Leuchtpult mit spiritueller und baugeschichtlicher Kirchenführung

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 24.01.2014
Letzte größere Änderung: 24.01.2014
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Offene Kirchen und Wegekirchen, Arbeit mit Touristen und Kurseelsorge, Kirchenraum und Kirchenpädagogik
Gemeinden/Institutionen
Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Oerlikon in Zürich
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Auf Dauer
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Leuchtpult

Kurzbeschreibung

Eine Vitrine in einer Kirche erklärt einerseits die Architektur- und Baugeschichte der Kirche und andererseits den Kirchenraum spirituell mit seinen christlichen Bezügen.

Situation / Kontext

Offene Kirchen ziehen Besucherinnen und Besucher an, viele wollen nicht nur die Stille geniessen, sondern interessieren sich für die Ausstattung der Kirche. Nicht immer ist ein Führer vor Ort.

Ziele

Den Besuchenden unter der Woche den Kirchenraum begreiflich machen: Wer den Kirchenraum, seine Funktionen und seinen Schmuck „lesen" lernt, verweilt länger und setzt sich mit wichtigen Glaubensinhalten auseinander.

Reflexion / Hintergrund

Inhaltlich erzählt das Leuchtpult einerseits die Architektur- und Baugeschichte der Kirche und andererseits erklärt es den Kirchenraum spirituell mit seinen christlichen Bezügen. (Kirchenraum – und religionspädagogischer Ansatz).

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

In Oerlikon wurde das Leuchtpult im Rahmen einer umfassenden Innenrenovation zum 100-Jahr-Jubiläum initiiert.

Vorbereitung

Das Leuchtpult wurde zusammen mit dem neuen Mobiliar der Kirche gestaltet und auf den Kircheninnenraum abgestimmt. (Kirchenbänke, Rollkorpusse und Möbel mit Leuchtpult).

Durchführung

Leuchtpult. Quelle: www.sek.chDie Informationen sind auf eine lichtdurchlässige, transparente Folie gedruckt. Sie liegt auf einem Milchglas, welches von unten beleuchtet wird und ist zugedeckt von Vitrinenglas. Der Austausch der Folie ist sehr einfach. Es könne auch andere Folien oder auch Papiere eingelegt werden, z.B. zum Kirchenjahr, zur Diakonie usw. Der Schaukasten ist ein mediales Gefäss, welches kreativ, pädagogisch und künstlerisch genützt werden kann.

Das Möbel unter dem Leuchtpult bietet neben seiner Funktion als Trägermedium von Inhalten auch noch ganz praktisch und pragmatisch Platz für Gegenstände, die für Gottesdienste oder für die Mitarbeitenden und für Feste in der Kirche aufbewahrt werden müssen.

    

Vorgehen (grob):

  • Konzept Leuchtpult erarbeiten
  • Leuchtpult als Möbel (Wand oder Boden) entwickeln (Grössen, Material)
  • Redaktion (Rohmanuskripte, Original-Bilder, Inhalte)
  • Grafik und Layout (Texte, gute Fotos, Illustrationen, Typografie, Farbkonzept)
  • Testphase: Vordruck auf normalem Papier
  • Druckvorlage erstellen
  • Folie drucken
  • Leuchtpult montieren
  • Inbetriebnahme

Eine Kostenschätzung finden Sie unten auf der Seite unter "Materialien".

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

Kostenschätzung

  • Recherche, Fotos sammeln, Texte schreiben, Redaktion, Konzept (Redaktion): 
    Wurde in Oerlikon ehrenamtlich von der Pfarrerin und deren Tochter gemacht.
    Die Idee zum Schaukasten stammt vom Architekten Kaspar Fahrländer, der die Innenrenovation leitete.
  • Illustrationen/Grafik: 2.500.-, Oerlikon: Freundschaftspreis von CHF 800.- Realistisch ist der doppelte bis dreifache Preis für ein Projekt dieser Grösse. (2500.- 3000.- CHF
  • Foliendruck: 800.- : Firma Gwerder AG, Zürich, Folie wurde veredelt (Laminierung)
  • Möbel oder Schaukasten, Möbeldesign inkl. Produktion, Preise für Schaukasten je nach Ausstattung, individuell angefertiges Möbel (Korpus mit Leuchtpult als Oberfläche): Preis auf Anfrage. Verantwortliche in Oerlikon: Eliane Schillinger, Zürich 
  • Produktion Möbel / Schaukasten: Abhängig von der Ausstattung
  • Total: 3.400.-
  • Erstellung Grafik und Folie, ohne Möbel, Richtpreis Total: ca. 11‘000.-


    Die Kosten hängen davon ab, wie das Leuchtpult ausgestattet wird. Zudem stellt sich auch die Frage, ob ein Leuchtpult nötig ist, oder ob auch eine Variante z.B. mit einem Bildschirm in Frage kommt. Vorteil von dieser Variante ist, dass die Inhalte noch schneller ausgetauscht werden könnten. Dabei wären die Anschaffung der technischen Geräte sowie die Programmierung mit ein zu kalkulieren. Unabhängig von der Darstellungsform, braucht es jedoch theologische, raumbezogene und Design-Kompetenzen.

Nutzen

  • Das Leuchtpult lässt sich vielseitig nutzen.
  • Unterstützung bei Kirchenführungen
  • Kinder gucken das Leuchtpult sehr gerne an, im kirchlichen Unterricht hat es bereits einen festen Platz (Unterstufe bis Oberstufe).
  • Das Leuchtpult ist ein mediales Gefäss: Man kann weitere Folien schaffen, die auch einmal das Gemeindeleben, das Kirchenjahr, ein Kunstprojekt usw. zum Inhalt haben.
  • Es verursacht kaum Wartungskosten.

   

Kritische Erfolgsfaktoren

  • Es braucht sowohl ästhetische, theologische und raumbezogene Kompetenzen.
  • Gute Vorbereitung und gute Kommunikation während dem Entstehungsprozess wird Frustrationen und Unmut vorbeugen (eine gute Projektleitung ist sicher sehr hilfreich).
  • Offerten im Voraus einholen.

   

Chancen und Risiken

  • Vermitteln von spirituellen Basics auf moderne Art.
  • Christliche Grundgedanken lassen sich ortsbezogen vermitteln.
  • Es ist ein stilles, unaufdringliches Medium.

Aufgegriffen und weiterentwickelt

    Umfeld des Beitrags

    • JSM_Kirche
      Kirchenpädagogik meint die Kunst, einen Kirchenraum mit seinen spirituellen und historischen Besonderheiten für Neulinge zu erschliessen.
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      von einem Geistreich-Mitglied
    • © by Bastian Gierth, www.gierth-design.de
      Oberartikel zum Thema Innenraum der Kirche, Sakralgegenstände und Kirchenführung.
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      Medienprojekte transportieren christliche Inhalte über Medien, über das Internet und über Neue Medien.
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      Offene Kirche ist ein Angebot, die Kirche außerhalb der Gottesdienstzeiten zu besuchen.
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