1. Ökumenischer Kirchentag "Geistreich" in Aschaffenburg

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 22.05.2013
Letzte größere Änderung: 22.05.2013
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Pfingsten
Gemeinden/Institutionen
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Aschaffenburg in Aschaffenburg
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: 14 Monate
Durchführung: 1 Tag
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1. Ökumenischer Kirchentag in Aschaffenburg

Kurzbeschreibung

Am Pfingstmontag fand in Aschaffenburg ein regionaler ökumenischer Kirchentag statt.

Situation / Kontext

Pfingstmontag

Ziele

Die ökumenische Weite wird zu Pfingsten ins Gedächtnis gerufen. Kirche ist in der Öffentlichkeit in besonderer Weise präsent.

Reflexion / Hintergrund

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Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Aschaffenburg ist ein Zusammenschluss christlicher Kirchen und Kirchlicher Gemeinschaften. Gegenwärtig gehören ihr

  • die Altkatholische Kirche, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Evangelisch-Lutherische Kirche (die vier Stadtkirchengemeinden der Gesamtkirchengemeinde Aschaffenburg), die Griechische Orthodoxe Kirche, die Römisch-Katholische Kirche (Dekanat Aschaffenburg-Stadt), die Rumänische Orthodoxe Kirche und die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien an.

Gaststatus haben

  • die Freie Evangelische Gemeinde (FEG), die Siebenten-Tags-Adventisten und die Neuapostolische Kirche.

Ihr Ziel ist es, das gemeinsame Zeugnis von Jesus Christus in Wort und Tat zu bezeugen und gemeinsam an der Einheit der christlichen Kirchen mitzuwirken.

Vorbereitung

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Durchführung

"Dieser Tag war im wahrsten Sinne des Wortes geistreich", sagte ein Besucher am Ende des Tages und spielte damit auf das Motto an, dass über der Veranstaltung gestanden hatte.
Dieser Reichtum an Geist war schon beim Eröffnungsgottesdienst auf dem Stiftsplatz zu spüren. Bis sich zu Beginn des Gottesdienst knapp 800 Teilnehmer versammelten hatten, waren die Regenwolken gewichen. Die hatten den Helfern noch beim Aufbau große Sorgen bereitet. Hin und wieder kam sogar die Sonne heraus und der katholische Dekan und  Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Wolfgang Kempf griff dieses gute Zeichen in seiner Begrüßung auf: "Ich spüre schon jetzt, dass sich die vierzehn Monate der Vorbereitung auf diesen Tag gelohnt haben!".  Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand eines der gemeinsamen Symbole aller Christen: das Wasser der Taufe. Während einer Tauferinnerung bezeichneten sich die Teilnehmer gegenseitig mit einem Kreuz auf die Hand oder auf die Stirn. Zusammen mit den Gebeten und dem gemeinsamen Gesang drückten die versammelten Christen aus, dass sie über die Konfessionsgrenzen hinweg viel mehr verbindet, als dass sie trennt.

Zu echten Begegnungen kam es dann bei den unterschiedlichen Angeboten des Kirchentags. Die Kinder hatten ihr Zentrum im evangelischen Pfarrzentraum in der Pfaffengasse, wo sie spielten und bastelten und Besuch von zwei Clowns bekamen. Im Zelt des Pfadfinderstamms Johannisburg konnten sie auch um ein kleines Feuer sitzen und Stockbrot backen. Jugendliche hatten im Martinushaus ein Zentrum in den Räumlichkeiten der Katakombe und der Regionalstelle für Kirchliche Jugendarbeit, während die Erwachsenen dort im ganzen Haus verteilt an verschiedenen Workshops teilnehmen konnten. Von Meditation über liturgischen Tanz bis zu Gesprächsrunden zu biblischen Thema war dort eine Menge geboten. Eine Besonderes Angebot machte das ökumenische Time-Out-Team im Kreuzgang der Stiftsbasilika: auf einem Erfahrungsweg konnten die Besucher Bibelstellen zu Reich-Gottes-Gleichnissen meditieren. Während sie dort die Ruhe mitten in der Stadt genießen konnten, war die Stiftskirche selber während dreier kurzer Konzerte erfüllt mit Orgelmusik. In der Muttergottes-Pfarrkirche gab es neues Geistliches Lied und in der Christuskirche Gospelmusik.
Im Freien war der "Markt der Möglichkeiten" aufgebaut, bei dem sich unterschiedlichste Gruppen aus den verschiedenen christlichen Konfessionen vorstellen konnten. So stellten Diakonie und Caritas gemeinsam an einem Stand ihre unterschiedlichen Beratungsangebote vor. Die Sozialstation St. Elisabeth hatte die schöne Idee, in Erinnerung an ihre Namensgeberin rote Rose an Besucherinnen des Kirchentage zu verschenken. Wie es Menschen geht, die aus ihrem Land flüchten müssen, konnte man hautnah im riesigen Flüchtlingstruck von Missio erleben, der auf dem Marktplatz aufgebaut war. Die kirchlichen öffentlichen Büchereien hatten einen gemeinsamen Stand, an dem gebrauchte Bücher gegen eine Spende erwerben konnte. Dafür konnte man am Stand des Martinushauses an einem Quiz zum Thema Umweltschutz mitmachen.

Egal an welchem Ort auf diesem Kirchentag, eines konnte man überall beobachten:  überall blieben Menschen stehen und unterhielten sich. "Hier hat man echt mal die Gelegenheit, etwas über die anderen Konfessionen zu erfahren", sagte Besucherin, die sich viel Zeit für einen Rundgang zu den verschiedenen Orten und Ständen genommen hatte. Sicher waren die Teilnehmer an diesem Kirchentag überwiegend Engagierte aus den unterschiedlichen Gemeinden, doch genau die schienen die christliche Weite, die sie zu spüren bekamen, besonders zu begrüßen. Entsprechend zufrieden zeigten sich dann auch der katholische Dekan Wolfgang Kempf und sein evangelische Kollege, der stellvertretende Dekan Rudi Rupp. "Es ist die geistvolle Atmosphäre entstanden, die wir uns gewünscht hatten", fasste Kempf den Tag für sich zusammen

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

"Es war bunt, es war entspannt, es war interessant!" Viele positive Stimmen waren zu hören.  Gut 1000 Besucher wurden gezählt. "Dieser Tag war im wahrsten Sinne des Wortes geistreich", sagte ein Besucher am Ende des Tages und spielte damit auf das Motto an, dass über der Veranstaltung gestanden hatte.

www.kirchentag-aschaffenburg.de

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