Großelterndienst

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a geistreich member
Created at: 2012-07-25
Last major update at: 2012-07-25
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Kinder und Grundschule, Ehrenamtliche, Kinder und Grundschule, Ehrenamtliche
Institutions
Diakonisches Werk des Ev.-luth. Stadtkirchenverbandes Hannover in Hannover
Keywords
Target audiences
Practitioners
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Großelterndienst

Abstract

Der Großelterndienst vermittelt vitale ältere Menschen als ehrenamtliche/n „Wunschoma“/Wunschopa“ an Familien und Alleinerziehende zur Förderung des Austausches zwischen den Generationen, zur Betreuung der Kinder außerhalb der Kita-Zeiten oder auch für mehr Freiraum zum eigenen Auftanken.

Situation / context

Durch Zunahme von Altersarbeitslosigkeit, vorgezogenem Ruhestand etc. haben zunehmend noch relativ junge Ältere unter dem Verlust von Arbeit und damit oft auch Sinnverlust und dem Gefühl des Nicht-Mehr-Gebraucht-Werdens zu leiden, vom Gefühl der Einsamkeit ganz zu schweigen. Ältere Menschen haben jedoch vielfältige Kompetenzen, die sie auch gern nutzbringend einsetzen würden. Nicht jeder findet seine Aufgabe im Kleingarten, in Reisen, und nicht jeder hat enge Kontakte zu Angehörigen oder einen großen Freundeskreis.

Andererseits gibt es immer mehr junge Familien und Alleinerziehende, bei denen die Arbeitszeiten nicht mit den Betreuungszeiten durch Kindergarten o.Ä. übereinstimmt, für Tagesmütter das Geld nicht reicht oder denen einfach Großeltern fehlen und damit auch der Austausch zwischen den Generationen.

Goals

Der Kontakt und Austausch zwischen den Generationen wird gefördert, gegenseitige Achtung und Anerkennung unterstützt.

Reflection / background

Die Hilfe bringt nicht nur den Familien Entlastung, sondern beschert auch den Betreuern ein erfüllteres Dasein. 

General information on realization

Das Projekt läuft seit Dezember 1999.

Preparation

Sowohl für die Familien, die „Wunschgroßeltern“ suchen, als auch für interessierte „Wunschgroßeltern“ wurden Fragebögen entwickelt. Die Fragebögen werden nach der ersten telefonischen Kontaktaufnahme zugesandt und beinhalten Fragen z.B. über das Alter der Kinder, benötigte Betreuungszeiten, Besonderheiten der Kinder und über die Erreichbarkeit der Wohnung mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

 

Die interessierten „Wunschgroßeltern“ werden von der hauptamtlichen Mitarbeiterin zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, wo die Motivation, die Zeiten (nicht mehr als 20 Stunden im Monat) und die Vorstellungen besprochen werden. Anschließend werden den „Wunschgroßeltern“ entsprechende Familien vorgeschlagen (ein Kriterium ist z.B. die Wohnortnähe).

Realization

Das erste Kennenlernen zwischen Erziehenden, Kindern und zukünftiger „Wunschoma“, bzw. „Wunschopa“ findet in der Regel in den Räumen des Diakonischen Werkes im Beisein der hauptamtlichen Mitarbeiterin statt. Wenn die Vorstellungen stimmig sind beginnt eine 6-wöchige Phase des Kennenlernens

zum Überprüfen, ob man „zusammenpasst“.

Diese Zeit begleitet die hauptamtliche Mitarbeiterin sehr intensiv. Im Anschluss steht sie aber auch weiterhin kontinuierlich als Ansprechpartnerin bei Fragen, Problemen etc. zur Verfügung.

Die ehrenamtlichen „Wunschgroßeltern“ bestimmen im Rahmen der 20 Std. monatlich selber ihren zeitlichen Einsatz in den Familien. Sie können eine Aufwandsentschädigung von maximal € 4,00 pro Stunde in Anspruch nehmen, die durch Spenden- und Stiftungsmittel finanziert werden.

Wrap up & follow-up actions

Die „Wunschgroßeltern“ haben die Möglichkeit der Teilnahme an Schulungen sowie an regelmäßig stattfindenden  Erfahrungsaustauschtreffen. Die kinderspezifischen Schulungen (z.B. „Die Sprachentwicklung des Kindes“, „Kinderängste“) werden nach Anregungen der „Wunschgroßeltern“ von der hauptamtlichen Mitarbeiterin organisiert. Auch finden Veranstaltungen mit den „Wunschgroßeltern“ und den Kindern, wie z.B. gemeinsame Kinobesuche und Märchennachmittage, statt. Darüber hinaus werden regelmäßige „Dankveranstaltungen“ durch das Diakonische Werk, wie Ausflüge, Weihnachtsfeiern, Tag der Ehrenamtlichen o.Ä. organisiert und angeboten

Effect / experience

Der Großelterndienst hat eine lange Warteliste der Kinder und benötigt weitere aktive Senioren.

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