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Gemeinden unterwegs
Situation / KontextIn einem Organisationsentwicklungsprozess hat sich ein Kirchenkreis selbstkritisch unter die Lupe genommen. Das Ausstellungsprojekt „Gemeinden unterwegs“ hat diesen Prozess begleitet. Zum einen präsentiert es das neue Profil der Gemeinden und Dienste des Kirchenkreises. Darüber hinaus sorgte es dafür, dass sich die konzeptionellen Überlegungen gleich konkret im Lichte der Öffentlichkeitsarbeit bewähren mussten. Der Name des Ausstellungsprojektes „Gemeinden unterwegs“ verweist auf eine grundlegende Situation kirchlicher Arbeit in der Region und darüber hinaus: Der Kirchenkreis Burgdorf befindet sich wie im Grunde alle Kirchenkreise der Landeskirche Hannovers in einem tief greifenden Wandel. Gesunkene Kirchensteuereinnahmen, zunehmendes Durchschnittsalter der Gemeindemitglieder und eine neue Offenheit der Menschen für Religiosität sind nur einige der dynamischen Koordinaten kirchlichen Handelns. Teilnehmer am Förderpreis der Landeskirche Hannovers. Sie finden eine Liste der eingereichten Beiträge unter diesem Link. ZieleVor diesem Hintergrund haben die 18 Gemeinden des Kirchenkreises und die Dienste wie beispielsweise die Diakonie oder die Kirchenmusik ihre Arbeit in einem Organisationsentwicklungsprozess (OE-Prozess) selbstkritisch unter die Lupe genommen und auf der Basis dieser Erkenntnisse neu ausgerichtet. Das innovative Ausstellungsprojekt „Gemeinden unterwegs“ hat diesen Prozess begleitet. Zum einen präsentiert es das neue Profil der Gemeinden und Dienste des Kirchenkreises. Darüber hinaus sorgte es dafür, dass sich die konzeptionellen Überlegungen gleich konkret im Lichte der Öffentlichkeitsarbeit bewähren mussten. Diese beabsichtigte Wechselwirkung kam also beiden, dem OE-Prozess und dem Ausstellungsprojekt zugute. Reflexion / Hintergrund--- UmsetzungAllgemeine Hinweise zur Umsetzung--- Vorbereitung--- DurchführungAusstellung So entstand auf mehr als 40 Stelltafeln (Rollups – 1m Breite x 2m Höhe), ein umfassendes Porträt des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Burgdorf. Reportagefotos und ansprechende Texte geben Auskunft über das Profil der einzelnen Gemeinden und Dienste, über ihr Selbstverständnis, ihre Schwerpunkt-angebote, Stärken und Besonderheiten, aber auch über die Planungen für die Zukunft. Zudem hat sich jede Gemeinde einen unverwechselbaren Slogan gegeben, mit dem sie in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen kann.
Präsentation Nach einer feierlichen Eröffnung mit über 400 Gästen aus Kirche und Gesellschaft waren die Stellwände in der Zeit vom 12. bis zum 18. November 2007 in der Städtischen Galerie Lehrte auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik der Stadt zu sehen. Haupt- und Ehrenamtliche aus den fünf Regionen des Kirchenkreises gestalteten täglich eine begleitende Andacht vor Ort. Danach gingen die Rollups für ein halbes Jahr auf Reisen durch den ganzen Kirchenkreis und zwar stationsweise. Dabei war an 20 Orten je eine oder zwei der Präsentationen zu sehen. Wöchentlich rotierten die Porträts zur jeweils nächsten Station in den Gemeinden und Einrichtungen an gut sichtbaren Plätzen (Kirchen, Gemeindehäuser...). Die Gemeinden machten so ihre Angebote und Kompetenzen kirchenkreisweit bekannt und gaben anderen Akteuren Anregungen für ihre Arbeit. Die Dienste und Gemeinden luden damit aber auch über ihre Grenzen hinaus zur Teilhabe ein, profilierten sich im Kirchenkreis und schufen Anregungen zur Zusammenarbeit. Im Oktober 2008 wurde mit einer Finissage in Uetze die Ausstellung beendet. Während des Festes in und um die Kirche konnten noch einmal alle Präsentationen angesehen werden.
Akteure Die Hauptakteure des Projektes „Gemeinden unterwegs“ waren die Ehren- und Hauptamtlichen des Kirchenkreises Burgdorf. Sie erarbeiteten die Profile ihrer Gemeinden und Dienste. Die sich so nahe legenden Darstellungen in Bildern und Texten schuf der Freie Fotojournalist und Journalist Stefan Heinze aus Burgdorf. Er hatte auch die Idee zu der Ausstellung und erarbeitete in Kooperation mit dem Kirchenkreis das Konzept. Der Diakon und Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis, Wolfgang Hornig, bearbeitete die Fotos und setzte sie mit den Texten auf den Rollups in Szene. Der Öffentlichkeitsausschuss des Kirchenkreistages unter Vorsitz von Ursula Prüße zeichnete für die Projektkoordination verantwortlich. Die Lenkung oblag der stellvertretenden Superintendentin Susanne Paul (zuvor dem ehemaligen Superintendenten und jetzigen Landessuperintendenten Dr. Detlef Klahr) zusammen mit Pastor Marcus Buchholz, dem Kirchenkreisvorstand und dem Kirchenkreistag. Für die Pressearbeit waren Pastor Marcus Buchholz und Diakon Wolfgang Hornig zuständig. Gedruckt wurden die Rollups von der Firma Contura-Technik in Sarstedt.
Förderer Das Ausstellungsprojekt wurde maßgeblich gefördert von der Hanns-Lilje Stiftung Hannover. Weitere Förderer waren die Sparkasse Hannover, die Druckerei Block in Burgdorf, die Rubens-Apotheke in Burgdorf, die Bruderhilfe Versicherungen Hannover, die Raiffeisen-Warengenossenschaft Osthannover e.G., die Firma Kutzner in Ahlten und der Malermeister Zilch in Sehnde-Ilten. Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)Vorbildcharakter Das Ausstellungsprojekt „Gemeinden unterwegs“ wurde zwar für die Gemeinden und Dienste des Kirchenkreises Burgdorf konzipiert, kann jedoch anderen Kirchenkreisen als Vorbild dienen. Es unterstützt die Profilbildung und hilft, diese Profile mit dem modernen Medium des Rollups auch in nichtkirchliche Kontexte (Stadtfeste...) zu vermitteln. Andere Kirchenkreise könnten das Projekt an ihre spezifische Situation adaptieren und in bestehende Kommunikationskonzepte integrieren. http://www.kirchenkreis-burgdorf.de Wirkung / ErfahrungNachhaltigkeit Die Notwendigkeit zur strukturierten Darstellung der Profile auf den Rollups wirkte sich förderlich auf die inhaltliche Debatte in den Gemeinden und Einrichtungen aus, ebenso auf die Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit. Die Ergebnisse dieser Profilentwicklung werden durch die 3.Phase des OE-Prozesses wieder aufgenommen. Sie beginnt am Reformationstag 2009. Nach der Rotation und der Abschluss-ausstellung in Uetze verblieben die Präsentationen in den jeweiligen Gemeinden und bei den Diensten als öffentlichkeitswirksames, einheitliches und über die kirchlichen Grenzen hinaus einsetzbares Darstellungsmittel. Das erarbeitete Bild- und Textmaterial soll in eine geplante Kirchenkreisbroschüre einfließen. Materialien
Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen
Aufgegriffen und weiterentwickelt--- |
HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |

