"Leerlauf" auf der Tempelhofer Freiheit

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 29.03.2012
Letzte größere Änderung: 29.03.2012
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Pilgern, Gottesdienst unter freiem Himmel, Andachten
Gemeinden/Institutionen
Ev. Kirchengemeinde Genezareth in Berlin
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: ca. 1 Stunde
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Leerlauf auf der Tempelhofer Freiheit

Kurzbeschreibung

Im „Leerlauf“, im vorübergehenden Ausstieg aus der Produktivität, erleben Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit die Weite des ehemaligen Flughafengeländes "Tempelhofer Freiheit" unter einem Himmel, der so weit gespannt ist wie sonst nirgends in der Stadt und die Sinne öffnet für das Erleben des Unverfügbaren.

Situation / Kontext

Der Flughafen Berlin-Tempelhof ist geschlossen worden. So ist nun mitten in dicht bebautem Gebiet eine riesige, wundervolle Grünfläche frei geworden, die vielfältig genutzt wird.

Auf Einladung der Entwicklungsgesellschft für die Nachnutzung des innerstädtischen Flughafens Tempelhof und des Mobilen Beratungsteams Ostkreuz der Stiftung SPI (Moderation) hat sich die Genezareth-Gemeinde, unterstützt durch den Kirchenkreis Neukölln an der Initiative Religion auf dem Tempelhofer Feld beteiligt. Daraus ist inzwischen der Verein i.G. "Treffpunkt Religion und Gesellschaft" hervorgegangen, in dem sich zunächst Christen, Muslime und Juden zusammengeschlossen haben, um gemeinsam den interreligiösen Dialog und das Gespräch mit Nichtreligiösen zu fördern, über Religion zu informieren, zum Diskurs über gesellschaftspolitische Themen aus religiöser Perspektive beizutragen und Raum für religiöse Erfahrung zu bieten.

Die "Leerläufe" haben diesen Prozess von Anfang an begleitet.

Ziele

Den Luxus absichtsloser Offenheit für das, was Menschen nicht machen, worüber sie nicht verfügen können, gilt es zu bewahren. Die Weite des Feldes unter einem großen Himmel macht diesen Luxus erlebbar. Das Leben auf dem Feld und die weitere Entwicklung an diesem Ort und in der Stadt wird ins Gebet genommen.

Reflexion / Hintergrund

Im gemeinsamen Schweigen können andere Kräfte wirksam werden als im Miteinander Reden. Es verändert die Wahrnehmung: man wird aufmerksamer - für die Natur, für den Menschen an seiner Seite, für sich selbst. Das tut auch der zwischenmenschlichen Begegnung gut.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Wir treffen uns immer am ersten Montag im Monat etwa zur vollen Stunde vor Sonnenuntergang an einem der Haupteingänge des Geländes.  

Wir treffen uns am Eingang Columbiadamm und gehen ein Stück querfeldein zum ersten großen Baum. Nach einem kurzen Textimpuls laufen wir schweigend, in "akustischer Leere", und überlassen uns dem, was sich ereignet. Das tut der Aufmerksamkeit gut - für die Natur, für den Menschen an seiner Seite, für sich selbst, und kommt so auch der Zwischenmenschlichkeit zugute. Nach ca. 30 Minuten beschließt ein Gebet und/oder Segenswunsch den gemeinsamen "Leerlauf".

8.4.2013 20 Uhr (1.4. ist Ostermontag)
6.5.2013 20 Uhr
3.6.2013 21 Uhr
1.7.2013 21 Uhr
5.8.2013 21 Uhr
2.9.2013 20 Uhr
7.10.2013 18 Uhr
4.11.2013 16 Uhr
2.12.2013 16 Uhr

Treffpunkt

Eingang Columbiadamm, ca. 100 rechts neben der Moschee, Busstation: Friedhöfe Columbiadamm

 

Vorbereitung

Ein/e Teilnehmer/in bereitet den kurzen Textimpuls vor. Die Termine werden veröffentlicht:

http://www.religion-auf-dem-tempelhofer-feld.de

Durchführung

Da immer wieder Menschen teilnehmen, die sich nicht kennen, machen wir uns auf dem Weg vom Eingang zum Start des eigentlichen "Leerlaufs" miteinander bekannt. In der Regel geht jede/r für sich. In der Gruppe zu bleiben und zu schweigen dürfte für viele ungewohnt sein, ist aber einen Versuch wert.

Links

http://www.religion-auf-dem-tempelhofer-feld.de

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

Erfahrungsgemäß nehmen wenige Menschen an den "Leerläufen" teil. Das durchweg zustimmende Interesse daran ist größer, so dass die "Leerläufe" auch stellvertretend durchgeführt werden für die Vielen, die eine Sehnsucht nach dem haben, wofür sie stehen: heilsame Weite erleben und sich berühren lassen.

Die Teilnehmer/innen sind meistens christlich geprägt oder auf der Suche, auch buddhistisch Interessierte.  

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