Gottesdienst im Wohngebiet

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a geistreich member
Created at: 2010-06-17
Last major update at: 2010-06-17
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Alternative Gottesdienste
Institutions
Ev.-luth. Kirchengemeinde Harpstedt in Colnrade
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: no information
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Gottesdienst im Wohngebiet

Abstract

Seit 2003 wird mit großem Zuspruch einmal im Jahr im Spätsommer ein Freiluftgottesdienst in einer Nachbarschaft im Siedlungsgebiet gefeiert.

Situation / context

Nachbarschaft im Siedlungsgebiet

Goals

  • Kirche kommt zu den Menschen, Nachbarschaft wird aktiviert.
  • Die Nachbarn bringen sich mit großem Engagement ein. Kirche kommt zu den Menschen und nicht umgekehrt.

Reflection / background

Der „Gottesdienst im Wohngebiet“ ist nach einer Idee von Pastor Werner Richter entstanden. Er wurde erstmals - von ihm geleitet - am 24. August 2003 im Neubaugebiet „Logegebiet“ im Flecken Harpstedt (Kirchenkreis Syke-Hoya), südlich von Bremen gefeiert. Damals war die Christuskirche gerade wegen der Renovierung geschlossen.

General information on realization

Bei der Gottesdienstgestaltung beteiligt sich stark die Nachbarschaft, in deren Siedlungsgebiet der Gottesdienst auch gefeiert wird. Mit diesem „Gottesdienstformat“ wird an die alte dörfliche Tradition einer gepflegten Nachbarschaft angeknüpft. Bewusst wird in einem Siedlungsgebiet der Gottesdienst gefeiert, in dem die meisten Nachbarn ungefähr zur selben Zeit gebaut haben.

Preparation

Der Aufwand ist für den Pastor gering, da die technischen Dinge ja die Nachbarn übernehmen. Er sollte einen Nachbarn kennen, der anderen Nachbarn Bescheid sagen kann. Denn man trifft sich frühzeitig (vor Redaktionsschluss des Gemeindebriefes) mit den Nachbarn vor Ort, und bespricht den möglichen Ablauf. Oft haben die Nachbarn auch Liedvorschläge. Lesungen und Gebete sollte man vorliegen haben oder nachreichen. Außerdem lässt man sich etwas über „Traditionen“ in der Nachbarschaft (Geburtstagseinladungen, gemeinsames Schmücken zu Dorffesten etc.) erzählen, und kann dann dies ggf. in der Predigt mit berücksichtigen.

Realization

Jedes Jahr im Spätsommer wird der Gottesdienst unter freiem Himmel gefeiert. Dies ist „niedrigschwellig“ und daher ist zu beobachten, dass auch Besucher kommen, die sonst selten in die Kirche gehen. Die Musik macht der Posaunenchor oder die Organistin mit Keyboard, da ja in der Nähe immer Steckdosen vorhanden sind.
Die Nachbarn bauen Bänke und Altar auf, beteiligen sich an Lesungen und Gebeten, machen zum Teil sogar Musikvorträge. 2005 sorgten die Nachbarn angesichts einer unsicheren Wetterlage sogar für die vollständige Überdachung der Gemeinde mittels Gartenpavillons. Nach dem Gottesdienst bieten sie den üblichen Kirchenkaffee an.
Sie können sich mit ihren – zum Teil praktischen – Gaben einbringen. Sie sind Gastgeber und empfinden diesen Gottesdienst als „ihren“ Gottesdienst, auch wenn er sich inhaltlich und liturgisch kaum von einem „normalen“ Sonntagsgottesdienst unterscheidet. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Nachbarschaft, die dadurch gestärkt wird. Zwei Mal haben die Nachbarn den Gottesdienst zum Anlass für ein anschließendes Nachbarschafts-Straßenfest genommen. Es werden viele Menschen, die sonst selten in den Gottesdienst in die Kirche kommen, einbezogen. In der Kirchengemeinde Harpstedt hat dieses „Freiluft-Gottesdienstformat“ neben dem traditionellen “Gottesdienst im Grünen“ auf einem Bauernhof in einer der Ortschaften inzwischen im Kirchenjahr einen festen Platz.
Dieser Gottesdienst lässt sich problemlos auch ökumenisch oder mit Taufen (so 2007 geschehen) feiern. 

 

http://www.evangelisch.de/themen/religion/gottes-grüne-wiese-feiern-unter-freiem-himmel20324

Wrap up & follow-up actions

Zwei Mal haben die Nachbarn den Gottesdienst zum Anlass für ein anschließendes Nachbarschafts-Straßenfest genommen.

Effect / experience

Sehr positiv.

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