Frage der Menschenrechte: 1989 und heute

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ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 02.12.2013
Letzte größere Änderung: 18.09.2014
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Stadtjugendpfarramt Gera in Gera
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Kurzbeschreibung

In der Erinnerung an die Friedliche Revolution 1989 kommt es auch zu der Frage nach Menschenrechten heute.

Situation / Kontext

Mit dem Bezug auf die allgemeinen Menschenrechte bekam die DDR-Opposition eine besondere Dynamik.

Auch heute stehen die Menschenrechte daher im Zentrum.

Ziele

Menschenrechte weltweit stärken.

Reflexion / Hintergrund

Als 1989 durch Massenproteste das SED-Machtgefüge in sich zusammenbrach und die Teilung Europas überwunden wurde, stellte das auch eine Kirchengeschichtliche Zäsur da. Die Evangelischen Kirchen der DDR schüttelten die Repression ab und wanderten in eine demokratisch verfasste und ökonomisch dominierte Gesellschaft ein.

Nun stellte sich die Frage, wie die Erfahrungen von Diktatur und Widerstand auf eine lebendige Weise in die neue Situation hinein tradiert werden können. Nicht nostalgische Rückschau, sondern eine vergegenwärtigende Übertragung ins Heute war dabei der eigene Anspruch.

  

In der Evangelischen Kirchgemeinde Gera gab es mehrere Projekte, Veranstaltungen und Gottesdienste, die sich diesem Bereich gewidmet haben. Oft ging die Initiative dabei vom Stadtjugendpfarramt aus, doch wurde die Umsetzung im Kirchenkreis sowie in ökumenischer Zusammenarbeit realisiert.

  

In diesem Beispiel geht es um die Frage der Menschenrechte.

   

Mit dem Bezug auf die allgemeinen Menschenrechte bekam die DDR-Opposition eine besondere Dynamik. Mit dem Bekenntnis zur Menschwerdung Gottes in Jesus Christus besteht auch eine innere theologische Beziehung zu dem Thema.

Aktuelle Bezüge lassen sich leicht finden, so in der Frage der Flüchtlingspolitik, der Solidarität mit politischen Gefangenen oder dem Gebet für verfolgte Christen. Auch die Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Menschenrechte können durch Kirchgemeinden gefördert werden. Je zwei Beispiele aus Gera.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

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Durchführung

In diesen Beispielen geht es um die Frage der Menschenrechte.

  

Appell an die Sportwelt Liu Xiaobo 2010

Mit einem Appell an die Sportwelt, der sich an das IOC und das NOC richtete, wurden die Adressaten aufgefordert, sich aktiv für den inhaftierten chinesischen Menschenrechtsaktivisten Liu Xiaobo einzusetzen. Anlass war, dass die Olympischen Spiele in Peking vor dem Hintergrund massiver Menschenrechtsverletzungen stattgefunden haben.

Der Appell wurde von DDR-Dissidenten und kirchlichen Persönlichkeiten unterzeichnet und fand breite öffentliche Aufmerksamkeit.

Briefe, PM und Interview unten im Downloadbereich.

    

Solidaritätsschreiben an den geistlichen Rat der Baha‘i auf Grund der Verfolgung der Baha‘i im Iran

Mit einem Brief an den Geistigen Rat der Bahai erklärten wir unsere Solidarität mit der im Iran verfolgten religiösen Minderheit.

   

Gesprächsabend zu dem Menschenrechten mit den Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen und der Kirche 2010

Als Kirchgemeinde luden wir die Vorsitzenden des Geraer Stadtrates zu einer öffentlichen Diskussion ein, in der über die aktuelle Bedeutung der Menschenrechte gesprochen wurde. Bewusst wurde dieser Abend in den Kontext der Tradition der Friedlichen Revolution gestellt. Durch die Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Gera konnte diese Veranstaltung in größer Breite vermittelt werden.

   

Workshop „Menschenrechte“

Der Workshop „Menschenrechte“ vermittelt Grundwissen zu dem Thema. Er behandelt die historische Entwicklung des Menschenrechtsgedanken und aktuelle Diskussionen. Ein besonderer Teil ist dem Verhältnis von Religion und Menschenrechten gewidmet.

Mit Fallbeispielen werden konkrete Konfliktfelder bearbeitet:

„Manchmal geraten unterschiedliche Menschenrechts-Standards miteinander in Konflikt.

Wie würdest du entscheiden? Was wiegt schwerer?

  • homophobe und frauenfeindlicher Rap-Song – Meinungs- und Kunstfreiheit vs. Schutz der menschlichen Würde
  • Nazi -Demo  - Demonstrationsfreiheit vs. Schutz vor demokratiefeindlicher Propaganda
  • Forderung von christlich-fundamentalistischen Eltern, ihr Kind zu Hause selbst erziehen zu dürfen – Religionsfreiheit vs. Recht des Kindes auf umfassende Bildung“

Der Workshop wurde bisher in der Evangelischen Jugendarbeit und in der Volkshochschule Gera eingesetzt.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

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Aufgegriffen und weiterentwickelt

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