Predigtturm 2010

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 02.06.2010
Letzte größere Änderung: 02.06.2010
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
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Gemeindeaufbau
Gemeinden/Institutionen
St. Andreas in Hildesheim
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: 6 Wochen
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3 Stimmen
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Kirchturm

Kurzbeschreibung

Eine Lichtinstallation an der Kirche lädt alle Menschen im Advent ein. Teilnehmer am Förderpreis.

Situation / Kontext

Der Predigtturm soll in diesem Jahr unter dem Thema „Vom Suchen, Finden und Behalten“ stehen. Beginnend mit dem 1. Advent sollen wöchentlich wechselnde kurze Phrasen und dazugehörige Bilder zum Nachdenken über dieses Thema anregen.

Sie finden eine Liste der eingereichten Beiträge des Förderpreises der Landeskirche Hannover unter diesem Link.

Ziele

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Reflexion / Hintergrund

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Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

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Durchführung

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Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Kirchtum_woraufwartestdu?. Quelle: Kirchengemeinde St. AndreasPredigtturm 2010 – Konzept
Der Kirchturm von St. Andreas, Hildesheim (114 m Höhe) soll durch geeignete Lichtinstallationen als „Predigtsubjekt“ genutzt werden. Auf diese Weise sollen die Menschen, die „in“ der Kirche (als Gottesdienst oder im Kirchenraum selbst) nicht angeredet werden wollen oder können, „durch“ die Kirche als Gebäude selbst angeredet werden. Zugleich soll die Möglichkeit genutzt werden, durch diese informelle Predigtsituation Erfahrungen über die Wirkung von religiösen Idiomen und sakralen Bauwerken zu sammeln und auszuwerten. Diese Idee wurde in der Vergangenheit bereits öffentlichkeitswirksam realisiert.

 

Predigtturm 2010: Vom Advent bis ins neue Jahr – Vom Suchen, Finden und Behalten

Der Predigtturm soll in diesem Jahr unter dem Thema „Vom Suchen, Finden und Behalten“ stehen. Beginnend mit dem 1. Advent sollen wöchentlich wechselnde kurze Phrasen und dazugehörige Bilder zum Nachdenken über dieses Thema anregen.
In der Tradition der Kirche ist die Adventszeit eine Zeit des Innehaltens, der Einkehr und der Vorbereitung auf den kommenden Christus, dessen Geburt an Weihnachten gefeiert wird. Dies steht in einem zunehmenden Widerspruch zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen, die die Adventszeit eher als eine „Vorweihnachtszeit“ wahrnehmen und entsprechend nutzen. Wo Stille und Besinnung ihren Ort haben sollen, dominiert im alljährlichen „Vorweihnachtsstress“ die Suche nach Geschenken. Wo Zeit sein sollte zum Nachdenken, verbringt man diese in Schlangen vor Warenhauskassen oder bei der Jagd nach dem einmaligen besonderen Weihnachtsschnäppchen.
Mit unserem Predigtturm wollen wir versuchen, Menschen während ihrer Shoppingtouren auf den „anderen Inhalt“ und die Bedeutung dieser Zeit des Jahres anzusprechen. Seine Lage direkt an der Fußgängerzone mit ihren Geschäften und in guter Sichtweite zu einer der wichtigsten Haltestellen der Stadtbusse im Innenstadtbereich prädestinieren den Kirchturm geradezu für dieses Anliegen.
Wichtig ist uns dabei, dass es nicht um den Advent an sich und seinen allgemeinen Sinn, sondern vielmehr um den einzelnen Menschen und seine Lebenssituation geht. Entsprechend sind einige der Phrasen, die an den Kirchturm geworfen werden sollen, in einer persönlichen Anrede gehalten. Im Folgenden sind die geplanten Turmbotschaften kurz dargestellt.
Die Aktion soll begleitet werden durch thematische Anknüpfungen in Gottesdiensten und Andachten auf Radio Tonkuhle Hildesheim.


Von den insgesamt 6 Botschaften bestehen 5 aus einer Frage und einem Symbol

1. Advent: Wohin gehst Du? (ggf. Kürzere Fassung: Wohin geht’s?)
Mit dem ersten Advent wollen wir uns dem Thema und den Menschen nähern und letzteren dort begegnen, wo sie sich gerade befinden: auf dem Weg durch die Stadt. Die einfache Frage, die am 1. Advent projiziert wird („Wohin gehst Du?“), bekommt durch den Umstand, dass sie sich an einem Kirchturm befindet, ihren tieferen Inhalt. Der Dialog (Predigtturm – Mensch) wird eröffnet.


2. Advent: Faden Verloren? (ggf. kürzere Fassung: Verlaufen?)
Der von uns intendierte Interpreationshorizont der am 2. Advent aufgeworfenen Formulierung „Faden verloren?“ erstreckt sich auf die Fragen nach dem Lebensweg, nach Sinn und Ziel des eigenen Daseins, nach einem Weg, der womöglich an Kirchturm und Kirche vorbei führt, oder sich in zu vielen Alternativen verfahren hat.


3. Advent: Woran glaubst Du? (ggf. Kurzfassung: Dein Ziel?)
Mit dem 3. und 4. Advent werden die Fragen „intimer“ und – durchaus beabsichtigt – provozierender. Die Symbole des 3. Advents deuten die Alternative Geld und Liebe an, eine Alternative, über die es sich beim Kauf des ganz besonderen, d.h. ganz besonders teuren Geschenks genauso wie in Bezug auf den christlichen Glauben und die Liebe Gottes nachdenken lässt.


4. Advent: Was bleibt?
Der vierte Advent schließlich greift den Blick der Vergänglichkeit des irdischen Daseins und irdischen Dinge auf und soll in der Reflexion darüber den Blick weiten für die Botschaft eines Lebens in und durch Christus.


Heiligabend: Kommt her zu mir! (ggf. Kurzfassung: Kommt zu mir!)
Mit dieser Aufforderung, die vom Heiligen Abend bis Silvester an den Kirchturm gebracht werden soll, sollen die vier Fragen des Advents ihre Antwort finden und damit die Entwicklung der Impulse des Predigtturmes ihren Höhepunkt. Wir greifen damit das Motiv der Hirten auf, die entsprechend der lukanischen Weihnachtsgeschichte zur Krippe eilen, um den neugeborenen Christus zu sehen und haben dabei die vielen Menschen im Blick, die zu den Christvespern und in die folgenden Weihnachtsgottesdienste kommen. Darüber hinaus soll dieser Satz als Aufforderung und Gelegenheit wirken, dem Glauben an den ewigen, dreieinen Gott mehr Raum im Leben zu geben.


Neujahr: Vergiss mich nicht! (alternativ: Denk an mich!)
Seinen Abschluss soll das Predigtturm-Projekt 2010 mit der letzten Phrase „Denk an mich!“ finden, die von Neujahr bis Epiphanias zu sehen sein soll. Die „eigentlichen“ Weihnachtsfeiertage liegen nun hinter, ein neues Jahr vor uns. Viele der Menschen, die die Christvespern besucht haben, wird man erst in einem Jahr wieder im Gottesdienst sehen. Dieser Satz soll ihnen Erinnerung und Zuspruch gleichermaßen sein: Er soll sie an Weihnachten und die Geburt des Christus erinnern, die sie gefeiert haben. Und er soll ihnen Zuspruch sein, ein Zuspruch der Nähe und Gegenwart Gottes im nun beginnenden neuen Jahr.

Wirkung / Erfahrung

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Aufgegriffen und weiterentwickelt

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