Ein Kartengruß von Jung nach Alt

Author
a geistreich member
Created at: 2013-06-05
Last major update at: 2013-06-05
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Konfirmandenarbeit
Institutions
Ev.-luth. Kirchengemeinde Herrenhausen-Leinhausen in Hannover
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: no information
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Kartengruß von jung nach alt

Abstract

Vorkonfirmanden haben Karten an die Gottesdienstbesucher verteilt, die sie vorher selber gestaltet haben. Auf die Vorderseite der Klappkarte haben sie christliche Symbole (Taube, Fisch…) geklebt.

Für die zweite Seite haben sie einen Bibelvers ausgesucht und ihn dekorativ gestaltet.

Auf die dritte Seite haben sie einen kurzen Brief mit einigen Worten über sich und guten Wünschen für den Empfänger geschrieben.

Vor dem Verteilen haben sie im Gottesdienst ihre Wünsche für mehr Gemeinschaft zwischen Jung und Alt in der Gemeinde  vorgetragen.

Situation / context

Konfirmanden äußern manchmal, dass sie, obwohl sie sonntags mehr oder weniger regelmäßig in den Gottesdienst kommen, kaum jemanden der Erwachsenen der Gemeinde kennen, und dass sich von diesen nur wenige für sie interessieren. Es findet zwar nach dem Gottesdienst viel Kommunikation vor der Kirche und in unserer Cafeteria statt, aber da reden Menschen miteinander, die sich bereits lange kennen. Kontakte zwischen jungen und älteren Menschen entstehen aber selten, da die gemeinsamen Themen fehlen.

Goals

  • Erwachsene und Jugendliche sollen sich bewusster gegenseitig wahrnehmen.
  • Besonders sollen die Älteren erleben, dass Konfirmanden wirkliches Interesse haben, sich in der Gemeinde wahrgenommen und ernst genommen zu fühlen.
  • Vorurteile gegenüber Konfirmanden sollen abgebaut werden.
  • Es soll anregen, über Formen im Gottesdienst und bei anderen gemeindlichen Veranstaltungen nachzudenken, bei denen eine generationsübergreifende Gemeinschaft erlebbar wird.

Reflection / background

Eine christliche Gemeinde besteht aus Jungen und Alten. In der Urgemeinde gehörten alle dazu, auch bei der Feier des Abendmahles.

Jesus hat besonders auf die Kinder hingewiesen und sie den Erwachsenen  zum Vorbild ernannt. Heute werden Kinder oft nur als störend im Gottesdienst angesehen.

Man gibt ihnen zwar, auch nicht mehr überall, einen eigenen Raum im Kindergottesdienst, aber für die etwas Älteren (z.B. im Konfirmandenalter und etwas älter) gibt es selten eine gottesdienstliche Veranstaltung, in der sie sich wiederfinden. Und wenn doch, so ist das , wie der KiGo, eine zielgruppenbezogene Veranstaltung. 

General information on realization

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Preparation

Erfahrungsberichte der Konfirmanden aus den Gottesdienstbesuchen ergaben, dass sie sich dort sehr fremd fühlen und kaum jemanden kennen.

Der ursprüngliche Plan war, dass die Konfis Geschenke basteln und den Mitgliedern des Besuchsdienstes  mitgeben sollten. Das scheiterte an den Bedenken im Besuchsdienstkreis, dass durch so zeitlich begrenzte Aktionen Gemeindeglieder bevorzugt würden, die gerade in dieser Phase besucht würden. Es müsste dann schon eine dauerhafte Aktion sein.

Daraufhin kam mir die Idee, einen Gottesdienst dafür zu nutzen. Die Konfis waren bereit dazu.

Zunächst verfassten sie kurze Briefe, in denen sie etwas über sich, über ihre Wünsche und Probleme in Bezug auf die Gemeinde sagten. Dann suchten sie sich aus einer Vorauswahl Bibelverse und christliche Symbole aus.

Alle diese Beiträge gestalteten sie auf Papier im Format A6. Diese wurden auf Klebefolien kopiert, zugeschnitten und auf Blanco – Karten geklebt.

Dann wurden Wortbeiträge für den Gottesdienst erarbeitet und geprobt.

Realization

Vorstellung des Projekts. Quelle: Catharina UhlmannEin „normaler“ Sonntagsgottesdienst am Sonntag wurde ausgesucht. Es sollte bewusst kein  „Jugendgottesdienst“ sein, sondern einer, in dem sich auch die Älteren wohlfühlen.

Der erste Schritt im Aufeinanderzugehen geht von den Konfis aus, die sich in den für die Älteren gewohnten Gottesdienst einbauen. Nach der Predigt stellten die Konfis ihr Anliegen vor und verteilten die Briefkarten persönlich an die Gottesdienstbesucher.

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

Ob die Aktion die erhoffte Wirkung erzielt hat, muss die Zeit zeigen.

Immerhin gab es nach dem Gottesdienst bereits einige fruchtbare Gespräche und Signale der erstaunten Betroffenheit der Erwachsenen: Sind wir wirklich so ein geschlossener Kreis?

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