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Begleiten und Fördern von Ehrenamtlichen
Situation / Kontext--- ZieleAuch zukünftig sollen möglichst viele Menschen sich für die Mitarbeit in unserer Landeskirche begeistern, Kirche in vielfältiger Art und Weise mitgestalten und damit zur Erfüllung des kirchlichen Auftrags beitragen. Reflexion / HintergrundWie aktuelle Studien zeigen, erwächst das ehrenamtliche Engagement aus einer individuellen und freiwilligen Entscheidung heraus und basiert auf sich ausdifferenzierenden Motivlagen. Das in der Kirche verbreitete „klassische Ehrenamt“, bei dem sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über einen langen Zeitraum engagieren, sich stark mit der Organisation identifizieren und häufig Verantwortung in vielen Feldern und Ebenen übernehmen (wie Kirchengemeinderätinnen und -räte oder Jugendgruppenleiterinnen und -leiter etc.) wird ergänzt um neue Formen des ehrenamtlichen Engagements: punktuelles, zeitlich begrenztes und in der Aufgabenstellung klar umrissenes Engagement (wie Mitarbeit Vesperkirche, Kinderbibelwoche etc.). Die Begleitung und Förderung von Ehrenamtlichen und Freiwilligen soll dadurch erleichtert werden, dass in einem systematischen Prozess Interessen und Motivationen der Ehrenamtlichen und Freiwilligen sowie die Ziele und Aufgaben der jeweiligen Organisation in den Blick genommen und zueinander in Einklang gebracht werden. UmsetzungAllgemeine Hinweise zur Umsetzung--- VorbereitungDie jeweiligen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bzw. die Gremien in den Gemeinden wurden über die Ziele eines systematischen Prozesses der Begleitung und Förderung von Ehrenamtlichen (z.B. Gewinnen neuer und begleiten der bereits engagierten Ehrenamtlichen, die unterschiedlichen Motivlagen von Ehrenamtlichen in den Blick nehmen, Weiterentwicklung der Strukturen vor Ort etc.), die organisatorischen Voraussetzungen (z.B. Arbeitsgruppe einsetzen, Ansprechpartner/-in benennen sowie über die zeitliche Belastung (eine Sitzung pro Monat, Zeit für Umsetzung des Erarbeiteten etc.) informiert. DurchführungDie Projektbeteiligten (Ehrenamtliche und Hauptamtliche) konnten im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen erfahren und lernen, wie Rahmenbedingungen gestaltet sein müssen bzw. geschaffen werden können, um nachhaltig Ehrenamtliche begleiten und fördern zu können. Themen sind dabei u. a.: Veränderungen der Motivlagen ehrenamtlich Engagierter, Umgang mit Konflikten, Beteiligung der Ehrenamtlichen (Partizipation), Anerkennungskultur, Entwicklung von Netzwerken, Gewinnung, Einarbeitung, Begleitung, Förderung und Verabschiedung von Ehrenamtlichen. Entwicklung von Engagementfeldern (Projekte etc.) und deren exemplarische Bearbeitung, Weiterentwicklung der Organisationsformen zur Unterstützung von ehrenamtlichem Engagement. Bei der Durchführung werden die beteiligten Kirchengemeinden von einem Coach regelmäßig besucht und somit begleitet und unterstützt. Dessen Impulse befördern im Verlauf des Prozesses so u.a. immer wieder die Weiterentwicklung. Der systematische Prozess der Begleitung und Förderung wurde sowohl an speziellen Projekten bzw. an einem überschaubaren Bereich erprobt wie auch über weitere Teile des ehrenamtlichen Engagements in der Kirchengemeinde gelegt. Die Arbeitsgruppe in den Gemeinden trifft sich regelmäßig. An Materialien werden Schulungsunterlagen, Vorlagen etc. benötigt. Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)Wissenschaftliche Begleitung: Die Qualifizierung, Begleitung und Umsetzung des systematischen Prozesses wurde und wird von der Evang. Hochschule in Ludwigsburg (Prof. Gerhard Hess) wissenschaftlich begleitet. Die Erkenntnisse fließen in die weitere Gestaltung des Prozesses ein. Wirkung / ErfahrungDie Beteiligten aus den fünf Erprobungen haben beim Auswertungstreffen zurückgemeldet, dass ihre Kirchengemeinden durch den systematischen Prozess der Begleitung und Förderung von Ehrenamtlichen eine sehr gute Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Arbeit mit Ehrenamtlichen erhalten haben. MaterialienKeine vorliegend Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen
Aufgegriffen und weiterentwickelt--- |
HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |

