungen und Medien sind Beispiele hierfür. Damals, wie heute sind Diakone durch ihren Glauben motiviert und verstehen ihre Arbeit, im Geiste der biblischen Botschaft, als Dienst am Nächsten. Sie sind Teil einer Gemeinschaft, einer Brüder- & Schwesternschaft oder eines Konvikts, in der diakonische Grundsätze als gemeinsames Fundament dienen. Verkündigung, Seelsorge und Diakonie, als tätige soziale Arbeit, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, sind in der Nachfolge Jesu Christi und im Auftrag an Kirche und Gemeinde gegenseitige Bedingung - sind nicht Kür sondern Pflicht. Diakone und Diakoninnen arbeiten gemeinsam mit ihren Pastorenkollegen und anderen Mitarbeitern in den Gemeinden, Diensten und Werken und den landeskirchlichen Einrichtungen, an der Umsetzung dieses Auftrags. Gemeindediakone / Kinder- & Jugendarbeit:
In den Gemeinden arbeiten Diakone vielfach in der Kinder- & Jugendarbeit. Die Arbeitsansätze in diesem Arbeitsbereich haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte stark verändert. Arbeitsformen, wie Jugendgruppen und selbst offene Arbeit (vor 20 Jahren noch ein innovatives Konzept) sind vielerorts, gerade im städtischen Bereich, überholt und lassen sich nicht mehr etablieren. Moderne Formen der Arbeit sind Projektarbeit, Workshops, Seminare Events und (immer noch) die Freizeitarbeit. Diese Formen der Angebote kommen dem Bedürfnis der großen Mehrheit, der an den Angeboten interessierten Menschen, sich für einen begrenzten Zeitraum an ein Vorhaben zu binden und Angebote themen- oder inhaltsorientiert wahrzunehmen, entgegen. Auch der Ort des Geschehens (Gemeindehaus) spielt, für den Erfolg der Angebote und auch für den Gemeindeaufbau, Integration und Identifikation der Menschen mit der Gemeinde als Gemeinschaft, immer weniger eine Rolle. Durch den Umfang der Arbeit, eine große Vielfalt und die Qualität der Angebote, ist es aber sehr wohl so, dass viele Menschen die Gemeinde als Ort (Gemeinschaft) für sich entdecken und feststellen: „ Hier fühl ich mich wohl, hier weht ein besonderer Geist, hier gibt es noch mehr für mich, meine Kinder, Freunde…!“ (mehr zu konkreten Inhalten im Punkt "Leitmotive") Maßstäbe:
In der Kinder- und Jugendarbeit ist es, wie in anderen Arbeitsbereichen, geboten auf den Erfolg der Angebote zu achten und nach alternativen Wegen zu suchen, falls sich die Menschen mit gewohnten Angebotsformen nicht erreichen lassen. Als Maßstab für den Erfolg sollte dabei aber nicht nur der Umfang, Teilnehmerzahlen …, sondern auch erzielte Ergebnisse, erreichte Ziele, die Intensität des gemeinsamen Tuns, ob für den Einzelnen etwas bewirkt wurde… gelten. Ein intensives Projekt mit sieben oder acht Leuten, ist ebenso erfolgreich zu werten, wie ein Event mit mehreren hundert Teilnehmern. Zudem werden Qualität und Vielfalt als wichtige Merkmale der Arbeit betrachtet. Neben der Professionalität der hauptamtlichen Mitarbeitern, führen geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter, der Einsatz von Referenten und die Berücksichtigung besonderer Kompetenzen der Menschen in den Gemeinden zu einem hohen Maß an Qualität in den Angeboten. Die unterschiedlichen Arbeitsformen ( Projekte, Freizeiten, Seminare, Workshops, Events, …) die für die verschiedenen Vorhaben gewählt werden können, die Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedarfe in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und der Einsatz unterschiedlicher Methoden, führen zudem zu einer großen Vielfalt. Erfolg, Qualität und Vielfalt sind in der Kinder- & Jugendarbeit und somit auch für den Gemeindeaufbau, wichtige Kriterien. Die Anforderungen an die Diakone können, nach Bedarf in Gemeinde/Stadtteil/Region, den Vorgaben der Gemeindeleitung und den individuellen Möglichkeiten des Diakons/der Diakonin, ganz unterschiedlich sein. "Geheimnisse des Erfolgs" sind aber in jedem Fall sicher: sich an der biblischen Botschaft zu orientieren, offen zu sein - für die Menschen, das was sie brauchen könnten und zu geben bereit sind, mutig zu sein/mal was riskieren, sich weiter zu bilden, authentisch zu bleiben und mit viel Herz bei der Sache zu sein. Leitmotive (mit Konzeptbeispielen):Die Leitmotive der diakonisch/pädagogischen Arbeit in den Gemeinden sind übergeordnete Ziele, die rote Fäden in der Gestaltung der Konzepte darstellen und die auf unterschiedliche Weise erreicht werden sollen. Beispiele hierfür sind:
Zusammenarbeit:
Um in der Gemeinde erfolgreich diakonisch/pädagogisch arbeiten zu können, ist eine gute Zusammenarbeit mit den KollegInnen (Pastoren, Musikern, Gemeindesekretärinnen, Küstern…), den in den Leitungsgremien engagierten Menschen und den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen absolut erforderlich. Einzelkämpfer stehen hier, von vorn herein auf völlig verlorenem Posten. Insbesondere den ehrenamtlich in den Gemeinden engagierten Menschen gebührt nicht nur großer Dank für ihren Einsatz, sondern größte Anerkennung und Respekt vor ihrer Leistung. Sie bringen freiwillig und unentgeltlich die eigenen Talente und Kompetenzen in die Gemeindearbeit ein, investieren viel Zeit und Energie und ermöglichen so eine Vielzahl der Angebote. Die Arbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeitern ist immer auch eine Arbeit für ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Idee des Ehrenamts beschränkt sich nicht auf die Nutzung von Kompetenzen & Arbeitskraft für den guten Zweck. Ehrenamtliche Mitarbeiter sollen vielmehr für sich ein Arbeitsfeld vorfinden, das alle Möglichkeiten bietet, für neue Erfahrungen & Kontakte, persönliche Entwicklung, den Hinzugewinn von Kompetenzen, den Einsatz der eigenen Stärken, die Gestaltung & Umsetzung eigener Ideen und die Teilhabe an einer erfüllten Gemeinschaft mit Verbündeten. Außerdem soll die Möglichkeit gegeben sein, selbständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Die Diakone haben in diesem Zusammenhang verschiedene Aufgaben, von der Schaffung der Freiräume, über Schulung & Begleitung, bis zur eigentlichen Zusammenarbeit in den verschiedenen Arbeitsphasen eines Vorhabens. Sie sind den Ehrenamtlichen hierbei Kollegen, Referenten, Gegenüber, zur Reflexion der eigenen Tätigkeit und bieten nach Bedarf Orientierung und Sicherheit. Eine gelungene Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeitern ist für alle Beteiligten, die Diakone (natürlich auch die Pastoren, Gemeindepädagogen, Musiker…), die Ehrenamtlichen und die Teilnehmer der Angebote, ungeheuer bereichernd und wird professionellen Maßstäben gerecht. Praxisbeispiele
Kinderbibelmusicals erarbeiten! - Leicht in die Praxis umzusetzende Geschichten. Mit ansteckenden Texten und Rhythmen werden spannende biblische Geschichten in moderner Sprache in Szene gesetzt.
Mit einem speziell ausgestatteten Bus werden öffentliche Plätze und Feste angefahren, an denen viele Kinder anzutreffen sind. Hier werden dann Spielmöglichkeiten und thematische Einheiten biblischen Inhalts angeboten.
Konfirmierten wird an einem Wochenende nach der Konfirmation eine Freizeit angeboten.
Der Diakonie-Pilgerweg führt entlang diakonischer Einrichtungen in Württemberg. Er bietet sowohl rüstigen Pilgern als auch Rollstuhlfahrern Abschnitte an.
"ELF" ist der Jugend TV-Sender im Laager Kabelnetz. Das Projekt bietet vor allem jungen Menschen die Möglichkeit, Räume für eigene aktive und verantwortliche Lebensgestaltung und Meinungsäußerung zu entdecken.
Ein »Tauffest rund um das Wasser« für Konfirmanden in einem Schwimmbad.
Väter, Paten und Söhne erleben ein gemeinsames Wochenende, an dem sie miteinander ins Gespräch kommen, sich wahrnehmen und Bewahrung durch Gott erfahren. Ein Projekt des Kirchenkreises Dithmarschen (Schleswig-Holstein)
Jesus Connection XXL (JC XXL) - ein Tag im Itzehoer Stadion mit Workshops, Turnieren, Gottesdienst und einem Konzert für Konfirmanden und Jugendliche aus dem Kirchenkreis. Motto: Geminsam was bewegen!
Das Motto lautet: Benachteiligung verhindern, Kinder in Bewegung bringen und somit den Gemeinschaftsgeist stärken.
„Rad statt ratlos“ ist Name und Programm zugleich. Es geht um Bewegung, Dynamik und um Mobilität in der Großstadt, die außer strampeln nichts kostet.
Das Elternforum organisiert kurzfristig Gesprächsabende zu aktuellen Themen und wohnortnahe Veranstaltungen in Gemeindehäusern und Schulen.
Aktion gegen Armut und Ausgrenzung – Evangelisches Jugendwerk in Württemberg (ejw)
Seit 8 Jahre finden in unserer Kirchengemeinde Kindermusicals statt, die inhaltlich entweder eine biblische Person oder die Weihnachtsbotschaft beleuchten. Den Start machte ein einfaches Singstück zum Weihnachts-Familiengottesdienst 2001 mit 30 Mitwirkenden. Weihnachten 2008 waren es 120 Mitwirke...
Unser Koffer steht symbolisch für Mission, die immer etwas mit Aufbruch, Unterwegssein und Begegnungen zu tun hat.
Impulsmaterialien sollen ermutigen, sich selbstbewusst und kreativ mit der eigenen Mission auseinander zu setzen und für die Arbeit der Evangelischen Jugend zu werben.
Wir sind ein Angebot der Kirche, welches unter professioneller Begleitung Jugendlichen Raum gibt geistlich-sprirituelle Erfahrungen zu machen, soziale und persönlichkeitsfördernde Kompetenzen zu entwickeln und um ihrem Glauben in seiner Ganzheit ein Gesicht zu geben.
Bis Herbst 2009 wird die St. Lukas-Kirche im Nordosten Nürnbergs zu einer Kirche für junge Menschen mit Café-Bereich, Aktionsräumen, Bühnen- und Medientechnik umgebaut. Hier gestalten Jugendliche zwischen 15 und 29 Jahren mit ihren Ideen eine junge Kirche für junge Menschen.
Gute Kindertagesbetreuung ist wichtig für Familien, für Unternehmen und für die wirtschaftliche Attraktivität einer Region. Das Projekt "Kindertagesbetreuung in kirchlich-kommunaler Kooperation" (KiTa3K) geht einen innovativen, unbürokratischen Weg, auf dem Gemeinden neue Türen geöffnet werden.
Der fotografische Kreuzweg einer Jugendgruppe verlegt das Leiden Christi in den Alltag und an typische Orte der Stadt.
12 Väter, 15 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. Das Equipement (egal ob geliehen, gemietet oder gekauft) ist vollständig, wir haben Boote und Westen, Festzeltgarnituren und ein großes Tape, Spiele und die richtigen Adressen. Für die Kinder sind es Abenteuer- und Festtage. Für die Väter ein Verg...
Das Vater-Kind-Festival findet jährlich von Himmelfahrt / Vatertag bis Samstag als Zeltlager auf dem Gelände der Oase Stentrop bei Fröndenberg statt
Wir wollen Lebensmittelpunkte schaffen und „nebenbei“ Inklusion betreiben. Begründet ist das Vorhaben aus den Anforderungen die der demographische Wandel der Region und den Menschen stellt. Auflösende Familien- und Nachbarschaftsstrukturen, Verödung ganzer Regionen und eine Ausdünnung der Nahvers...
Es ist ein weiteres Praxisbeispiel vorhanden. Dies ist nur für Geistreich-Mitglieder sichtbar. Verweise zu anderen Artikeln--- Materialien
Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen--- |
HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |

