Der Tod und das Meer

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 08.04.2013
Letzte größere Änderung: 08.04.2013
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Erwachsene
Gemeinden/Institutionen
St. Clemens-Kirchengemeinde in Nebel
Stichworte
Zielgruppen
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Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Keine Angaben
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Der Tod und das Meer

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des "GRUNDTVIG"-Programms gab es für die Kirchengemeinde St. Clemens die Möglichkeit, zu einem Workshop einzuladen, der sich mit dem Meer, dem Sterben und dem Tod auseinandersetzt. Dafür kamen 16 Männer und Frauen aus acht Nationen nach Amrum und tauschten sich eine Woche lang über ihre Erfahrungen aus.

Situation / Kontext

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Ziele

Ziel des Projektes war es, die unterschiedlichen Arten im Umgang mit dem Tod kennenzulernen und sich gegenseitig auszutauschen sowie die intereuropäische Kommunikation zu verbessern.

Reflexion / Hintergrund

Der Tod ist ein Teil des Lebens jeder Person unabhängig vom Geburtsland oder Zugehörigkeitsgefühl. Der Umgang mit dem Tod ist in jeder Kultur von Bedeutung, aber häufig weicht er auch erstaunlich stark von den eigenen Riten und Traditionen ab, wenn man Menschen einer anderen Kultur oder Religion trifft.

Amrum, eine Insel, die häufig mit dem Tod durch das Meer konfrontiert ist, war der ideale Ort, um diese kulturellen Unterschiede anzusprechen, darüber zu diskutieren und durch einen Teil des Lebens, der alle Menschen miteinander verbindet, enger zusammenzuwachsen.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Die gute Zusammenarbeit der Seminarleiter mit der Kirchengemeinde St. Clemens hat den Erfolg des Seminars garantiert. Während Frank Hansen als Initiator alle Fäden in der Hand behielt, stellte die Kirchengemeinde Örtlichkeiten und die Logistik zur Verfügung.

Vorbereitung

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Durchführung

Fünf Tage lang ging das Seminar:

  • Die ersten beiden Tage waren der Situation am Meer gewidmet. Im Wattenmeer vor Amrum gab es viele Strandungsfälle, auf Amrum gibt es eigens einen Friedhof für Angeschwemmte. Historische Grabsteine berichten u.a. von den großen Seefahrern, sie wurden im Rahmen des Projekts besichtigt.
  • In der Mitte der Woche gab es durch Pastor Dr. Klaus Onnasch kostbare Impulse: "Im Umgang mit dem Tod werden wir nicht von der notwendigen Trauerarbeit verschont. Sie trägt die Kleider unseres Glaubens, unserer Kultur, unserer Werte."
    Da die Teilnehmenden alle aus unterschiedlichen Kulturen gekommen waren, wurde ein Erlebnis- und Erfahrungsaustausch im Umgang mit Sterben und Tod zu einer wesentlichen Vertiefung.
  • Die letzten beiden Tage waren dem künstlerischen Ausdruck gewidmet: Fotografieren mit Anja Jensen und Malen mit Rüdiger Strasdas, um die Erlebnisse der vergangenen Woche zu verarbeiten.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

Teilnehmende berichteten begeistert von dem Seminar, die Auseinandersetzung mit dem Tod sei zwar häufig, vor allem in westlichen Kulturen, tabuisiert, allerdings absolut notwendig. Inspiriert und getragen fühlen sich die Teilnehmer und sind überzeugt, dass sie mit ihren Erfahrungen Todesfälle in ihrer Umgebung nun besser verarbeiten können.

Aufgegriffen und weiterentwickelt

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      Europa wächst zusammen und wir sind aufeinander angewiesen. geistreich zeigt Projekte von Begegnung und Lernen über Grenzen hinweg.
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