Nachtmusik - Ein Rundgang durch das historische Herborn

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 17.09.2012
Letzte größere Änderung: 19.09.2012
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt), English
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Musik, Andachten, Musik, Andachten
Gemeinden/Institutionen
Ev. Kirchengemeinde Herborn in Herborn
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Keine Angaben
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Kirche

Kurzbeschreibung

Zu einem Rundgang durch das nächtliche Herborn, verbunden mit unterschiedlicher Musik an vier historischen Orten der Stadt, lud Kantorin Regina Zimmermann-Emde im Namen der Evangelische Kirchengemeinde Herborn am Abend des 11. September 2010 ein:

Renaissance-Lieder, Flötenklänge, höfische Bläsermusik, Chorgesang - ein vielfältiges Programm erwartete die Zuhörer, die in zwei Gruppen von Station zu Station geführt wurden.

Situation / Kontext

Treffpunkt war der Kirchplatz: Um 21 Uhr wurden die zahlreichen Gäste dort mit einem Glas Sekt begrüßt, um von dort aus in zwei Gruppen vom Kirchberg in die Stadt hinunterzugehen: jeweils eine Viertelstunde Musik erwartet sie

  • im Rathausfoyer,
  • in der Alten Färberei,
  • im Schlosshof des Theologischen Seminars
  • und schließlich in der Evangelischen Stadtkirche.

Im Rathaus waren Lieder und Instrumentalmusik des englischen Lautenisten John Dowland zu hören, Mona Debus (Gesang) und Michael Simon (Gitarre) musizierten hier gemeinsam.

In der Alten Färberei spielte Torsten Greis virtuose Blockflötenmusik aus Renaissance und Barock.

Im Schlosshof erklangen höfischen Intraden und Galliarden, gespielt vom Posaunenchor des CVJM Dillenburg unter Leitung von Peter Balzer.

Zum Schluss trafen sich beide Gruppen in der kerzenerleuchteten "offenen Kirche" ( - der Abend stand ja in den beiden Dekanaten Herborn und Dillenburg unter dem Titel "Nacht der offenen Kirchen" -), um den Kammerchor der Herborner Kantorei zu hören - und die Gelegenheit zu nutzen, bei so wunderbaren Abendliedern wie "Nun ruhen alle Wälder" und "Der Mond ist aufgegangen" sich selbst in die Chorstimmen einzureihen und von unterschiedlichen Stellen der schönen historischen Stadtkirche in den Gesang einzustimmen.

So wie der Abend begonnen hatte, klang er auch aus: mit einem Glas Sekt und heiteren Gesprächen auf dem Kirchplatz: Nach 23 Uhr erst gingen die letzten Gäste nach Hause.

Ziele

Die Initiative für den nächtlichen Spaziergang ging von der Herborner Kirchenmusikerin Regina Zimmermann-Emde aus: Sie pflegt einen guten Kontakt zum städtischen Kulturamt (Stadtmarketing) und konnte so die Vertreter der Stadt Herborn für eine Kooperation gewinnen. Man stellte der Kirchengemeinde das Rathausfoyer und die Alte Färberei kostenfrei zur Verfügung; die beiden übrigen Veranstaltungsorte sind ohnehin in kirchlichem Besitz.

Die (nicht sehr hohen) Honorarkosten wurden zu gleichen Teilen von Stadt und Kirche getragen.

Besonders erfreulich war die konstruktive Zusammenarbeit mit den Musikern, die an der Lahn-Dill-Akademie, der örtlichen Musikschule, und privaten Musikunterricht erteilen.

Ziel der "Nachtmusik" war es, Interesse für Kirche zu wecken, für Kirche in weltlicher Umgebung, für Kirche in der Stadt, für schöne und interessante Musik an zum Teil ungewohnten Orten, für das eigene Singen der Besucher (im letzten Teil des Abends), für die wunderbaren Abendlieder unseres Evangelischen Gesangbuchs.

Reflexion / Hintergrund

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Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

Die Vorbereitung war zeitaufwendig. Die Kirchengemeinde nahm die Idee positiv auf. Gespräche mit den Vertretern des städtischen Kulturamts, der Hausverwaltung in Rathaus u. Färberei waren zu führen; Verabredungen mit den Musikern der Musikschule mussten getroffen werden; Proben mit dem Kammerchor der Herborner Kantorei fanden statt, der ein eigenes kleines Programm einstudiert hatte und darüber hinaus die spät am Abend in der Kirche versammelten Besucher räumlich und klanglich einrahmte; Werbematerial, Pressemitteilung etc. waren zur erstellen. Die Bewirtung auf dem Kirchplatz verantworteten in sehr engagierter Weise Mitglieder der Herborner Kantorei.

Durchführung

Die Gäste trafen sich um 21 Uhr auf dem mit Kerzen erleuchteten Kirchplatz, erhielten ein Glas Sekt / Saft /Wasser, wurden von Kantorin Regina Zimmermann-Emde begrüßt (Mikrophon u. Verstärker waren wegen der großen Zahl von Besuchern nötig), teilten sich in zwei Gruppen. Die erste Gruppe wurde von der städtischen Bibliothekarin geführt, die auch Kantorei-Sängerin ist, und ging als erstes zur Station "Rathaus-Foyer". Die zweite Gruppe wurde von einem der Gemeinde-Pfarrer geführt und ging zuerst zur Alten Färberei, einem historischen Fachwerkbau, der den Vereinen Herborns für Ausstellungen und andere Aktivitäten zur Verfügung steht. In der Folge wurden die übrigen Stationen aufgesucht, zuletzt trafen sich alle in der Kirche, zum Hören und zum gemeinsamen Singen, zunächst im Kirchenschiff, dann im Chorraum, während der Kammerchor von der umlaufenden Chorempore sang. Dann folgte der Ausklang auf dem Kirchplatz.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Die Resonanz beim Publikum war sehr gut: Es gab zahlreiche begeisterte Rückmeldungen. Eine Wiederholung wäre mit Sicherheit eine sehr gut besuchte Veranstaltung.

Wirkung / Erfahrung

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Aufgegriffen und weiterentwickelt

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