DER SCHÖNE ORT. Begegnen und Bilden in Thüringer Regionen

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 26.06.2012
Letzte größere Änderung: 26.06.2012
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Kirchenraum und Kirchenpädagogik, Erwachsene
Gemeinden/Institutionen
Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen Region Mitte in Jena
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: zwischen Dezember und Mai mehrere ca. zweistündige Treffen
Durchführung: an den Veranstaltungsonnabenden jeweils mehrere Stunden
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auf dem Historischen Johannisfriedhof in Jena

Kurzbeschreibung

DER SCHÖNE ORT

findet jährlich an ca. zwölf Sonnabenden in der Zeit von Mai bis September in Thüringer Regionen statt.

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation zwischen der Evangelischen Erwachsenenbildung Thüringen (EEBT) und einzelnen Kirchgemeinden.

Jede Veranstaltung beginnt mit einem einstündigen Vortragsteil zu einem dem Ort entsprechenden Thema (das kann ein Schnitzaltar, eine bauliche Schönheit, eine Orgel, eine Wandmalerei, aber auch ein Brunnen, ein alter Baum usw. sein). Daran schließt sich der Begegnungsteil bei Kaffee und Kuchen (in den Gemeinden selbst gebacken!) an. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 15 Uhr und enden um 17 Uhr.

Die Vorbereitung für das kommende Jahr beginnt schon im Dezember durch eine Gruppe von etwa sechs Ehrenamtlichen und einer Hauptamtlichen.

Programmvorschläge kommen aus der Gruppe oder von Pfarrer/innen bzw. Gemeindemitgliedern aus inzwischen vielen schönen Orten Thüringens.

Situation / Kontext

Die Veranstaltungen bieten vielen Menschen Gelegenheit, Kirchen - meist kleine Dorfkirchen im ländlichen Raum  - mit ihren besonderen Schönheiten kennenzulernen und sich zu begegnen. Oft ist das ganze Dorf an der Vorbereitung beteiligt: über die Kirchgemeinde hinaus engagieren sich Heimtavereine und einzelne Personen, die sonst mit der Kirche nichts zu tun haben. Viele Besucher und Besucherinnen aus weiter entfernten Orten sind inzwischen "Stammgäste" und ziehen dem SCHÖNEN ORT hinterher,

Ziele

  • Kennenlernen von Kostbarkeiten unserer Kirchen und ihrem Umfeld
  • Vermittlung von kunsthistorischem, historischem, kirchen- und regionalgeschichtlichem Wissen
  • Vorträge über Persönlichkeiten vergangener Zeiten, die hier rgewirkt haben
  • wichtiger Bestandteil der Veranstaltungen ist Begegnung: Kontakte knüpfen, ins Gespräch kommen mit Bekannten und Unbekannten 

Reflexion / Hintergrund

Im Jahre 1999 war Weimar Kulturhauptstadt Europas. Die EEBT trug zu den vielfältigen Veranstaltungen mit der Reihe Der SCHÖNE ORT als einem kirchlichen Angebot bei: Es wurde eingeladen an Orte in der Region Weimar – Jena, an denen der Geist von Weimar lebendige Spuren hinterlassen hat. Von Beginn an war die Resonanz so groß, dass nun an mehreren Samstagnachmittagen in den warmen Monaten eines jeden Jahres wieder dazu eingeladen wird. Der Rahmen ist erweitert worden, und immer mehr Orte mit ihren eigenen Schönheiten auch in anderen Regionen Thüringens werden dabei entdeckt. Orte, deren Namen verknüpft sind mit den Namen bedeutender Persönlichkeiten aus Geschichte, Kunst und Kultur vergangener Jahrhunderte. Wir freuen uns sehr, dass viele Kirchgemeinden unsere Partner dabei sind.

Eine besondere Rolle in der Veranstaltungsreihe kommt von Anfang an dem historischen Johannisfriedhof in Jena zu, eine Oase in der Stadt mit den Gräbern vieler Persönlichkeiten, die für die Region bedeutungsvoll sind.

Im Jahr 2012 sind zum 14. Mal in Folge SCHÖNE ORTE in Thüringen zu besuchen.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

DER SCHÖNE ORT ist immer eine Kooperation der EEBT mit den Kirchgemeinden, die von sich aus Interesse an de Durchführung einer Veranstaltung in der Reihe haben, sowie mit Gemeinden bzw. Gruppen, die von der Vorbereitungsgruppe angesprochen werden.

Vorbereitung

Von Dezember bis April wird die Gesamtreihe von der EEBT-Arbeitsgruppe in mehreren Sitzungen zusammengestellt. Für die Termin- und Ortsabsprachen sind Geduld und Flexibilität erforderlich. Die einzelnen Veranstaltungen werden dann vor Ort in der jeweiligen Kirchgmeinde vorbereitet  - Vortrag und Begegnungsteil. Die Gemeinden erhalten nach telefonischer Verständigung von der EEBT einen Brief mit den nötigen Informationen zu Ort, Zeit und Ablauf.

Bis Mitte März übermitteln die Pfarre/innen bzw. andere Verantwortliche oder die Vortragenden selbst einen Kurztext mit passender Überschrift für das Faltblatt.

Jemand aus der Vorbereitungsgruppe übergibt die Texte dem Grafiker, mit dem schon im Jahre 2001 ein wieder erkennbares Layout ausgewählt wurde. Der Grafiker übergibt den Entwurf nach nochmaligem Gegenlesen der Behindertenwerkstatt in Jena zum Druck.

Anfang Mai sind die Plakate und Faltblätter, auf die schon viele über die Region hinaus warten, fertig und werden von der EEBT mit einem weiteren Veranstalterbrief an die Verantwortlichen in den Gemeinden (oft Pfarrer/innen oder Gemeindekirchenräte) geschickt.

Es werden Veranstaltungshinweise an die jeweiligen lokalen Medien gegeben und die Presse wird zur Veranstaltung eingeladen.

Durchführung

Um 15 Uhr wird die Veranstaltung durch ein Mitglied der Vorbereitungsgruppe und den/die Pfarrer/in bzw. ein anderes Gemeindemitglied eröffnet und in den Zusammenhang der Reihe gestellt.

Es folgt der Vortrag (höchstens eine Stunde).

Danach findet Begegnung bei Kaffee und Kuchen statt.

Oft ist der ganze Ort (besonders, wenn er nur eine geringe Einwohnerzahl hat) eingebunden, weil die Frauen es sich nicht nehmen lassen, ihre Back-Künste zu beweisen. Die Gäste loben diese auch entsprechend.

Die Kollekte bleibt in der jeweiligen Gemeinde. Nur die (jeweils zwei bis drei) Veranstaltungen auf dem Historischen Johannisfriedhof in Jena (mit Grabstellen berühmter Menschen und herrlicher Natur) werden von der EEBT-Vorbereitungsgruppe ausgerichtet und die Spenden dann für die Deckung der entstehenden Kosten (z. B. Faltblatt) verwendet

Oft sind Pressevertreter anwesend und berichten am folgenden Montag – mit Bild - in der Zeitung.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Dankesbriefe an dieVerantwortlichen in den Partner- Kirchgemeinden; Auswertung in der Vorbereitungsgruppe und Ideensammlung für das kommende Jahr.

Wirkung / Erfahrung

Meistens bis zu 100 Teilnehmende (davon ist etwa die Hälfte eine sich inzwischen herausgebildete Anhängeschaft aus Jena). Es werden auch Menschen erreicht, die nicht Gottesdienstbesucher sind, aber kultur- und heimatgeschichtlich interessiert sind. Alterspektrum der Teilnehmenden: vorwiegend Ältere und Menschen im mittleren Lebensalter.

Auswirkung auf die Gemeinde:

Wertschätzung der geleisteten Arbeit durch die Gäste. Es gelingt sehr gut, die Besonderheiten der eigenen Kirche bekannt zu machen und den Gästen nahe zu bringen.

Aufgegriffen und weiterentwickelt

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    • © by Bastian Gierth, www.gierth-design.de
      Oberartikel zum Thema Innenraum der Kirche, Sakralgegenstände und Kirchenführung.
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