Studienreise nach England

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ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 01.06.2012
Letzte größere Änderung: 01.06.2012
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Deutsch (Original, angezeigt)
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Gemeinden/Institutionen
Kirchenkreis Spandau
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Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Keine Angaben
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Studienreise nach England

Kurzbeschreibung

Der Kirchenkreis Spandau organisierte im Rahmen des LEONARDO-Programms eine Studienreise nach England, um sich über Familienzentren zu informieren.

Situation / Kontext

Aufgrund der zunehmend problembelasteten Sozialstruktur im Berliner Bezirk Spandau wurden im Ev. Kirchenkreis Spandau gemeinsam mit anderen bereits seit längerem Überlegungen angstellt bzgl. der Möglichkeiten, Familien besser in die frühkindliche Bildung und Betreuung der Kinder einzubeziehen.

Ziele

Das Projekt zielt darauf ab, das Modell der "Early Excellence Centres" in England kennenzulernen, um daraus Ideen für eigene Einrichtungen zu übernehmen und so im Endeffekt die Entwicklungschancen der Kinder und deren Familien zu verbessern, indem diese eine bessere Unterstützung bekommen.

Reflexion / Hintergrund

Die Idee zu der Reise  kam auf bei einer Fachtagung der Servicestelle Europa (I.S.A.) im November 2008 zu dem Thema "wohnortnah statt bildungsfern - 'Early Excellence' als innovativer Ansatz für mehr Bildungsgerechtigkeit in Berliner Kinder- und Familienzentren", bei der der Kontakt zu dem Referenten für die englischen "integrated childrens' centres", Mark Lambert, zustande kam.

Die Einrichtung von Mark Lambert befindet sich im Großraum Birmingham; die sozialen Herausforderungen in der ehemaligen Industriestadt Wolverhampton ähneln denen in Berlin-Spandau, weshalb sich ein Austausch anbot.

Familienzentren in England werden schon seit 1997 systematisch gefördert, so dass diese sich bereits in den letzten Jahren gut ausbreiten und etablieren konnten. Die englischen "Early Excellence Centres" gelten als Vorbild für die Entwicklung von Familienzentren.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Die Reise nach Birmingham war für September 2009 geplant; der Antrag für die Projektfinanzierung musste bis Anfang Februar desselben Jahres eingereicht sein. Im Mai wurde das Projekt genehmigt: Der Förderbetrag für die einwöchige Reise lag bei 25.000 Euro. 20 Teilnehmer konnten an der Reise teilnehmen; den Organisatoren war eine interdisziplinäre Zusammensetzung wichtig. Aufgrund großen Interesses machte sich schließlich eine Gruppe von 25 Personen auf den Weg, so dass fünf die Reisekosten selbst übernahmen.

Vorbereitung

Um die Reise inhaltlich vorzubereiten, gab es im Vorfeld der Reise mehrere Treffen und Exkursionen zu Einrichtungen, die sich an dem Modell der "Early Excellence Centres" in England orientiert haben, um bereits einen Einblick zu erhalten.

Zudem wurde für die Teilnehmer der Reise ein Sprachkurs angeboten.

Durchführung

Die Studienreise bestand aus diversen Aktivitäten, unter anderem:

  • Einführung in die bildungspolitischen und sozialen Reformen zugunsten von Kindern und Familien durch die Labour Party seit 1997
  • täglich ein Besuch eines "Children Centre" (z.T. mit einem Familienzentrum in der gleichen Einrichtung), überwiegend staatliche Einrichtungen, aber auch einem freien christlichen Träger (YMCA)
  • Besuch an der Newman-Universität Birmingham

Begleitprogramm:

  • Besuch eines englischen Landsitzes
  • hinduistisches Fest mit Tanz in einem Tempel
  • Führung durch eine zerstörte und wiederaufgebaute Kathedrale
  • Stadtführung in Oxford

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Aus der Studienreise konnten die Teilnehmer eine neue Motivation für ihre Arbeit mitnehmen und die gewonnene Erkenntnisse verhalfen zu einer klareren Zieldefinierung im Rahmen der Arbeit.

In mehreren Gemeinden wird die Öffnung bzw. Umgestaltung der Kindertagesstätten zu Familienzentren geplant.

Angestrebt wird eine Vernetzung mit generationenübergreifenden Arbeitsfeldern der Gemeinden sowie die Verknüpfung mit anderen sozialen Angeboten in der Region.

Ein Gegenbesuch der Kollegen aus England ist beabsichtigt.

Wirkung / Erfahrung

Die Besuche in den Einrichtungen gaben Gelegenheiten, die eigene Arbeit sowie deren Rahmenbedingungen aus anderer Perspektive wertzuschätzen. Gleichzeitig wurde den Teilnehmern bewusst, dass es unterschiedliche Bildungsverständnisse gibt. Bei den Besuchen zeigt sich, wie wichtig gut ausgebildete Fachkräfte für die pädagogische Arbeit sind.

Durch die Begegnungen wurde das Interesse an Konzepten vorteilsbewusster, respektvoller Erziehung im Zusammenleben vieler Kulturen geweckt, was in Fortbildungen und der Praxis in den eigenen Einrichtungen aufgegriffen wird.

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