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Papierkraniche für Japan
Situation / KontextFukushima steht für den Supergau im Anschluss an Erdbeben und Tsunami im März 2011 in Japan. Betroffen von der Katastrophe suchten wir Wege, gute Gedanken Gestalt werden zu lassen. ZieleDen Fürbitten für die Menschen in Japan nicht nur Raum und Zeit, sondern auch eine Gestalt geben. Reflexion / HintergrundDas Falten von Kranichen hat in Japan eine lange Tradition. Es gibt die Vorstellung, dass für 1000 dieser Origami-Vögel ein Wunsch in Erfüllung geht. Jeder gefaltete Vogel ist mit gedanklicher Energie verbunden - mit Wünschen und Gebeten für die, die unter der Katastrophe leiden. UmsetzungAllgemeine Hinweise zur UmsetzungIn unserer Gemeinde haben wir nach den Gottesdiensten und Andachten gemeinsam gebastelt; in der offenen Kirche lagen in der Zeit zwischen dem Beginn der Aktion und Karftreitag immer genügend Faltblätter und Anleitungen bereit, so dass jede/r jederzeit auch selbständig weitere Vögel falten konnte. Auch auf der Homepage war eine Bastelanleitung verlinkt. VorbereitungNeben einer kopierten Anleitung gab es auch jeden einzelnen Faltschritt vorgebastelt zum Angucken und Nachmachen. Außerdem lagen stets Papier-Quadrate in verschiedenen Größen und Farben zum Falten bereit. DurchführungBegonnen in der Passionsandacht nach dem 11. März 2011, dem Tag des Unglücks, luden wir bei allen Veranstaltungen dazu ein, die Fürbitte für Japan auch durch das Falten von Kranichen auszudrücken. Bis Karfreitag gelang es auf diese Weise, über 2000 Kraniche gemeinsam zu falten. Parallel haben wir außerdem Geld für die Diakonie-Katastrophenhildfe in Japan gesammelt. Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)Nach dem GD am Karfreitag haben wir die Kraniche als Zeichen unserer Gebete und guten Wünsche in den Himmel steigen lassen (verbrannt). Gegen Spenden für die Diakonie-Katastrophen-Hilfe konnten Kraniche auch mit nach Hause genommen werden.Einige Kraniche sind in den Räumen der Gemeinde verblieben und erinnern uns daran, dass es in Japan noch viel Leid und verseuchtes Land nach Fukushima gibt.
Link / Homepage: Wirkung / ErfahrungViele Menschen haben sich beteiligt, gerade auch solche, die wir sonst schlecht erreichen (bspw. Jugendliche, Eltern von Kindern und Konfirmand/innen). Dass in den gut 4 Wochen über 2000 Kraniche zusammenkamen, hat alle begeistert; viele haben sich positiv dazu geäußert, etwas "tun" zu können. Mit den Fürbitten und den Kranichen wurden die Sorgen und guten Wünsche angesichts der Katastrophe in Japan ausgesprochen und greifbar gemacht. Dass Gebet mehr als Reden sein kann, hat viele Menschen berührt. Die verbliebenen Kraniche erinnern immer wieder an Fukushima, sind aber auch Symbol für andere Leidensorte (Tschernobyl, Irak, Syrien...) geworden, da unsere Fürbitten nicht allein auf Japan ausgerichtet waren und sind. Bei einigen Gemeindegliedern ist es seitdem üblich, sich als (Geburtstags)Gruß einen Kranich zu schenken als Zeichen: 'Ich bete für dich'. MaterialienKeine vorliegend Erwähnt in den folgenden Artikeln und PraxisbeispielenAufgegriffen und weiterentwickelt--- |
HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |


