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Kindertagesbetreuung in kirchlich-kommunaler Kooperation
Situation / Kontext--- ZieleRegional und betriebsnah organisierte Kindertagesbetreuung mit maßgeblichem kirchlichem Einfluss. Reflexion / HintergrundIn fünf Kommunen im Westteil des Landkreises Marburg-Biedenkopf werden zurzeit ca. 1500 Kinder in 24 Einrichtungen mit 62 Gruppen betreut.
Sowohl in diesen Kommunen als auch in Kirchengemeinden der Dekanate Gladenbach und Biedenkopf der EKHN bestand der Wunsch nach stärkerer Zusammenarbeit in der Kindertagesbetreuung. Man sah, dass die steigenden gesellschaftlichen Anforderungen an die vorschulischen Bildungseinrichtungen oft nur schwer von den einzelnen Trägern erfüllt werden können. Der Entwicklungsplan zur Kindertagesbetreuung der Gemeinde Dautphetal sowie das kirchliche Projekt „FamilienLeben“ haben Ansätze geliefert, sich in einer informellen und kirchlich/kommunal gemischten Runde zusammenzusetzen. Eine solche Runde ist bereits eine Besonderheit weit über den regionalen Bereich hinaus.
Einige Grundgedanken, die zu dieser Gesprächsrunde geführt haben:
Die für alle Beteiligten entscheidende Frage lautete:
Wie kann eine Lösung aussehen, bei der die Identität der einzelnen Träger und Einrichtungen gewahrt wird, gleichzeitig Synergieeffekte entstehen und bei der sich kein zusätzlicher bürokratischer Apparat entwickelt? UmsetzungAllgemeine Hinweise zur Umsetzung--- VorbereitungDie Idee eines Projektes „Kindertagesbetreuung in kommunaler/kirchlicher Kooperation (KiTa 3K)“
Das Projekt verfolgt folgende Ziele:
DurchführungAm 01. August 2008 hat die „Agentur KiTa3K“ als gemeinsames Fachbüro der beteiligten kirchlichen und kommunalen Institutionen ihre Arbeit aufgenommen. Die Interessen der beteiligten Organisationen werden durch einen Arbeitsausschuss wahrgenommen, die Tätigkeit der Agentur wird durch eine Lenkungsgruppe begleitet. Personell ist die Agentur von kommunaler Seite mit einem Diplomverwaltungswirt (vorher u.a. zuständig für die Kindertageseinrichtungen seiner Kommune) und zwei 400 € Kräften, sowie von kirchlicher Seite mit einer Diplompädagogin (vorher als Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen der EKHN tätig), besetzt. Eine der beiden 400 € Kräfte ist türkischer Herkunft, womit dem hohen Anteil von Kindern aus Migrantenfamilien und der Integrationsproblematik in der Region Rechnung getragen wird und der diesbezüglichen Arbeit der Agentur sehr stark zu gute kommt. Aus dem Aufgabenkatalog, der der Agentur vorgeben worden ist, haben sich momentan die Fortentwicklung gesetzlich vorgeschriebener Bedarfspläne und die Begleitung von Neubaumaßnahmen für die Betreuung unterdreijähriger Kinder als Schwerpunkte entwickelt. Daneben wird unter anderem an Methoden zur Qualitätsverbesserung und Leistungsbeurteilung gearbeitet, eine Förderfibel der Finanzierungsmöglichkeiten erstellt, an einem Konzept zur Stärkung der Tagespflege gefeilt, das Gespräch mit den Unternehmen zum Thema „betriebsnahe Kindertagesbetreuung“ gesucht, die Umsetzung des Hessischen Bildung- und Erziehungsplanes betrieben, an Personauswahlverfahren mitgewirkt, an der Abstimmung der Angebots- und Gebührenstrukturen gewerkt oder in vielen Einzelfällen Eltern bei der Suche nach einer geeigneten Betreuungsmöglichkeit ihrer Kinder geholfen. Die Webseite www.kita3k.de wird rege nachgefragt und der innovative Ansatz des Projektes haben Interesse bei Zeitungen und Hörfunk gefunden. Für eine Bilanz ist es zu früh, unumstritten klar ist aber, dass die kirchlichen Einrichtungen und Träger, entgegen einzelner Befürchtungen, an Profil und Professionalität gewonnen haben. Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)Positive Rückmeldungen von Tageseinrichtungen und Trägern, nachhaltige Unterstützung des Landes, Zurückhaltung bei den Kommunen. Wirkung / ErfahrungDie MitarbeiterInnen sollten nur für das Projekt arbeiten, da eine Aufteilung der Arbeitszeit auf verschiedene Arbeitsgebiete oder verschieden Arbeitgeber problematisch ist. MaterialienKeine vorliegend Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen
Aufgegriffen und weiterentwickelt--- |
HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |

