Foto-Ausstellung 2013 - "Reformation+Toleranz"

Author
3 Geistreich-members
Created at: 2013-03-07
Last major update at: 2014-05-06
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Bildende Kunst und Ausstellungen, Jugendliche und Schule, Konfirmandenarbeit, Kirchenraum und Kirchenpädagogik, Bildung und Unterricht, Schulnahe Jugendarbeit, Öffentlichkeit und Medien
Institutions
Galerie Luther in Essen, Evang. Kirchenkreis Magdeburg in Magdeburg, and Marktkirche Essen in Essen
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: 3 Monate / pro Thema
Execution: 12 Monate
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Galerie Luther

Abstract

Kirchengemeinden zeigen im Rahmen des Themenjahres 2013 eine Foto-Ausstellung "Reformation + Toleranz" mit Menschen verschiedener Herkunft. Veranstaltungen begleiten diese Ausstellung.

Situation / context

Im Rahmen der Reformationsdekade ist das Themenjahr 2013 das Jahr "Reformation und Toleranz".

 

 

Galerie Luther. Quelle: Ulrich Püschmann

Goals

Die Foto-Ausstellung ″VISUELLE DENKWEGE ZU LUTHER: REFORMATION + TOLERANZ 2013″: beginnend in der Stadtkirche zu Wittenberg sollen diese Bilder den Betrachter bis zum Reformationsjubiläum 2017 begleiten und inspirieren.

Der Name ist Programm: Analog der Luther-Dekadenthemen soll versucht werden, das inhaltliche Anliegen Martin Luthers und der Reformation zu versinnbildlichen.

  

Inspiriert und in Anknüpfung an Paul Klees Theorie: Durch die sichtbare Oberfläche das Unsichtbare hindurch scheinen zu lassen, entstand die Fotoserie Visuelle Denkwege zu Luther, die im Kontext zum Dekadenthema 2013 “Reformation und Toleranz“ versinnbildlichen.

  

Die Fotoserie, die in einer deutschen Großstadt entstanden ist, zeigt junge Männer und Frauen unterschiedlicher Herkunft und Kultur, unterschiedlicher Religion und Weltanschauung.

Dem Fotografen Ulrich Püschmannn gelingt es, durch die sichtbare Oberfläche das Unsichtbare hindurch scheinen zu lassen (so Pastor Dr. Johannes Block aus Wittenberg):

  • die Offenheit, das Selbstwertgefühl, die Authentizität und die Emotionalität junger Menschen.
  • Das äußere Erscheinungsbild wird zum Transparent einer tieferliegenden Wahrheit und Gemeinschaft.
  • Die portraitierten Personen werden zu Sympathieträgern, die den Betrachter nach der eigenen Toleranzbereitschaft fragen lassen.
  • Wie Gedankenblitze leuchten am Bildrand Zitate auf, die das innere Gespräch des Betrachters anregen.

Zitat: Bloßes Ignorieren ist noch keine Toleranz (Theodor Fontane).

Reflection / background

Der Fotograf lernte die jungen Menschen auf den Fotografien intensiv kennen. Es handelte sich bei den 20 Personen gleichzeitig um 20 Nationalitäten! Wobei jeder Einzelne mit einer nicht alltäglichen Vita belastet ist ... mit zum Teil dramatischen Geschehnissen. Es gab viele Gespräche, auch diesbezüglich war es für den Fotografen nicht nur ein gewöhnlicher "Fotojob". Das gegenseitige spontane Vertrauen war für den Fotografen sehr überwältigend...

Und macht so auch die Bildbotschaft aus - so wie Pastor Dr. Johannes Block aus Wittenberg beschreibt (s.o.).

General information on realization

Die Ausstellung kann durch Kirchengemeinden ausgeliehen werden.

Preparation

Die Kirchengemeinde bereitet ein Rahmenprogramm vor.

Realization

Für die Ausstellungen kann es eine Vernissage geben.

Prof. und Altbischof Wolfgang Huber hielt in Magdeburg zum Thema Toleranz eine sehr bemerkenswerte Rede, ebenso die Ausländerbeauftragte Pfarrerin Cordula Haase (siehe PDF).

Nach der Rede von Altbischof Wolfgang Huber wurde die Ausstellung in der Wallonerkirche (Magdeburg) mit geschätzt 200 Personen im Rahmen einer Vernissage eröffnet.

Es gab Führungen durch die Ausstellungen, etwa mit Konfirmanden in Essen.

In der Gnadenkirche Bergisch Gladbach:

Freitag, 25.10.2013, 19.00 Uhr in der Gnadenkirche
Pfarrer Jörg Heimbach, Beauftragter im Ev. Kirchenverband Köln und Region für das Reformationsjubiläum 2017
Vortrag „Es muss mehr als Toleranz geben …“

Untertitel „ Voltaire und biblisch-reformatorische Splitter zur Toleranz“

Zitat von Jean-Jacques Rousseau an Voltaire: „Ich kann keinem ihrer Worte zustimmen, werde aber bis an mein Ende ihr Recht, das auszusprechen, verteidigen.“

   

Ausstellungsräume

  • Der erste Ausstellungsraum war die Stadtkirche zu Wittenberg (St. Marien)
  • Als zweiter Ausstellungsraum wurde die Ausstellung am 29. April 2013 im Rahmen des Pfarrkonvents zu 450 Jahre evangelische Kirche in der Marktkirche in Essen eröffnet.
    An diesem Abend kam man gemeinsam ins Gespräch, schaffte eine Begegnung mit der Ausstellung, schlug einen Brückenschlag in die Lutherstadt Wittenberg und wagte einen Ausblick, wie das Dekadenthema „Reformation und Toleranz“ in Kirche und Gesellschaft Gestalt finden kann.
  • Der dritte Ausstellungsort war bis zum 06. August die Wallonerkirche in Magdeburg. Die Ausstellung wurde nach dem jährlichen Gedenkvortrag in der Johanniskirche in Anwesenheit von Prof. Wolfgang Huber eröffnet. Zeitgleich lief in der Kirche die Wanderausstellung "450 Jahre Heidelberger Katechismus". ( http://www.geistreich.de/experience_reports/1786 )
  • Die "Visuellen Denkwege zu Luther" werden abschliessend noch in der Gnadenkirche Bergisch Gladbach ausgestellt.

siehe auch:

http://www.galerie-luther.de

 

Wrap up & follow-up actions

Aktuell wird akripbisch an der Foto-Ausstellung 2014: REFORMATION, Macht + POLITIK gearbeitet

Titel: offene Fragen ...

  • Wertschätzung 
  • Achtsamkeit 
  • soziale Gerechtigkeit

Die Ausstellung wird wie in diesem Jahr Ausgangspunkt einer Reihe gemeindlicher Aktivitäten wie Disussionen und Führungen sein.  

Es bietet sich an, über den Ausstellungszeitraum an Sonntagen begleitenden Predigtreihen zum Thema zu veranstalten.

Über die physische Ausstellung hinaus wird es neben einer Videofassung auch eine internetbaserte Umsetzung für den schulischen und theologischen Unterricht geben

Die geplanten jährlichen Foto-Ausstellungen VISUELLE DENKWEGE ZU LUTHER sind folgende:

  • 2014 REFORMATION + Politik
  • 2015 REFORMATION + Bibel und Bild
  • 2016 REFORMATION + die Eine Welt
  • 2017 REFORMATIONSJUBILÄUM

Zur Umsetzung dieser Ausstelllung ist die Gewinnung von Förder- und Kooperationspartnern wünschenswert.

 

 

Effect / experience

WITTENBERG: In der Stadtkirche, der Mutterkirche der Reformation, konnten sich unzählige Ausstellungsbesucher neu mit der Frage der Toleranz auseinandersetzen: unter aktuellem, teils auch provozierendem Blickwinkel.

Es war eindrücklich: Am Traditionsort wurden alte Ideen neu durchbuchstabiert! 


Pfarrer Dr. Johannes Block, 
Stadtkirche Wittenberg

Adopted and refined

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