Bildung Gemeinsam Gestalten

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 02.06.2013
Letzte größere Änderung: 04.06.2013
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Jugendliche und Schule, Mitgliederbindung, Gemeindeaufbau, Gemeinwesen, Erwachsene, Bildung und Unterricht, Kinder und Grundschule, Schulnahe Jugendarbeit, Öffentlichkeit und Medien, Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Kampagnen, Internetauftritt und Newsletter, Neue Medien und Web 2.0, Organisationsentwicklung, Ehrenamtliche, Personalwesen, Besondere Gemeindeformen
Gemeinden/Institutionen
Evang.-Luth. Dekanat Neumarkt i.d.OPf. in Neumarkt
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: ca. 2 Arbeitstage
Durchführung: Für den Verantwortlichen einer Region dauerhaft ca. 1-2 Stunden pro Woche
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Logo Bildung Gemeinsam Gestalten

Kurzbeschreibung

Wir ermutigen Personen und Einrichtungen sich an Schulen mit Angeboten zu engagieren, die unserem evangelischem Bildungsverständnis entsprechen. Interessierte können auf der Internetplattform www.bildung-gemeinsam-gestalten.de Angebote gegenüber Schulen einstellen, die diese dort über eine Suchfunktion finden können. Die Kontaktaufnahmen mit zahlreichen Personen (nicht nur aus der Kerngemeinde), denen wir als evangelische Christen Mut machen sich an Schulen zu engagieren, können den Gemeindeaufbau unterstützen.

Über die facebook-Seite des Projektes versuchen wir an Hand gelungener Projekte deutlich zu machen, welche Bildungsaspekte uns wichtig erscheinen. Gleichzeitig sind wir unter dem Namen der facebook-Seite des Projektes auf facebook-Seiten von Personen und Einrichtungen aktiv, die unserer Auffassung nach Bildung an Schulen auf gute Weise ergänzen (könnten).

Situation / Kontext

In den vergangenen Jahren hat sich unsere Schullandschaft rasant verändert. G8, Mittelschule, offene und gebundene Ganztagsschule, um nur einige Begriffe in diesem Zusammenhang zu nennen.

Für die Schülerinnen und Schüler bedeuten diese Veränderungen oftmals, dass sie mehr Zeit in den Schulen verbringen und weniger Zeit für ihre Hobbies haben. Uns stellte sich die Frage, wie wir als Kirche diesen sich entwickelnden neuen Lebensraum in den Schulen mit prägen können.

 

Ziele

1) Inhaltliche Prägung des Lebensraums Schule nach Idealen eines Evangelischen Bildungsverständnisses (Grundlage: Bildungskonzept der Evang.-Luth. Kirche in Bayern).

2) Positive Wahrnehmung der Evangelischen Kirche in der Öffentlichkeit durch ein innovatives Projekt im Bereich Bildung

3) Unterstützung des Gemeindeaufbaus

 

Reflexion / Hintergrund

Das Pfarrkapitel und der Dekanatsausschuss des Dekanatsbezirks Neumarkt i.d.OPf. haben sich darüber beraten wie man mit knappen Personalressourcen den Lebensraum Schule mit prägen kann.  Wir kamen zu dem Ergebnis, dass wir als Kirche die Schulen und deren Verantwortliche darin unterstützen wollen, Personen und Einrichtungen zu finden, die den neuen Lebensraum Schule mit Angeboten füllen. Dabei achten wir darauf, dass die Angebote unserem evangelischen Bildungsverständnis entsprechen. Grundlage dafür ist das Bildungskonzept der Evang.-Luth. in Bayern. 

 

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Bild Junge mit Drachen. Quelle: www.bildung-gemeinsam-gestalten.deIn erster Linie geht es darum Mitmenschen zu motivieren sich mit ihren Kompetenzen, die wir als wertvoll erachten, an Schulen zu engagieren. Wenn dieser Gedanke durch Gemeindeglieder in Kirchengemeinden aufgegriffen wird, kann dies den Gemeindeaufbau unterstützen, da in unserem Sinne Engagierte nicht unbedigt zur Kerngemeinde gehören. Gezielte Begegnungen mit Personen, die wir motivieren möchten, sich an Schulen zu engagieren, können Ausgangspunkte zu weiteren Kontakten im kirchlichen Rahmen sein.

Im Rahmen solcher Kontaktaufnahmen wird stets auf die  Internetplattform www.bildung-gemeinsam-gestalten.de hingewiesen. Diese ermöglicht engagierten Personen/Einrichtungen und Schulen das gegenseitige auffinden. Spätestens bei der Übergabe eines Werbeflyers oder dem Aufruf der Internetseite wird deutlich, dass evangelische Christen die Kompetenzen des Gegenüber für wertvoll erachten.
Solche Gespräche haben auch wenn sich die Angesprochenen nicht auf der Plattform registrieren eine wesentliche Funktion. Denn die Würdigung der Kompetenzen der angsprochenen Personen und der ermutigende Zuspruch ist für diese wohltuend. Wenn dies durch evangelische Christen geschieht bzw. deutlich wird, dass in der Evangelischen Kirche diese Kompetenzen für wertvoll erachtet werden, so wird auch die evangelische Kirche positiv wahrgenommen. Rückmeldungen, wie: "Toll, dass die Evangelische Kirche  soetwas anbietet!" sind keine Seltenheit.

Entscheidend für den langfristigen Erfolg des Projektes ist das nachhaltige Bekanntmachen der Projektidee, so dass sich möglichst viele Personen an das Projekt erinnern, wenn Sie im Alltag Personen oder Einrichtungen begegnen die gegenüber Schulen entsprechende Angebote machen könnten.

Die Internetplattform ist so aufgebaut, dass die effektive Nutzung auf Gebiete über die Dekanatsbezirke Altdorf und Neumarkt ohne großen Aufwand ausgedehnt werden kann, sobald eine weitere evangelische Organisationseinheit eigenständig für die Betreuung einer weiteren Region sorgt. In Bayern sind dies üblicherweise Dekanatsbezirke.

Wie dies in Bayern geschehen kann ist hier beschrieben:
www.bildung-gemeinsam-gestalten.de/aktiv-werden/unsere-region-in-die-plattform-einbinden.html
Grundsätzlich ist eine Ausdehnung im gesamten deutschsprachigen Raum möglich.

Die sehr zeitaufwändige Entwicklung des Konzeptes, der Aufbaus der Internetplattform, und die Entwicklung von Info- und Werbetexten ist im Wesentlichen abgeschlossen bzw. wird von den Plattformbetreibern aus dem Dekanatsbezirk Neumarkt i.d.OPf. geleistet.

Da dies Kosten verusacht bitten wir Träger aus weiteren sich an dem Projekt beteiligende Regionen um eine kleine finanzellen Unterstützung.

Vorbereitung

Für die Einführung des Projektes in einer neuen Region sind folgende Vorbereitungsschritte notwendig:

1) Benennen eines Verantwortlichen (Bezirksadministrator) für die Einführung des Projektes in einer neuen Region und Einweisung dieser Person in die Technik der Plattform. (Die Einweisung erfolgt durch den Haupadministator, technische Vorkenntnisse sind nicht notwendig.)

2) Dafür sorgen, dass mindestens  20 Angebote für Schulen, in einer Region in der das Projekt neu eingeführt wird, auf der Plattform zu finden sind. Einen guten Grundstock dafür liefert das Projekt "Diakonisches Lernen" .

3) Einführung/Bewerbung des Angebotes gegenüber den Schulen einer Region. (Entsprechende Textbausteine für Briefe an Schulleitungen können zur Verfügung gestellt werden)

4) Bewerbung des Projektes in der kirchlichen und allgemeinen Öffentlichkeit z.B. (Regional-) Zeitungen, Gemeindebriefe, Regionale Internetplattformen, Anschreiben an Bürgermeister, facebook, twitter,... (Entsprechende Textbausteine können zur Verfügung gestellt werden)

Durchführung

1. Betreuung
Personen, die als registrierte Nutzer auf der Plattform aktiv sind, werden betreut. D.h. Plattformnutzer werden bei Bedarf im Hinblick auf die technische Nutzung der Plattform und im Hinblick auf die "Pädagogischen Leitlinien", die Orientierungsmaßstab für Angebote auf der Plattform sind, beraten. Im Registrierungsverfahren, sowie bei der Veröffentlichung von Angeboten müssen Plattformnutzer durch Betreuer auf der Plattform freigeschaltet werden.

Anfänglich wird dies durch den Bezirksadministrator geleistet werden können. Bei zunehmender Nutzeraktivität in der Region, kann er nach und nach ein Betreuerteam zusammenstellen, das mit eigenen Benutzerkonten die Betreuung einzelner Unterregionen oder  der gesamten Region übernehmen kann.

2. Bewerbung

Dauerhaftes bewerben bzw. in Erinnerung halten der Projektidee in der kirchlichen und allgemeinen Öffentlichkeit.

Hinweis:
Für die Nutzung der Plattform sind für Betreuer und Bezirksadministratoren keine technischen Vorkenntnisse notwendig. Der Umgang mit der Plattform ist intuitiv und selbsterklärend. Darüber hinaus stehen im Betreuerbereich für angemeldete Betreuer und Beziksadministratoren  detaillierte Informationen zur Bedienung der Plattform sowie weitere praktische Hinweise zur Verfügung.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Für den Herbst 2013 sollen erste Schritte zur Vorbereitung einer Evaluation in den Dekanatsbezirken Altdorf und Neumarkt unternommen werden.

Wirkung / Erfahrung

Öffentliche Einführung
Bereits vor der öffentlichen Einführung im Dekanatsbezirk Neumarkt zeigten Vertreter von Schulen deutliches Interesse an dem Projekt, welches stetig anhält. Bei der Veranstaltung zur öffentlichen Einführung im Dekanatsbezirk Neumarkt i.d.OPf. waren über 70 Personen, viele Vertreter aus den Schulen (überwiegend aus den Schulleitungen) und weitere Interessierte, anwesend.


Öffentlichkeitsarbeit
Es ist wichtig die Projektidee regelmäßig in der kirchlichen und allgemeinen Öffentlichkeit, sowie an den Schulen bekannt zu machen, bzw. in Erinnerung zu halten. Dadurch beginnen zunehmend mehr Personen die Projektidee aufzugreifen und den Lebensraum Schule in unserem Sinne zu prägen.
Die Evangelische Kirche wird durch die stetige Öffentlichkeitsarbeit als engagaierte Einrichtung im Bereich Bildung auf gute Weise wahrgenommen. Das stetig wiederkehrende Corporate Design auf den Werbematerialien, auf facebook, twitter und in Zeitungsartikeln hilft das Projekt in der Bevölkerung auf vielfältige Weise zu bewerben und in Erinnerung zu behalten.


Ein Beispiel für den Gemeindeaufbau

Für den Dekanatskirchentag im Dekanatsbezirk Neumarkt i.d.OPf. haben sich 2 Personen, die nicht zur Kerngemeinde gehören, bereit erklärt ihre Kompetenzen als Workshopleiter an Kirchentagsbesucher weiterzugeben. An diesem Beispiel wird deutlich, dass sich eine Bindung an die Kirche auch über das Projekt hinaus entwickeln kann.


Facebook-Seite
Die Statistiken der facebook-Seite des Projektes weisen zunehmendes Interesse von Personen, die nicht unmittelbar mit dem Projekt in Zusammenhang stehen, aus. Auch wenn nicht alles intensiv "geliket" und "geteilt" wird, so wächst der Personenkreis, der die geposteten Beiträge wahrnimmt laut facebook-Statistik stetig.


Erste Ausdehnung des Projektes auf einen Nachbardekanstsbezirk

Das Projekt ist eine Initative aus dem Dekanatsbezirk Neumarkt i.d.OPf. Hier wurde das Projekt entwickelt. Schon bald hat auch der Dekanatsausschuss des Dekanatsbezirks Altdorf (Nachbardekanatsbezirk) sich für eine Ausdehnung des Projektes auf den Dekanasbezirk Altdorf ausgesprochen.

 

Aufgegriffen und weiterentwickelt

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