Mourning, death & loneliness in different cultures

Author
a geistreich member
Created at: 2012-08-22
Last major update at: 2012-08-22
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Bestattung, Gedenkgottesdienst
Institutions
St. Jakobi Kirche zu Lübeck in Lübeck
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: 5 Tage
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Mourning, death and loneliness in different cultures

Abstract

Die St.-Jakobi-Kirche Lübeck hat einen GRUNDTVIG-Workshop veranstaltet, in dem der Umgang mit Trauer und Einsamkeit in verschiedenen Kulturen untersucht und am Beispiel der Seeleute dargestellt wurde.

Situation / context

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Goals

  • Überblick über die Angebote und Strukturen für Menschen in Trauer und Lebenskrisen in den Heimatländern der Teilnehmer
  • Austausch von Erfahrungen und Methoden aus dem Bereich der Trauerarbeit und der spirituellen Beratung
  • Entwicklung von interkulturellem und interreligiösem Verständnis zwecks besserer Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund
  • Bewusstsein über kulturelle Unterschiede im Umgang mit Lebenskrisen und Tod
  • Entwicklung von Ideen zum Einsatz der Neuen Medien in der Beratung von hilfesuchenden Menschen
  • Verbesserung des sozio-pädagogischen Wissens und der Fähigkeiten von Mitarbeitern von Kirchen und sozialen Einrichtungen
  • Vernetzung der Teilnehmer zwecks weiterer Zusammenarbeit in der Zukunft

Reflection / background

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General information on realization

Der GRUNDTVIG-Workshop dauerte fünf Tage, an ihm nahmen 15 Personen aus den folgenden sieben verschiedenen Ländern teil: Finnland, Griechenland, Lettland, Niederlande, Slowakei, Türkei, Deutschland

Preparation

Vor der Vorbereitung dieses Förderantrages wurden bereits verschiedene Einrichtungen angesprochen und über den geplanten Workshop informiert. Die Seemannsmission, zwei Gedenkstätten für Seefahrt in England und Griechenland, der Verband der europäischen Reeder und einige Lübecker Partnerstädte, die über die Hansestadt Lübeck informiert wurden, sowie die Lübecker Moschee hatten im Vorfeld starkes Interesse an dem Workshop bekundet und zugesagt, diesen in ihren Reihen zu bewerben und Teilnehmer zu entsenden. Zusätzlich konnte die St.-Jakobi-Kirche in Eigeninitiative weitere Kontakte zur Teilnehmerwerbung nutzen bzw. vom fachlichen Hintergrund interessante potentielle Teilnehmer direkt ansprechen. Weitere Teilnehmer aus Finnland wurden darüber hinaus vom ehemaligen finnischen Honorarkonsul Claus-Achim Eschke, über persönliche Kontakte nach Lettland und Finnland und über die Hansestadt Lübeck vermittelt. Über direkte, zielgerichtete Ansprache von geeigetnen Teilnehmern erfolgte der Kontakt zur griechischen Teilnehmerin und einer lettischen Teilnehmerin. Interessenten haben auch die internetbasierte GRUNDTVIG-Workshop-Datenbank genutzt, um mit St. Jakobi Kontakt aufzunehmen. Dadurch konnte St. Jakobi Teilnehmer aus den Niederlanden, der Slowakei und der Türkei gewinnen. Den potentiellen Teilnehmern wurde zur Bewerbung des Workshops eine Kurzbeschreibung des Workshops mit Angaben zu Lernzielen, Inhalten, Schwerpunktthemen, Ablauf, Zeitplan und Kosten in englischer Sprache zugesandt. Unmittelbar bei Interessensbekundung durch die Teilnehmer, wurden dann die weiterführenden Informationen zur Organisation und zum detaillierten Programm zugesandt sowie individuelle Fragen telefonisch oder per E-mail beantwortet.

Realization

Am Begrüßungsabend hielt der ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Björn Engholm einen Vortrag zum Thema "Geschichte und Kultur der Hansestadt Lübeck".

Für jeden der folgenden fünf Workshop-Tage war die Beschäftigung mit einem unterschiedlichen Thema vorgesehen:

  1. Tag: Der Umgang mit Lebenskrisen und Trauer in verschiedenen Gesellschaften und Religionen (Christentum [inkl. griechisch-orthodoxe Kirche], Judentum, Islam)
  2. Tag: Überwindung von Einsamkeit und Sorgen im eigenen Leben mit verschiedenen kulturellen Hintergründen
  3. Tag: Die Bedeutung von interkulturellem Verständnis und dem Bewusstsein über kulturelle Vielfalt - gezeigt am Beispiel der Seefahrt
  4. Tag: Die Neuen Medien in der spirituellen Beratung und Trauerarbeit
  5. Tag: Europäische Zusammenarbeit im Bereich der spirituellen Beratung

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

Insbesondere die Ehrenamtlichen, die sich in der Gemeindearbeit engagieren, konnten ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen für den Umgang mit Trauernden oder Personen in Lebenskrisen erweitern sowie ihre interkulturelle Kompetenz und Sensibilität erhöhen. Zudem erhielten sie einen besseren Einblick in den Umgang mit Trauer und Lebenskrisen vor anderen religiösen Hintergründen. Das fördert das interreligiöse Verständnis der Mitarbeiter und wird auf Dauer die Zusammenarbeit mit den Glaubensgemeinschaften anderer Konfessionen, wie z.B. der muslimischen und den interkulturuellen Einrichtungen in Lübeck verbessern. Zudem ist es der St. Jakobi Kirche durch den Workshop gelungen, über die jeweiligen Teilnehmer Kontakte zu anderen Einrichtungen innerhalb Europas aufzubauen, die auf einem ähnlichen Gebiet tätig sind.


In die Durchführung des Workshops wurden ebenfalls Repräsentanten der Internationalen Begegnungsstätte im Haus der Kulturen (dort sind alle interkulturelle Glaubensgemeinschaften in Lübeck vertreten) und der muslimischen Gemeinde einbezogen, sowohl als Dozenten als auch als Teilnehmer. Das gemeinsame Arbeiten an Themen wie Trauer und Lebenskrisen, die religionsübergreifend von Bedeutung sind, hat Gemeinsamkeiten geschaffen und den interreligiösen Dialog gefördert. Da die Themen Trauer, Einsamkeit und Lebenskrisen insbesondere am Beispiel von Seefahrern dargestellt wurden, sind die Seefahrermission, der Verband der deutschen Reeder, der Nautische Verein, der Verein des Lübecker Schiffsmakler, der Verein der Kapitäne und die Deutsche Gesellchaft zur Rettung der Schiffbrüchigen informiert worden. Repräsentanten einiger dieser Verbände, auch in Personalunion, waren sogar zu mehreren Tagen des Workshops anwesend. Wir gehen davon aus, dass diese die Ergebnisse z.B. der auf dem Workshop präsentierten psychologischen Studie zur großteils prekären psychischen Verfassung der Seeleute weiter kommunizieren werden. Dadurch erhoffen wir uns, dass die Reeder und die Schiffsführungen für die Einrichtung psychosozialer Unterstützungsangebote für Seeleute sensibilisiert werden.

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