Apfelwochen - was tun mit unseren Äpfeln?

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ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 17.01.2014
Letzte größere Änderung: 17.01.2014
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
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Frieden, Gerechtigkeit, Schöpfung
Gemeinden/Institutionen
Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven in Zetel
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Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Keine Angaben
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Apfelwoche

Kurzbeschreibung

Unter dem Motto „Altbewährtes Wissen bewahren" haben sich viele Kirchengemeinden des Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven auf die Spur des Apfels begeben und nach altem Wissen gesucht, es ausprobiert, geteilt und weitergegeben.

Situation / Kontext

In ganz Friesland gibt es viele Streuobstwiesen, Obstbaumalleen oder - wie bei uns - mit Obstbäumen bepflanzte Siedlungen. Häufig handelt es sich dabei sogar um alte, wertvolle Sorten. Viele dieser Früchte werden nicht abgeerntet und landen oft in der Biotonne. Gleichzeitig hört man häufig die Klage, dass eine gesunde und womöglich biologische Ernährung zu teuer ist. Wie passt das zusammen?
Noch vor wenigen Jahrzehnten war das anders: Für viele Menschen war der eigene Garten oder der Dorfanger eine wichtige Nahrungsquelle. Viel Wissen darüber, wie man z.B. Äpfel verwertet, ist heute nicht mehr bekannt.

Ziele

Diese Früchte nicht mehr dem Vergessen und der Verrottung preis zu geben, ist ein Ziel der Apfelwochen.
Das Projekt soll durch ein übergreifendes Thema mit verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten je nach Schwerpunktsetzung der einzelnen Gemeinden das Leben vor Ort bereichern, altes Wissen bewahren und an die kommenden Generationen weitergeben. Hierüber hinaus gilt es, die Kooperationen zwischen den unterschiedlichen Gruppen in unseren Kirchengemeinden untereinander zu stärken und zu fördern.

Wir möchten den teilnehmenden Gemeinden unseres Kirchenkreises ein Forum bieten, in dem sie sich durch Austausch und eine gemeinsame Planung einem Projekt zuwenden. Diese gefundenen Kooperationen sollen über anschließende Mitarbeitertreffpunkte weiterhin Bestand haben und zu einer vernetzte Kirchenkreisarbeit in den Gemeinden beitragen. Allein die Kooperation der zwei Projektstellen mit unterschiedlichen Schwerpunktausrichtungen, nämlich

  • a) themenorientiert: Zukunft einkaufen und
  • b) zielgruppenorientiert: zukunftsfähige Seniorenarbeit ermöglicht neue Ansätze in den Arbeitsweisen.

Reflexion / Hintergrund

Apfelwochen. Quelle: Marie HalbachKirchengemeinden sind bewährte Orte des Miteinanders der Generationen. So kann auch bei der jüngeren Generation verloren gegangenes Wissen von der älteren Generation weitergegeben werden.
Mit ca. 1400 Sorten allein in Deutschland erreicht der Apfel eine beachtliche Vielfalt. Besonders ist auch seine Symbolkraft. Diese reicht von Vollkommenheit und Liebe über Begierde und Macht zu Streit und Sünde.

Alte Apfelsorten sind gesünder, denn sie enthalten mehr Polyphenole als neue Züchtungen. Diese bioaktiven Substanzen gelten als gesundheitsfördernd und krebsvorbeugend, wurden jedoch weitestgehend herausgezüchtet. Darum pflanzen wir vorrangig heimische, alte Sorten.
Das Besondere dieses Projektes ist der Impulsansatz. Hier gilt es schon in der Planungsphase, Begegnungsräume zu eröffnen und Initiativteams zu bilden, die gemeindeübergreifend, aber auch gemeindlich Ideen planen und umsetzen.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

Die Projektidee wird mit einem Workshop eingeleitet (erster Schritt). Hier werden die ersten Ideen für Gemeindeveranstaltungen entwickelt und ausprobiert.

Durchführung

Apfelbestimmung. Quelle: Marie HalbachDer zweite Schritt ist eine Bündelung der unterschiedlichen Gemeindeideen zum Thema, um einen gemeinsamen Veranstaltungsbogen herauszugeben, Überschneidungen zu vermeiden und Schwerpunkte zu setzen. Parallel wird ein Aufruf um Rezeptideen für ein Kirchenkreis-Koch-&-Back-Buch ergehen, gespickt mit Rätseln, Anekdoten und biblischen Zutaten.

Der dritte Schritt ist die Durchführung der zwei „Apfelwochen" mit Seminaren, kirchenkreis- und gemeindeeigenen Veranstaltungen rund um den „Apfel".

Im vierten Schritt gilt es, die gemeinsame Planungsebene durch Reflexion und Ausschau nach weiteren Kooperationsmöglichkeiten - speziell im Seniorenbereich - zu festigen. Angedacht sind drei gemeindeübergreifende Mitarbeiterrunden.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Aus den gemeinschaftstiftenden, gemeindeübergreifenden Veranstaltungen der „Apfelwochen" erhoffen wir uns eine nachhaltige Bereitschaft zum Austausch innerhalb der Seniorenarbeit, zu planerischen sowie reflektiven Prozessen der ehrenamtlichen Gemeindearbeit: ein Austauschforum.

Des Weiteren sind diese Veranstaltungen als „Türöffner" für die aus den Erkenntnissen des demographischen Wandels notwendigerweise einzuleitenden zukünftigen Konzepte einer „selbstorganisierten Seniorenarbeit" zu verstehen. Dies sind geplante Anschlussprojekte für eine Zeitdauer über ca. 2 1/2 Jahre. Hieran werden sich nach heutigem Stand verstärkt fünf Gemeinden aus dem Jeverland beteiligen.

 

Wirkung / Erfahrung

Das Ergebnis dieses Projektes ist noch nicht abzusehen. Da es im Rahmen der sechs Projektstellen der Diakonischen Werke in den Kirchenkreisen stattfindet, ist ein steter Erfahrungsaustausch mit den Kollegen und Kolleginnen gegeben. So können positive Erfahrungen aus dem gesamten Oldenburger Land in dieses Projekt einfließen. Sollte sich die Projektidee als gelungen herausstellen, ist es möglich, diesen Ansatz auch an anderen Standorten zu etablieren.

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