Neubelebung abendländischer Klöster als Herbergs-, Wirtschafts-, Handwerks-, Forschungs- und Bildungsbetriebe

Initiator/in
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 23.05.2013
Letzte größere Änderung: 23.05.2013
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Jugendliche und Schule, Arbeitswelt und Arbeitslosigkeit, Immobilien, Bauwesen und Friedhofswesen
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Idee

In Klöstern wie z.B. Loccum oder Schinna könnten Produktionsschulen eingerichtet werden. Diese Schulen zeigen wie Schüler einen Schulabschluss erreichen können und zugleich zu einem neuen Ansatz des Themas "Arbeit, Bildung, Integration/ Migration" sowie "Aus- und Weiterbildung" beitragen könnten.
Der nationale Bildungsbericht 2008-13 hat aufgezeigt, dass in Deutschland nach wie vor der enge Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg besteht. Danach hat jeder zweite Hauptschüler 13 Monate bzw. nach 30 Monaten nur 60% nach Schulabschluss- noch keinen Ausbildungsplatz.
Die größten Probleme bei der Ausbildungsplatzsuche haben den Berichten zufolge junge Menschen ohne Schulabschluss oder mit einem schlechten Hauptschulabschluss sowie Kinder von Migranten wie auch Russlanddeutsche.

Beispiel Dänemark
So hat man in Dänemark nach der Schulreform von 1994 durch mehr als 100 Produktionsschulen (PS, die von 15 -24jährige jungen Leuten besucht werden, die Jugendarbeitslosigkeit von 12% auf 2,3% reduziert. Dieser Erfolg baut auf die Erfahrung dieser Schulform auf, da davon ausgegangen wird, dass so gut wie alle Jugendlichen beträchtliche Lernressourcen besitzen, wenn sie nur die rechten Lernbedingungen erhalten. Man bemüht sich daher im hohen Grade, eine weitere Ausgrenzung der bildungsschwachen Schüler zu vermeiden.

Beispiel Produktionsschule Hamburg
Das dänische Modell der PS überzeugte den erfahrenen Berufschullehrer und jetzigen Schulleiter der Produktionsschule Hamburg Altona(PSA)Thomas Johannsen, der es sinnlos fand, gegen die Abwehr von Schülern anzuarbeiten, gegen ihre Abwesenheit anzugehen und die hohe Abbrecherquote zu beklagen.
Der Unterschied zu anderen Schulen ist auch hier, dass nicht das Lernen aus Büchern im Vordergrund steht, sondern praktisches Lernen an realen Kundenaufträgen. Es gibt also einen engen Zusammenhang von Theorie und Praxis. Projektarbeit und Praxisarbeit gibt es auch in anderen Schulen, aber eine konsequente Marktorientierung praktiziert allein die Produktionsschule Hamburg Altona. Seit 1999 arbeitet die PSA nach dänischem Konzept mit Jugendlichen im Alter von 15-18 Jahren. Was den Erfolg bestätigt, denn 70% der Schüler verlassen die Schule mit einem Schulabschluss und finden einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz und weitere 10% nach einem Jahr, während in den Berufsvorbereitenden Klassen nur 10% einen Arbeitsplatz finden.

Nach dem dänischen Konzept und in Orientierung an die Produktionsschule Altona könnten sich auch die Produktionsschulen im Kloster Loccum und Schinna richten.

Fazit

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