Ökumenischer Kreuzweg der Schöpfung

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 28.02.2014
Letzte größere Änderung: 28.02.2014
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Passionszeit, Frieden, Gerechtigkeit, Schöpfung
Gemeinden/Institutionen
Ev.-luth. Landeskirche Hannovers in Hannover und Bistum Hildesheim in Hildesheim
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Keine Angaben
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Kreuzweg der Schöpfung

Kurzbeschreibung

Ein Kreuzweg führt zu zu vier politisch umstrittenen Standorten in Niedersachsen. In einer in der Nähe liegenden Kirche wird hinterher eine Andacht gehalten.

Situation / Kontext

Der Ökumenische Kreuzweg der Schöpfung fand 2012 statt.

Ziele

Der Kreuzweg soll ein Weg der Klage, nicht der Anklage sein. Er soll ein Weg der Klage darüber sein, wie Menschen mit Gottes Schöpfung umgehen. 

Reflexion / Hintergrund

Kreuzwege haben eine lange Tradition.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

Für den Kreuzweg wurde ein  4,50 Meter und 2,50 Meter breites Kreuz aus Lärchenholz angefertigt. Die Lärche stand beim Atommüllager Asse.

Durchführung

Den Auftakt machte der kleine Ort Wietze im Landkreis Celle.  Dort ist eine der größten Hähnchenschlachtanlagen Europas entstanden. Der Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, betonte in der abschließenden Andacht in der katholische Maria-Hilf-Kirche die Mitgeschöpflichkeit der Tiere.

Meister forderte zu einer „Entgrenzung“ auf: Der Bund Gottes sei nicht exklusiv für Menschen, sondern schließe auch die Tiere ein. Auch sie fänden in Gottes Handeln ihre Rettung. Nötig sei aber auch eine Begrenzung, eine Mäßigung. Dies sei nicht zuerst eine Frage des Marktes oder der Unternehmen, sondern jeder Einzelne müsse sich die Frage stellen, „was wir uns, was wir Gott und was wir den Mitgeschöpfen schuldig sind.“ Jürgen Selke-Witzel, der Diözesanreferent für Umweltschutz und Nachhaltigkeit, hatte das Holz für das 4,50 Meter und 2,50 Meter breite Kreuz ausgesucht. Selke-Witzel befestigte mit Klaus-Dieter Paschek zwei Tontafeln an dem Querbalken des Kreuzes, auf denen der Ortsname „Wietze“ zu lesen ist. Dann schulterten Bischof Meister, Generalvikar Schreer, Selke-Witzel und Isam Saleh aus Wietze das Kreuz, um es auf den drei Kilometer langen Weg zu bringen. An mehreren Stationen wurde für ein Gebet Halt gemacht.

Das sägerauhe Holzkreuz wurde an den kommenden Sonntagen zunächst an der Asse getragen. In der evangelische Kirche in Remlingen predigte der Bischof des Bistums Hildesheim Norbert Trelle. Der Weg führte dann zum Atommüllager Asse II. Am folgenden Sonntag begann der Kreuzweg  an der katholischen St.-Bernward-Kirche in Salzgitter-Tiede. Hier sprach die Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth, Mitglied des Umweltausschusses. Der Weg führte zum Schacht Konrad. Anschließend gab es eine Lichterkette von Braunschweig über Asse/Wolfenbüttel bis zum Schacht Konrad/ Salzgitter geben. Damit sollte auch an die Reaktorkatastrophe von Fukushima vor genau einem Jahr erinnert werden.

Letzte Station des Kreuzwegs war Gorleben. Treffpunkt war der Verladekran für Castorbehälter in Dannenberg. Der Weg führte dann zur katholischen Kirche St. Peter und Paul. Die Predigt hielt hier die damalige Präses der Synode der EKD, Katrin Göring-Eckhardt. Anschließend ging es zum Erkundungsbergwerk Gorleben zu einem gemeinsamen Gebet um 14 Uhr. Das Lärchen-Kreuz  wurde in Gorleben dauerhaft aufgestellt.

 

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

Der Kreuzweg hatte etwa 250 Teilnehmer/innen.

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