Die Kirche in die Öffentlichkeit bringen - Freiwilligenagentur

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ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 01.06.2010
Letzte größere Änderung: 01.06.2010
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
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Gemeindeaufbau
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fabux, Freiwilligenagentur Buxtehude in Buxtehude
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Keine Angaben
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fabux

Kurzbeschreibung

Eine Freiwilligenagentur als Kommunikations- und Interaktionsplattform für ehrenamtliches Engagement innerhalb und außerhalb der Kirche (Teilnehmer am Förderpreis).

Situation / Kontext

In der Stadt möchten viele Menschen ihre Hilfe anbieten, wissen aber nicht wo.

Gleichzeitig suchen Projekte (wie z.B. eine Tafel zur Essensausgabe) ehrenamtliche Helfer, finden aber keine.

    

Sie finden eine Liste der eingereichten Beiträge für den Förderpreis unter diesem Link.

Ziele

Die Freiwilligenagentur ist eine Serviceeinrichtung, die unter der Trägerschaft des Diakonieverbandes des Kirchenkreises und der Schirmherrschaft des Bürgermeisters das freiwillige Engagement in der Stadt fördert und vernetzt.

Die Freiwilligenagentur vernetzt hilfsbereite Menschen und Projekte, die Helfer suchen.

Reflexion / Hintergrund

Das Projekt wirkt der Vereinzelung in der Stadt entgegen.

Helfende finden neuen Lebenssinn und Kontakte.

Projekte, die Helfer suchen, finden Helfer.

Kirche wird neu wahrgenommen.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

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Durchführung

 1.  Die Kirche in die Öffentlichkeit bringen

1.1. Die Freiwilligenagentur Buxtehude ist als kirchlich-diakonische Einrichtung mit der Stadt und deren Einrichtungen vernetzt.

Die Freiwilligenagentur Buxtehude besteht seit September 2008 und ist eine Serviceeinrichtung in Buxtehude, die unter der Trägerschaft des Diakonieverbandes der Ev.-luth. Kirchenkreise Buxtehude und Stade und unter der Schirmherrschaft von Buxtehudes Bürgermeister, Jürgen Badur, das freiwillige Engagement in der Stadt fördert und vernetzt. Sie kooperiert mit dem städtischen Mehrgenerationenhaus und unterstützt alle gemeinnützigen Organisationen vor Ort in ihrer Freiwilligenarbeit und bei der Gewinnung von Freiwilligen.

Der Schirmherr seinerseits unterstützt die Idee der Freiwilligenagentur und kommuniziert sie in die Öffentlichkeit und in die Verwaltungsebene der Stadt. Dadurch wird die fabux von der Stadt über besondere Aktionen und Projekte informiert, die die Öffentlickeitsarbeit der fabux befördern.

 

1.2. Die Freiwilligenagentur Buxtehude bringt ehrenamtliche Beteiligungsformen innerhalb und außerhalb der Kirche in die Öffentlichkeit.

Das Ziel der fabux ist es, das Allgemeinwohl in und um Buxtehude zu fördern und Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen ein Engagement suchen, eine sinnvolle Aufgabe zu geben.

Um potentiellen Freiwilligen ein größtmögliches Engagementangebot anzubieten, veröffentlicht und vermittelt die fabux nicht nur ehrenamtliche Beteiligungsformen kirchlicher Organisationen, sondern die aller wohltätigen und gemeinnützigen Organisationen und Vereine der Stadt. Da Kirche Welt- und Gesellschaftsverantwortung besitzt, muss auch die fabux als kirchliche Einrichtung Freiwilligenagentur für die ganze Stadt und nicht nur für kirchliche Einrichtungen und Organisationen in der Stadt sein. Kirche kann nicht für sich bleiben, sondern ist auch immer Kirche für die Stadt bzw. den Ort, in dem sie sich befindet (Jer 29,7).

 

1.3. Die Freiwilligenagentur Buxtehude führt Einzelpersonen über die Beratung an Kirche heran

Die Leitung der Freiwilligenagentur ist personell mit einer Pastorin und einer Kandidatin des Predigtamtes besetzt. Dies hat sich als vorteilhaft erwiesen, weil bei vielen Engagement-beratungen auch die Seelsorge eine wichtige Rolle spielt. Menschen, die sich freiwillig engagieren wollen, fragen bei der fabux, also einer kirchlich-diakonischen Einrichtung, nach einem neuen Lebensinhalt, weil sie sich z.B. auf den Ruhestand vorbereiten oder aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können. Sie erleben Kirche und Diakonie als Lebensbegleiter und -berater, weil sie sich den Mitarbeiterinnen der fabux anvertrauen können, die Beratung und Vermittlung kostenlos erfolgen und alle Gespräche und personenbezogenen Daten der Verschwiegenheit unterliegen.

 

1.4. Die Freiwilligenagentur Buxtehude führt Einzelpersonen über das Ehrenamt an Kirche heran

Die Freiwilligen, die auf der Suche nach einem passenden Ehrenamt sind, kommen zur fabux. Anhand eines Fragebogens wird gemeinsam eine individuelle Engagementmöglichkeit ermittelt. Da es oft ganz praktische Engagementtätigkeiten sind, wie z.B. die Ausgabe von Lebensmitteln bei der Buxtehuder Tafel, die in der Trägerschaft der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri ist, kommen die Freiwilligen oft ganz „unbeabsichtigt“ mit der Kirche in Kontakt. Über ihr freiwilliges Engagement lernen sie die Kirche vor Ort neu und anders kennen.

 

2. Kontakte knüpfen nach innen und außen

Die fabux befindet sich mit ihrem Ziel, das Gemeinwohl in und um Buxtehude zu stärken, auf der Schnittstelle zwischen kirchlich und nicht kirchlich geprägtem Ehrenamt. Sie hat zwar eine gewisse Prägung durch ihre Trägerschaft und die Mitarbeitenden, kann aber im gesamten Bereich der Wohltätigkeitsvereine agieren und spricht nicht nur kirchlich gebundene Freiwillige an. Somit entsteht eine breite Kommunikationsplattform. 

2.1. Die fabux kommuniziert auf folgende Weise mit Freiwilligen:

  • Die Freiwilligen können sich unter www.fabux-dv.de über Engagementmöglichkeiten erkundigen. Es ist dort klar beschrieben, wo das Engagement stattfindet, also auch, ob es sich um ein kirchliches Angebot handelt oder nicht. Derzeit stammen von insgesamt über 50 Engagementangeboten 10 aus dem kirchlichen Bereich. Über ein Kontaktformular können Interessierte ihre Fragen zu den Engagementangeboten stellen.  
  • Viele Kontakte zwischen den Freiwilligen und der fabux sind aufgrund von Zeitungsartikeln entstanden. Die fabux legt daher besonderen Wert auf eine regelmäßige Präsenz in der Lokalpresse. 
  • Außerdem liegen an zentralen Punkten der Stadt (z.B. Stadtverwaltung, Museen, Kirchengemeinden etc.) Flyer der fabux aus, so dass Passanten sie mitnehmen können.  
  • Alle drei Monate erscheint ein Newsletter in PDF-Format, der per Mail oder per Post an alle Freiwilligen verschickt wird. Darin befinden sich Informationen über neue Engagement-Angebote, Termine und Wissenswertes über das Ehrenamt generell. 
  • An besonderen Tagen, wie z. B. dem ersten Geburtstag der fabux, kommen alle Freiwilligen zusammen, um sich auszutauschen und um mit der fabux über ihre Erfahrungen zu sprechen. Geplant ist weiterhin ein regelmäßiger Stammtisch für Freiwillige. 

 2.2. Die fabux kommuniziert auf folgende Weise mit gemeinnützigen  Organisationen, Kirchen, Vereinen etc:

  • Auf Freiwilligenbörsen, über Zeitungsberichte und über die direkte Ansprache wirbt die fabux für die Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen und für ihre Dienst-leistungen im Bereich Freiwilligenmanagement.
  • Per Brief werden die Organisationen zu Workshops eingeladen. Die Workshops wollen neue Wege in der Arbeit mit Freiwilligen aufzeigen. Bei diesen Workshops kommen VertreterInnen der unterschiedlichsten Vereine, Verbände und Kirchengemeinden zusammen und lernen die Freiwilligenarbeit des anderen kennen. Dieser Austausch hat sich als sehr fruchtbar erwiesen.

 2.3.  Die fabux kommuniziert auf folgende Weise sich und ihre Arbeit in die Öffentlichkeit:

  • Regelmäßige Zeitungsberichte
  • Flyer und Website
  • Diverse Präsentationen auf Bürgerfesten und anderen Veranstaltungen
  • Öffentliche Aktionen am „Tag des Ehrenamtes“ am 5. Dezember
  • Informations- und Beratungsstand im zentralen Einkaufsmarkt der Stadt in der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ im Oktober 2009.

3. Netzwerke der fabux:

  • Der Diakonieverband der Ev.-luth. Kirchenkreise Buxtehude und Stade ist zum einen der Träger der fabux. Zum anderen wird auch der Diakonieverband als Organisation, die ehrenamtliche Mitarbeitende einsetzt, in ihrer Freiwilligenarbeit beraten und unterstützt.
  • Zusammen mit dem Diakonieverband sorgt der Ev.-luth. Kirchenkreis Buxtehude dafür, dass für die ersten drei Jahre die Finanzierung der fabux sicher gestellt ist. Eine enge Vernetzung mit dem Kirchenkreis besteht auch darin, dass die Kirchengemeinden des Kirchenkreises als Freiwilligen-Organisationen beraten und unterstützt werden.
  • Schirmherr der fabux ist Bürgermeister, Jürgen Badur. Dadurch ist die fabux mit der Stadt Buxtehude vernetzt und wird im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.
  • Zwischen dem Mehrgenerationenhaus Buxtehude und der fabux besteht ein Kooperations-vertrag, der die Aufgabenbereiche der beiden Einrichtungen abgrenzt und einen regelmäßigen Informationsaustausch vorsieht.
  • Die fabux ist Mitglied in der Lagfa, der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-agenturen in Niedersachsen. Die regelmäßigen Treffen dienen dem Erfahrungsaustausch unter den Freiwilligenagenturen und mit dem zuständigen Landesministerium für Soziales, Frauen, Familien und Gesundheit, das einen Vertreter zu den Treffen entsendet.
  • Die fabux ist bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (Bagfa) als Freiwilligenagentur registriert und erhält regelmäßige Informationen zum Thema bürgerschaftliches Engagement.

Mehr im Netz:http://www.fabux-dv.de

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

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