Europe faces domestic violence

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 01.06.2012
Letzte größere Änderung: 01.06.2012
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Gemeinwesen, Frauen
Gemeinden/Institutionen
Institut für Kirche und Gesellschaft in Schwerte
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Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Keine Angaben
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Europe faces domestic violence

Kurzbeschreibung

Eine GRUNDTVIG-Lernpartnerschaft setzte sich bei internationalen Treffen mit dem Thema häusliche Gewalt auseinander.

Situation / Kontext

Akteure aus verschiedenen europäischen Ländern trafen sich regelmäßig bei einem der Projektpartner, um vor Ort über die Prävention und die Arbeit mit Tätern und Opfern häuslicher Gewalt zu diskutieren.

Ziele

Ziel dieser Lernpartnerschaft war ein internationaler Erfahrungsaustausch; dabei wurden auch unterschiedliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern deutlich: Z.B. stellt das deutsche Opferschutzgesetz im Vergleich eine sehr gute Errungenschaft zum Schutz von Opfern häuslicher Gewalt dar.

Reflexion / Hintergrund

Die Idee für einen europäischen Austausch von Experten im Themenfeld häusliche Gewalt kam bei einer städtepartnerschaftlichen Tagung und Fachkonferenz für Frauen verschiedener europäischer Länder auf, die im Mai 2009 in Kooperation mit dem Institut für Kirche und Gesellschaft zum Thema "Frauen verändern EUROPA verändert Frauen" stattfand.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

An der GRUNDTVIG-Lernpartnerschaft sind folgende Städte beteiligt:

  • Iserlohn
  • Lüdenscheid

Als Lernpartner:

  • Brno (Tschechien)
  • Leuven (Belgien)
  • Chrózow (Polen)
  • Satu Mare (Rumänien)
  • Carnikava (Lettland)
  • Amelo (Niederlande)

Mit Teilnehmerstatus:

  • Biel (Schweiz)

Die Trägerorganisation ist das Institut für Kirche und Gesellschaft der Ev. Kirche von Westfalen.

Vorbereitung

Die GRUNDTVIG-Lernpartnerschaft "Europe Faces Domestic Violence - Exchange and transfer of local competencies" wurde mit Unterstützung des Europabüros der Stadt Iserlohn entwickelt. Nach einem ersten Treffen mit interessierten Partnern anderer europäischer Länder wurde über das Institut für Kirche und Gesellschaft im Januar 2010 der Antrag für die Lernpartnerschaft gestellt.

Durchführung

Es werden Partnerschaftstreffen veranstaltet; diese werden von den Partnern vor Ort organisiert. Die Treffen stehen unter einem thematischen Schwerpunkt, z.B.:

  • in Polen: Handlungsansätze auf kommunaler Ebene
  • in Deutschland: Geschlechterrollen und häusliche Gewalt
  • in Lettland: Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • in Belgien: juristische Rahmenbedingungen im internationalen Vergleich
  • in Tschechien: die Arbeit der Polizei

Bei den Partnerschaftstreffen wird die Möglichkeit geboten, dass sich Akteure und Multiplikatoren aus sozialen Arbeitsfeldern, Polizei und Justiz sowie städtischen Vertretern über ihre Erfahrungen aus der Präventation sowie der Arbeit mit Tätern und Opfern sexueller Gewalt austauschen. Dabei werden Ideen für die Arbeit vor Ort entwickelt.

Gemeinsam werden in den Gastländern soziale Einrichtungen besucht und dort ein Gespräch mit den Verantwortlichen geführt. Ein paar Beispiele für solche Veranstaltungen:

  • Besuch bei Krisenzentren
  • Besuch bei Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern
  • Begegnungen mit lokalen Bündnissen gegen Gewalt
  • Trainingsprogramme für die Polizei
  • Trainingsprogramme für Täter

Neben dem fachlichen Austausch gehören zu den Partnerschaftstreffen auch kulturelle, kulinarische und touristische Aktivitäten.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Das Projekt ist eingebettet in eine langjährige und erfolgreiche Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten der Städte Iserlohn und Lüdenscheid.

Wirkung / Erfahrung

Aus der Lernpartnerschaft ist ein Antrag an die Europäische Frauenlobby für eine Initiative zur Verabschiedung eines einheiltichen Opferschutzgesetzes hervorgegangen.

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