Interkulturelle Woche 2014

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 14.03.2012
Letzte größere Änderung: 06.02.2015
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Interreligiöse Begegnungen, Integration und Inklusion, Diakonie und Gesellschaft, Gottesdienstbausteine, Auslandsgemeinden, Ökumene und Internationales, Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Kampagnen
Gemeinden/Institutionen
Ökumenischer Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche (ÖVA) in Frankfurt
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Jeweils ein Jahr
Durchführung: Jährlich eine Woche
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Kommentare zum Dokument
Interkulturelle Woche 2014S Plakatmotiv Offene Gesellschaft

Kurzbeschreibung

Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern - so lautete das Motto der Interkulturellen Woche (IKW) 2014.
Es war zugleich der Titel der bundesweiten Vorbereitungstagung zur IKW 2014, die am 14. und 15. Februar 2014 in Erfurt stattgefunden hat.

Die meisten Interkulturellen Wochen finden in der 2. Septemberhälfte statt. Der für 2014 empfohlende Termin lautete: Sonntag, den 21. September bis Samstag, den 27. September. Der Tag des Flüchtlings war am Freitag, den 26. September.
Das jährliche Gemeinsame Wort zur IKW ist am 5.5.2014 erschienen.

Situation / Kontext

Das Motto geht davon aus, dass in der Migrationsgesellschaft Gemeinsamkeiten nicht vorausgesetzt werden können, sie müssen vielmehr gesucht und können auch gefunden werden. Menschen mit unterschiedlicher Biographie, Herkunft, kultureller und religiöser Prägung, mit unterschiedlicher Vorstellung von einem guten und gelungenen Leben müssen sich auseinander setzen und dazu notwendigerweise sich vor allem erst einmal zusammensetzen. Nicht zuletzt dazu dient die IKW.
»Gemeinsamkeiten finden« bedeutet nicht, dass am Ende alle gleich und verwechselbar sind. Unterschiede bleiben. Sie bereichern, sie regen an, können überraschen. All das kann und darf durchaus Spaß machen. Darum: »Unterschiede feiern«. Auch, aber nicht nur in der Interkulturellen Woche!
»Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern.« funktioniert aber nur, wenn alle gleichberechtigt mitfinden und mitfeiern dürfen. Für das Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft muss gewährleistet sein, dass Unterschiede nicht zu Ungleichbehandlung führen, dass niemand diskriminiert, ausgegrenzt oder ausgeschlossen wird. Ungleichbehandlung, Diskriminierung und Rassismus sind bis heute die größten Integrationshemmnisse.

Offen sein für Andere, dies ist eine Bereicherung des eigenen Lebens. Deutschland präsentiert sich immer wieder als weltoffenes, in die Zukunft gewandtes Land. Rassistische und ausgrenzende Haltungen sind aber in Deutschland weit verbreitet. Dies belegen seit Jahren verschiedene Studien. Wir setzen die bunte Vielfalt der interkulturellen Gesellschaft in Deutschland mit all ihren Anforderungen den Bestrebungen nach einer vermeintlich homogenen nationalen Einfalt entgegen.

Die Kirchen geben im Mai das Das Gemeinsame Wort heraus, welches u.a. im Materialhelft zur IKW abgedruckt wird.

Ziele

Bis heute ist das Eintreten für bessere politische und rechtliche Rahmenbedingungen des Zusammenlebens von Deutschen und Zugewanderten ein Ziel der "Woche". Desweiteren sollen die verschiedenen Veranstaltungsformen den Austausch im persönlichen Bereich ermöglichen und zum Abbau von Vorurteilen beitragen.

Reflexion / Hintergrund

Die jährliche, bundesweite Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet Ende September statt und wird von den Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. An ihr beteiligen sich zahlreiche Gemeinden, Vereine, Vertreter von Kommunen und Einzelpersonen in mehr als 500 Städten und Landkreisen mit rund 4.500 Veranstaltungen. Der Tag des Flüchtlings ist Bestandteil der IKW.

www.interkulturellewoche.de

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Die Bildung von Arbeitskreisen bzw. Netzwerken zur Vor- und Nachbereitung der lokalen IKW hat sich vielerorts als erfolgreich erwiesen. Eine gute Zusammenarbeit mit der Presse im Vorfeld ermöglicht, die Öffentlichkeit über die Aktivitäten zur IKW  zu informieren.

Logo. Quelle: Bianca Brohmer

Vorbereitung

Der Ökumenische Vorbereitungsausschuss (ÖVA) bietet zur Vorbereitung der Interkulturellen Woche (IKW) und für die Öffentlichkeitsarbeit einen Materialumschlag, Plakate, Postkarten, E-Cards, das Logo und das Motto sowie einen dynamischen Webbanner an. Diese Materialien können Sie beim ÖVA bestellen bzw. auf der Homepage herunterladen (s. Menüpunkt Service).

Der ÖVA stellt eine bundesweite Online-Veranstaltungsdatenbank zur Verfügung, in der jeweils ab August die lokalen Programme zur IKW sowie eine Auswahl an regionalen Eröffnungen veröffentlicht werden.

Durchführung

Die Veranstaltungsformen sind sehr vielfältig. Sie reichen von Gottesdiensten und Andachten, Projekten mit Konfirmanden, Ausstellungen, Lesungen, Musik-, Film-, Theater- und Tanzveranstaltungen, Diskussionen, Workshops, Seminare, Festen sowie Tagen der Offenen Tür bei Religionsgemeinschaften, Institutionen, Unterkünften und Schulen bis hin zu Spendenmarathons und Sportveranstaltungen.
Die Einbindung und damit Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure vor Ort ist eine wichtige Voraussetzung für eine gelingende Interkulturelle Woche.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

- Das Das Gemeinsame Wort der Kirchen (ab Mai 2014)
- Online-Veranstaltungsdatenbank zur IKW; siehe www.interkulturellewoche.de (ab Sommer)
- Sie können Sie alle Materialien bei uns online Bestellen.
- Auf der Homepage gibt es in der Rubrik Service viele Materialien für Ihre Öffentlichkeitsarbeit, z.B. das Logo zum Download.
- Zu Gottesdienst-Bausteine (Predigten, Gottesdienstabläufe...)
- Zum Überblick oder zur Geschichte der Interkulturellen Woche
- Informationen zum ÖVA der Interkulturellen Woche
- Hier finden Sie Anregungen für die IKW, z.B. Filme, Aktionen, Theaterstücke ...: Good-Practice-Beispielen

Wirkung / Erfahrung

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Aufgegriffen und weiterentwickelt

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