Pilgerweg auf Amrum

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 14.01.2013
Letzte größere Änderung: 14.01.2013
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Jahreswechsel und Epiphanias, Pilgern, Osterkreis
Gemeinden/Institutionen
St. Clemens-Kirchengemeinde in Nebel
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: örtlich verschieden
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Amrum

Kurzbeschreibung

Ein Pilgerweg an einem Urlaubsort lädt dazu ein, das eigene Leben zu bedenken und neue Perspektiven zu gewinnen.

Situation / Kontext

Der Pilgerweg ist gut für Urlaubsorte geeignet. Im Jahreslauf sind besonders die Tage geeignet, die einen Neubeginn verheißen. (Neujahr, Ostern)

Ziele

Menschen werden auf einem Pilgerweg dazu angeleitet, das eigene Leben zu reflektieren.

Reflexion / Hintergrund

Ruhe und Erholung in der Urlaubszeit ermöglichen Menschen besonders, aus einer anderen Perspektive auf das eigene Leben zu blicken. Bestimmte Gebäude (z.B. eine Schule) und Natureindrücke (totes Holz, Weite des Meeres) erzeugen bei Menschen Assoziationen, die oft tief in die eigene Biographie hineinreichen.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

Es ist ein den örtlichen Gegebenheiten angepasster Pilgerweg zu entwickeln.

Durchführung

Am Beginn steht die Kontaktaufnahme mit einer  unbekannten  Person.

Dann beginnt (am Ortsrand) der Pilgerweg mit schweigendem Gehen. 
(Impulse: Wie gehe ich? Meine Bewegung. Sehr wechselnder Untergrund. Symbol für Lebensweg oder zurückliegendes Jahr?

Innehalten: Wie gehe ich jetzt? Wie läuft mein Atem? Was ist mühsam? krankmachend?  heilsam – beflügelnd?

Am Watt kann man ein Gebet zur Schöpfung (z.B. den Sonnengesang des Franz v. Assisi) sprechen.

Die Gruppe geht weiter zum Seezeichenhafen und Deich.
("Wir leben davon und dadurch (in den ersten 15 Jahren mehr als später), dass andere Menschen uns Orientierung geben, uns zeigen, wo es gefährlich ist, wo wir Untiefen und Gefahrenstellen meiden sollen. Wir leben davon und dadurch, dass Generationen Schutzwälle gebaut haben/Deiche, damit wir sicher leben können. Wir schulden ihnen Dank.")

Die Teilnehmer werden eingeladen, im nächsten Wegabschnitt darüber nachzudenken, wer ihnen im Leben Orientierungshilfen gegeben hat und Schutzdämme gebaut hat und wem sie Orientierung gegeben haben und für wen sie Deiche gebaut haben.

Die Gruppe geht weiter zu einem Hünengrab. 
Das Hünengrab steht dafür, dass man in eine Folge von vielen Generationen vorher hineingestellt ist. ("Schon vor 1000 Jahren haben hier die  Wikinger gelebt und möglicherweise runde 2.500 Jahre früher Menschen der Bronzezeit. Wir stehen in einer langen Tradition von Menschen, besonders mit denen unserer Region und sind keineswegs nur Kinder unserer eigenen Generation. 

  • Was verbindet uns mit denen?
  • Was wollen wir übernehmen an Mut, Aufbruchbereitschaft? ")

Der Weg führt weiter zur Schule.

Meine Erinnerungen an die Schule – meine Kinder – Enkel.

  • Was fällt mir schwer zu lernen – damals und heute?
  • Welchen Lehrern, Pastoren, Gruppenleitern verdanke ich besonders viel?

Nach zehnminütigem Gehen macht die Gruppe eine Pause am Waldrand. Der Gruppenleiter spricht ein Gebet für Schüler, Lehrer, unser eigenes lebenslanges Lernen. gesungen: Heile unser Lernen (Kyrieeleison/178,9)


Der Weg führt weiter zum Bruchholz.
Dieses symbolisiert das Gebrochene im eigenen Leben. ("Heile mich, mein Heiland")  Dazu wird ein orthodoxes Kyrie gesungen. (EG 178,9)

Am Bruchholz wird auch zu einem Totengedenken und zum Verabschieden von den Toten eingeladen:

  • Die Toten meines Lebens - wie Schutzengel für mich?


Der Weg führt weiter zum Spielplatz.  

Jede/r bekommt einen Löffel Honig. Er steht für die Erinnerung an leichte, unbeschwerte Zeiten im Leben.

Als spielerisches Element suchen die Teilnehmenden eine Feder als Erinnerung an Leichtes im Leben.

  • Was ist leicht, unbeschwert in meinem Leben?

Auf dem Dünenweg geht die Gruppe zur Aussichtsdüne.

  • In welchem Horizont lebe ich?
  • Was steht ganz oben?
  • Ich suche Orientierung, ich gebe Orientierung. Ich orientiere mich neu.

Dazu singt die Gruppe „Führ uns deine Wege, Kyrie eleison"

Der Aufbruch von der Aussichtsdüne steht unter dem Impuls:

  • Was will ich beenden?
  • Was sehe ich neu?"

Die Teilnehmenden werden aufgerufen, "sich vom Wind durchpusten zu lassen".

  • Was nehme ich mit?


Der Pilgerweg endet an der Kirche. 
Es folgt ein Rückblick auf den Pilgerweg, zu dem alle Teilnehmenden etwas beitragen können.  Die Gruppe singt nach jedem Beitrag: "Laudate, omnes gentes". (EG 181.6) oder "Gott, stütze sie, du Gott, stärke sie, du Gott, mach ihr Mut (Taizé)".

Es folgen Psalm 8 (EG 705) und EG 393, 4.6-7 ("Man muss wie Pilger wandeln...).

Anschließend kann die Jahreslosung (im zusammenhängenden Text) gelesen werden, gefolgt von dem Halleluja EG 182. 

Weitere Lieder können sein: EG 456 ("Vom Aufgang der Sonne") und EG 395 ("Vertraut den neuen Wegen").

Am Schluss stehen ein Gebet, das Vaterunser und ein Segen.


 

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

Sehr positiv.

Aufgegriffen und weiterentwickelt

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