Sarah-Hagar-Initiative
Situation / contextJede der Religionen kennt in ihrer Tradition überlieferte Visionen und Forderungen nach Gerechtigkeit und Frieden. Diese greifen die Frauen der Sarah-Hagar-Initiative auf und nutzen sie für ein friedliches Miteinander. Die Initiative verknüpft Religion, Politik und Gender miteinander. GoalsDie Sarah-Hagar-Initiative will Teilhabe, Einfluss und Gestaltungsmöglichkeiten von Frauen in ihren jeweiligen religiösen, kulturellen und politischen Lebensbezügen erweitern und ein Netzwerk für gegenseitige Unterstützung aufbauen. Reflection / backgroundSarah und Hagar – auf diese beiden Frauen beruft sich das Projekt. Sarah und Hagar – sie spielen beide eine wichtige Rolle in den drei Religionen, die heute hier überwiegend vertreten sind. Für Judentum, Christentum und Islam sind nämlich Sarah und Hagar die Stammmütter. So verschieden wir auch sind – wir haben etwas gemeinsam, diese beiden Frauen, die am Beginn unserer gemeinsamen Geschichte stehen. ImplementationGeneral information on realizationIn der Sarah-Hagar-Initiative arbeiten ehrenamtlich und hauptamtlich arbeitende Frauen zusammen. Die Koordinierung liegt beim Frauenreferat der EKvW. Nach Möglichkeit wählen wir religiös neutrale Orte für unsere Veranstaltungen. PreparationDer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Vorbereitung und Durchführung von trialogischen Diskussionsveranstaltungen und Begegnungstagen. Dabei stehen Themen mit lebensweltlichem Bezug im Vordergrund, z.B. Häusliche Gewalt, Bildung - Religionen - Lebensentwurf, Mütter - Töchter - Religionen. Wir bearbeiten den Alltagsaspekt wie auch den religiösen Hintergrund. RealizationZweimal haben wir bereits einen "Sarah-Hagar-Tag" im Ruhrgebiet veranstaltet, ein Angebot für Frauen aller Altersstufen, mit und ohne Religion. Der persönliche Kontakt der Frauen untereinander steht im Vordergrund und wird angeregt durch ein Alltagsthema (z.B. die Beziehung zwischen Müttern und Töchtern) und verschiedene erfahrungs- und biografieorientierte Workshops. Diskussionsveranstaltungen finden als trialogische Podiumsdiskussionen mit Publikumsbeteiligung statt. Wrap up & follow-up actionsIm Anschluss an eine Trialogdiskussion zum Thema "Trautes Heim - Glück allein. Häusliche Gewalt in Judentum, Christentum und Islam" haben wir eine DVD zum Thema erstellt, in der Eindrücke aus der Ausstellung "Rosenstr. 76" und Auszüge aus der Podiumsdiskussion zu sehen sind. Der Film dauert ca. 25 Minuten und ist in der Jugend- und Erwachsenenarbeit einzusetzen (Bezug über das Frauenreferat der EKvW). Den ersten Sarah-Hagar-Tag haben wir ausführlich dokumentiert. Die Dokumentation ist auf der Homepage des Frauenreferates der EKvW eingestellt. Die Lila Blätter. Magazin des Frauenreferates der EKvW 38/2009 enthalten verschiedene Artikel über Frauen in interreligiösen und interkulturellen Beziehungen. Die Zeitschrift Schlangenbrut hat im Heft 105/2009 Auszüge aus der interreligiösen Feier des zweiten Sarah-Hagar-Tages veröffentlicht. Effect / experienceZwischen 50 und 150 Veranstaltungsbesucher und -besucherinnen unterschiedlichen Alters, im christlichen Spektrum aus Kerngemeinde und Distanzierten. Die Teilnehmenden verlangen nach mehr Angeboten, die ausdrücken, dass unterschiedlicher Glaube und kulturelle Herkunft die Begegnung fördern und nicht hindern. Den Mitarbeitenden sind durch finanzielle und personelle Einschränkungen leider Grenzen gesetzt. Materials
Mentioned in the following articles and experience reports
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