Sonnenstrom vom Kirchendach - Segen kommt von oben

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 24.06.2010
Letzte größere Änderung: 10.07.2010
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Energie- und Umweltmanagement
Gemeinden/Institutionen
Kirchengemeinde Seckenhausen in Stuhr
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Auf Dauer
Meinungen
4 Stimmen
Kommentare zum Dokument
Sonnenstrom vom Kirchendach

Kurzbeschreibung

Die Projekte „Sonnenstrom vom Kirchendach - Segen kommt von oben“ hatten die Errichtung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen auf dem Dach der Martin-Luther-Kirche Seckenhausen zum Ziel und damit einhergehend eine umfassende Informationsarbeit für Menschen in der Gemeinde und in der Region.

Situation / Kontext

Die Gemeinde hat im ersten Projekt "Sonnenstrom vom Kirchendach" die notwendige Sanierung des Kirchendaches genutzt, um die besondere architektonische Gestaltung des Gebäudes mit einer umweltschonenden Nutzung des Sonnenstroms zu verbinden.

Von den ersten Überlegungen bis zur Umsetzung dauerte es mehr als zwei Jahre. In diesen Prozess waren viele Gemeindeglieder, aber auch das Landeskirchenamt Hannover und Gremien des Kirchenkreises Syke-Hoya einbezogen. Begleitet wurde das Projekt außerdem durch das Umweltzentrum Stuhr.

Als Gemeindeaufbau fördernd erwiesen sich die über 200 Menschen aus der Region, die sich als "Seckenhauseer Sonnen-Scheine"-Inhaber in die Gemeinde teilweise neu oder wieder einbrachten.

Im zweiten Projekt "Segen kommt von oben" vertiefte die Gemeinde den ökologischen Ansatz durch eine daikonisch und theologische Komponente. "Projekt Segenstrahl" gibt dem biblischen Auftrag folgend den Segen von oben an Menschen weiter. Dabei erhalten Menschen Teilhabe an dieser modernen Technologie.

Ziele

---

Reflexion / Hintergrund

---

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

---

Vorbereitung

---

Durchführung

Das 1. Projekt "Sonnenstrom vom Kirchendach"

Das 400m² große Dach der 1968 gebauten Kirche ist vollständig mit Solarmodulen bedeckt; dadurch wurde die moderne Architektur konsequent und beispielhaft fortgeschrieben. Die 42 kWp-Anlage war seinerzeit die größte auf einer norddeutschen Kirche.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Umweltzentrum Stuhr war von Beginn an eine optimale Grundlage für die Planung hergestellt. Die Vorstellung des Projekts beim Kirchentag 2005 in Hannover war nur der Auftakt zu einer Reihe von gemeinsamen Informationsveranstaltungen, die in der Region durchgeführt wurden oder noch geplant sind.

Innerhalb der Landeskirche Hannovers ist ein Projekt in dieser Größenordnung ein Novum und hat deshalb Modellcharakter. Durch intensive Darstellung des Projekts und des grundsätzlichen Anliegens in verschiedenen kirchlichen Gremien konnte der ev.-luth. Kirchenkreis Syke-Hoya dazu bewegt werden, ein zinsgünstiges Darlehen für den Bau zur Verfügung zu stellen.

Daneben wurden „Seckenhauser Sonnen-Scheine“ ausgegeben: Private Darlehensverträge in der Gesamthöhe von 55.000 Euro. Dadurch wurden viele Menschen aus der Region zu Teilhabern des Projekts. Die Niedersächsische Lottostiftung - BINGO! Die Umweltlotterie fördert das Projekt ebenfalls. Die nicht rückzahlbaren Zuschüsse belaufen sich auf weniger als 4 % - dadurch soll deutlich werden, dass auch private Hausbesitzer sich eine Photovoltaikanlage „leisten“ können.

Am Erntedankfest, 2. Oktober 2005, wurde die Anlage in Betrieb genommen. Dr. Franz Alt hielt einen Vortrag zum Thema: “Die Sonne schickt uns keine Rechnung“. Doch auch über diesen Zeitpunkt hinaus ist das Interesse der Öffentlichkeit gesichert: Die lokale Presse begleitet das Projekt sehr engagiert. An alle Haushalte in der Gemeinde werden Informationsbroschüren verteilt. Natürlich wird das Projekt im Internet präsentiert Sonnestrom vom Kirchendach; am Eingang der Kirche gibt es ein publikumswirksames Großdisplay mit den aktuellen Daten. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, die Möglichkeiten der Solarenergie auch im norddeutschen Raum darzustellen und kirchliche Einrichtungen ebenso wie Privathaushalte zum Nachahmen anzuregen.

 

Das 2. Projekt „Segen kommt von oben"

Schon über 4 Jahre „erntet" die Gemeinde umweltschonenden Sonnenstrom. Die Gemeinde investiert weiter in die Zukunft!

Der Umweltschutz als Bewahrung von Gottes Schöpfung liegt Ihr am Herzen und die Teilhabe von Menschen an diesem "Segen von oben". Unter diesem Motto gründete der Kirchenvorstand das Projekt "Segenstrahl - ökologisch, sozial, segensreich".

Die Gemeinde unterstützt aus der zweiten Anlage mit biblibschen 10%  das neue Patenkind der Gemeinde Leidy-Diana aus Kolumbien. Sie erhält damit eine Schulausbildung und Ihr Dorf dauerhaften Zugang zu Trinkwasser. Sie gibt damit den Segen weiter, den sie von Gott geschenkt bekommen hat. Der Kirchenanbau erhielt 2010 eine weitere Photovoltaikanlage aufs Dach. Die rund 41000Euro teure neue Anlage mit einer Leistung von 11,3KwP und 80m² Fläche wurde diesmal zur Hälfte durch ein günstiges Darlehen des KK Syke-Hoya unterstützt, ein Viertel aus Rücklagen der ersten Anlage und ein Viertel aus dirketen Spenden der Gemeindeglieder.

 

Beide Solardächer auf der Kirche bilden nun das größte Kirchensolardach Deutschlands, evtl sogar Europas mit 52,9 KwP und einer Gesamtfläche von 480m².

Nähere Informationen zum zweiten Projekt unter Segen kommt von oben

 

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

---

Wirkung / Erfahrung

---

Aufgegriffen und weiterentwickelt

    Umfeld des Beitrags

    • Eisberg
      Der CO2-Ausstoß ist ein wichtiges Thema in der Gesellschaft. Mit ihm verbunden sind weitere politische Fragen. Wie kann dies in der Kirche gestaltet werden?
      Dieser Artikel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
      von einem Geistreich-Mitglied

    geistreich Videos

    Videos ausblenden