Gottespoesie- Schritte der Hoffnung und der Liebe

Autor/innen
2 Geistreich-Mitglieder
Erstellt am: 18.09.2012
Letzte größere Änderung: 27.11.2015
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Bildende Kunst und Ausstellungen, Kirchenraum und Kirchenpädagogik, Interreligiöse Begegnungen
Gemeinden/Institutionen
Evangelische Kirchengemeinde Bleidenstadt in Taunusstein
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Keine Angaben
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Gottespoesie- Schritte der Hoffnung und der Liebe

Kurzbeschreibung

Der Maler und Bildhauer Shahid Alam präsentiert Kalligraphien in arabischer Schrift auf Holztafeln, in Glas, als Gemälde und als Skulptur in einer evangelischen Kirche.
Die Kalligraphien zitieren Texte aus der Thora, der Bibel und dem Koran sowie von Goethe und arabischen Dichtern.

Situation / Kontext

Wir sind eine Gemeinde der Rhein-Main Region. Im Rhein-Main Gebiet leben und Ausschnitt aus dem Titelbild. Quelle: Ausschnitt aus dem Titelbild - siehe dortarbeiten viele Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft von Kulturen und Traditionen islamischer Länder geprägt sind. Über 90 Prozent leben friedlich und tragen zum Wohlstand unserer Gesellschaft bei. Täglich treffen Mitglieder unserer Gemeinde Menschen aus diesem Kulturkreis am Arbeitsplatz, im Supermarkt etc. – nur wenige finden Kontakt zu ihnen.

Al Kaida-Terroranschläge (11.9.2001) und -drohungen, die Kriege im Irak und Afghanistan, das Auftreten islamistischer Hassprediger haben in unserem Land zu Verunsicherung und Ängsten und bei vielen Menschen zu einer Abwehrhaltung gegenüber dem Islam beigetragen. Islamismus und Islam werden oft gleichgesetzt – meist aus Unkenntnis einer fremden Kultur.

Ziele

  • Das Projekt lädt ein, eine fremde Kultur, islamische Kultur von ihrer schönsten Seite, der Schönschreibkunst kennenzulernen.
  • Die Ausstellung Gottespoesie will einen Anstoß geben zur interreligiösen Verständigung und interkulturellen Begegnung.
  • Zwischen Menschen verschiedener Herkunft und Tradition will das Projekt zum Dialog einladen, ermutigen und ihn fördern.
  • Die Ausstellung soll anregen zum Anschauen der Schrift, zum Brückenbauen über die Schrift und die Kunst der Schrift, um in aller Unterschiedlichkeit gemeinsames Erbe (Alphabet, Baukunst, Wissenschaften, Glaube an einen Gott) und gemeinsame Verantwortung für den Frieden zu bedenken.

Reflexion / Hintergrund

In diesem Projekt sehen wir die Chance:

  • die geistige Freiheit der Kunst zu nutzen, Brücken der Verständigung zu bauen
  • durch ästhetische Erziehung und Bildung (Anschauen und Interpretieren arabischer Kalligraphien) über die zweitwichtigste Religion in unserem Land aufzuklären
  • Vorurteile und Feindbilder gegenüber dem Islam kritisch zu hinterfragen, die interkulturelle und interreligiöse Begegnung zu fördern, Ängste abzubauen, für Respekt und Toleranz einzutreten
  • das gemeinsame Erbe  und die gemeinsame Verantwortung der Christen, Juden und Muslime für den Frieden darzustellen

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

  • Arbeitskreis Shahid Alam gründen
  • Treffen des Ausstellungskreises im Atelier des Künstlers und viermal in der Kirche Sankt Peter Bleidenstadt
  • Ausstellungsvertrag, Versicherung der Kunstwerke, Unterkunft des Künstlers an den Wochenenden und Feiertagen der Ausstellung,
  • Team für Aufsicht und Führung durch die Ausstellung bilden
  • Rahmenprogramm: Referenten und Themen finden
  • Öffentlichkeitsarbeit: Gemeindebrief, Kontakte zur regionalen und überregionalen Presse (FAZ), Pressegespräch,
  • Flyer, Plakate, Banner
  • Stiftungen um Zuschüsse bitten, Spenden
  • T-Shirts mit Aufdruck „Gottespoesie“ für das Aufsichtsteam
  • Aufbau- und Abbauteam für die Ausstellung
  • Konfirmationstermine vorverlegen
  • Trautermine nach Ende der Ausstellung

Zeitaufwand

Regelmäßige mehrstündige Treffen des Arbeitskreises (u.a. Ausstellungsvertrag, Anträge für Stiftungen, Versicherung, Gemeindebriefartikel, Rahmenprogram), Tagesfahrt: Atelierbesuch in Aachen

Durchführung

  • nach den Konfirmationen Kirchenbänke zum Teil ausgeräumt und bei einer Spedition untergestellt
  • Aufbau der Ausstellung
  • Sonderführung des Künstlers für die, die durch die Ausstellung führen werden
  • Eröffnung der Ausstellung mit einer Kalligraphie-Performance
  • Persönliche Begleitung der Ausstellung durch den Künstler an den Wochenenden und Feiertagen
  • Gästebuch auslegen
  • Sonderführungen der Pfarrerin für Schulklassen
  • tägliche Aufsicht und Führung durch Ehrenamtliche
  • Festgottesdienst und Vorträge von Referenten
  • Abbau der Ausstellung 


Zeitaufwand

Eine Woche vor Ausstellungsbeginn: mehrere Stunden Ausräumen und Lagern der Kirchenbänke, Aufbau der Ausstellung (4 Tage), tägliche Aufsicht und Führung in der Kirche (Montag bis Freitag eine dreistündige Schicht; Wochenende und Feiertage: 3 Schichten à 3 Stunden), Sonderführungen: halbe bis eine Stunde, mehrere Stunden Abbauen der Ausstellung und Verpacken der Kalligraphien

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

  • Danksagungen
  • Nachbestellen von T-Shirts,
  • Abrechnung,
  • Dokumentation über die Ausstellung,
  • Gemeindeversammlung am 10. Juni und KV Sitzung am 13. Juni:  Bilanz der Ausstellung: Werden künftig die Tafeln „Höre Israel“ und „Sure Fatiha“ in der Kirche aufgestellt? Wie kann der interreligiöse Dialog fortgeführt werden?

Wirkung / Erfahrung

Neuer Wind in der Gemeinde:

  • viele neue schöne Eindrücke (Islamische Kunst)
  • viele Begegnungen mit Menschen aus anderen Gebieten Südhessens
  • viele, bereichernde Begegnungen mit Menschen, die von einer anderen Kultur geprägt sind
  • Stärkung der Gemeinde durch gelungene, generationenübergreifende Teamarbeit, Gewinnung neuer aktiver ehrenamtlicher Mitarbeiter für eine Projektarbeit, Freude an einem gelungenen Projekt

Aufgegriffen und weiterentwickelt

    Umfeld des Beitrags

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      Ausstellungen bieten Anlass sich auf neue Weise emotional und intellektuell mit einem Thema auseinanderzusetzen - in einem breiten Spektrum der Formate.
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