Gorlebener Gebet am Atommüll-Zwischenlager

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 28.02.2014
Letzte größere Änderung: 28.02.2014
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Gottesdienst unter freiem Himmel, Andachten, Frieden, Gerechtigkeit, Schöpfung
Gemeinden/Institutionen
Ökumenische Initiative Gorlebener Gebet in Wustrow (Wendland)
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: 1 h
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Gorlebener Gebet

Kurzbeschreibung

Am Atommüll-Zwischenlager in Gorleben wird regelmäßig eine Andacht gefeiert. Dabei kommen Menschen aus verschiedenen Religionen zusammen.

Situation / Kontext

Im Jahr 1985 gab es den ersten "Kreuzweg für die Schöpfung". Daraus erwuchs 1989 das Gorlebener Gebet.

Ziele

Es geht um Bewusstmachung:

  • Die Nutzung von Atomenergie ist für uns unbeherrschbar und tödlich. (siehe Tschernobyl und Fukushima)
  • Eine sichere Endlagerung im Salzstock von Gorleben gibt es nicht: Bedrohung durch Wassereinbrüche, fehlendes Deckgebirge, Gasvorkommen unter dem Salzstock.
  • Die „Politik“ eiert herum: Das neue „Endlagersuchgesetz“ dokumentiert nur Hilfslosigkeit.

   

Unser Nahziel:

  • Die unverantwortliche Endlagerung von Atommüll im Gorlebener Salzstock verhindern.

   

Unser Fernziel:

  • Den Auftrag zur „Bewahrung der Schöpfung“ auf allen Ebenen durchsetzen.

Reflexion / Hintergrund

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Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

Jede/r bereitet das Gebet nach seinen eigenen Vorstellungen vor.

Durchführung

Die Andachten werden in sehr unterschiedlicher Form gehalten. Menschen bringen ihren je eigenen Glaubens- und Erfahrungshorizont ein. Es kommen Menschen christlichen, jüdischen und muslimischen Glaubens zusammen.

Die Angehörigen aller drei Religionen halten auch reihum leitend die Andacht.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

Die Stimmen einiger Teilnehmer zeigen die Verbindung von Gebet und Politik:

  

  • „In diesen Andachten treffe ich Menschen, die aus unterschiedlichen Konfessionen, Religionen und religiösen Anschauungen kommen und im gemeinsamen Gebet vereinen.“
  • „Solange nicht alle Atomkraftwerke abgeschaltet sind, sind wir richtig an diesem Platz!“
  • „Ich glaube, das Gorlebener Gebet bewahrt uns in den Auseinandersetzungen um die Atomanlagen vor Gewaltanwendung und gibt uns die Kraft, auf friedlichen Widerstand zu vertrauen.“
  • „Ich brauche das Gorlebener Gebet zu meinem Wohlbefinden!“
  • „Wir Teilnehmenden sind zu einer besonderen Gemeinschaft geworden. Wir tolerieren unterschiedliche Meinungen – verbunden durch ein gemeinsames Ziel.“
  • „Gott hat uns Menschen die Erde in die Obhut gegeben mit dem Gebot, sie zu schützen und zu bewahren. Menschen, die zum Gorlebener Gebet kommen, haben dieses Anliegen. Deshalb bin ich gerne dabei!“

  

 

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