Barcamp Kirche RWL

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 25.08.2014
Letzte größere Änderung: 25.08.2014
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Öffentlichkeit und Medien
Gemeinden/Institutionen
Ev. Kirche im Rheinland in Düsseldorf, Ev. Kirche von Westfalen in Bielefeld und Lippische Landeskirche in Detmold
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: 1 Jahr
Durchführung: 1 Wochenende
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Barcamp Grid

Kurzbeschreibung

Ein Barcamp ist eine „Unkonferenz“: Es gibt keine Trennung von Referenten und Zuhörern, sondern nur (aktive) Teilnehmer. Mehr Infos hier. Es soll eine Veranstaltung (Barcamp Kirche RWL) durchgeführt werden, die Ehren- und Hauptamtlichen die Möglichkeit gibt, durch kollegialen Austausch ihre Fragen und Probleme loszuwerden sowie die Chance eigene Best-Practice-Lösungen und Projekte vorzustellen und weiter zu tragen.

Situation / Kontext

Die Arbeit der Kirchen im Internet beschränkt sich zusehends nicht mehr auf einen Internetauftritt und die Erreichbarkeit per E-Mail, sondern findet in zunehmendem Maße auch in den SocialMedia statt. Von der Facebook-Gruppe eines Konfirmanden-Jahrgangs über Blogs von Pfarrerinnen, Pfarrern und Landeskirchen bis hin zu Twittergottesdiensten – all das ist mittlerweile Realität in der kirchlichen Online-Arbeit.

Die drei Landeskirchen Nordrhein-Westfalens (Evangelische Kirche im Reinland, Evangelische Kirche Westfalens und Lippische Landeskirche) haben vor einiger Zeit kollaborativ gemeinsame SocialMedia-Guidelines erarbeitet und beschlossen. Diese sollen ein sicheres, einheitlicheres und positives Auftreten von Kirchen, Gemeinden und deren Mitarbeitenden im Netz fördern.

In Zeiten knapper werdender Finanzmittel und immer besser werdender OpenSource-Software ist ein geweiteter Blick in Sachen Softwarelösungen nötig – nicht jede Software muss kostenintensiv lizensiert und nicht jedes Bild teuer bezahlt werden. Freie Lizenzen boomen im Software- und Kreativbereich.

Logo. Quelle: Kirche RWL

Ziele

  • Schulung von Mitarbeitenden, die online für Kirche kommunizieren
  • Austausch über Projekte, Werkzeuge und Möglichkeiten
  • Vermittlung rechtlicher Grundlagen von Datenschutz, Datensicherheit, Urheberrecht, …
  • Verbreitung der SocialMedia-Guidelines der NRW-Kirchen
  • Vernetzung von Menschen, die an den gleichen Dingen arbeiten
  • Offline-Klassentreffen für alle, die sich bisher nur online kennen gelernt haben
  • den Spaß an der Weitergabe von Wissen wecken
  • gemeinsame Projekte entwickeln

Reflexion / Hintergrund

Ein Barcamp ist eine „Unkonferenz“, also "keine Konferenz": Es gibt keine Referent_innen und Zuhörer_innen, sondern nur (aktive) Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

  

Links

Mehr Infos hier.

Veranstaltung: Barcamp Kirche RWL

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Die Form des Barcamps schafft Möglichkeiten für Kommunikation und Wissenaustausch, sie schafft einen Rahmen, der von den Teilnehmenden gefüllt werden muss. Für diesen Rahmen sind folgende Dinge nötig:

  

Ein Ort

  • typischerweise ein großer Raum mit einer Twitterwall, Getränken und Snacks
  • 2-6 kleinere Räume verschiedner Größen, ausgestattet mit einem Beamer und einer Leinwand
  • Wlan in allen Räumen
  • Steckdosen für mobile Endgeräte (Smartphones, Tablets, Laptops...)

   

Ein Zeitrahmen

Die Zeitstruktur wird vorher geplant und veröffentlicht, die Struktur wird dann auf dem Barcamp mit Inhalt gefüllt. Jeder Vortrag/jede Diskussionsrunde/ jedes Brainstorming heißt Session. Jede Session wird in der Sessionplanung zu Beginn eines Barcamp-Tages vorgestellt, nach Interesse gefragt und bekommt entsprechend der Interessentenzahl einen Raum zugewiesen. So entsteht ein Zeit/Inhaltsplan der im Barcamp-Jargon Grid genannt wird. Ein Beispiel für so ein Grid gibt das Artikelbildchen.

  

Essen

Essen und Getränke sind für die Teilnehmenden kostenlos

  

Internetauftritt

Eine Website oder eine Seite bei mixxt.de, auf der sich die Teilnehmenden anmelden und über Sessionvorschläge diskutieren können. Zusätzlich gibt es gewöhnlich auch einen Hashtag für Twitter (und die anderen Netzwerke), typischerweise beginnt er mit bc. Der Hashtag für das BarcampKirche RWL ist #bckrwl.

   

„Gesellschaftlicher Rahmen“

Ein paar Verhaltensregeln gibt es bei Barcamps, die schon im Vorfeld klar kommuniziert werden sollten:

  • Jeder bringt sein eigenes Wissen ein

  • Jeder darf sein Gegenüber während des Barcamps mit "du" ansprechen

  • Menschen, die zum ersten Mal auf einem Barcamp sind, halten eine Session

  • Wenn ein Thema doch nicht so interessant wie gedacht ist, darf man den Raum leise verlassen, ohne dass der Sessionleiter das persönlich nimmt

  • Sessionleiter bekommen einen Applaus am Ende

  • Benutzung von Handy, Tablets, Laptops... Alles völlig normal in einer Session, schließlich will man doch der Außenwelt zeigen, was man gerade tolles lernt / tut / diskutiert, in dem man die auftauchenden Ideen aus der Session heraus twittert o.ä.

  • Barcamps leben von der Kommunikation innerhalb und außerhalb des Camps

  • Respektvolles Miteinander bei der Sessionplanung, den Sessions und zwischendurch ist selbstverständlich

Vorbereitung

Raumsuche, Mitstreitersuche, Internetauftritt, Sponsorensuche, Organisation von Essen, evtl. Giveaway-Herstellung (typischerweise T-Shirts), Werbung

Durchführung

Von 26. bis 28. September 2014 findet im Haus der Kirche in Essen das erste gemeinsame Barcamp der Landeskirchen in Rheinland, Westfalen und Lippe statt. Kooperationspartner sind der Kirchenkreis Essen und das Bistum Essen.

Anmeldungen werden bis eine Minute vor Beginn über die Website http://kirche-rwl.de angenommen. Dort gibt es weitere Informationen über dieses Barcamp und Barcamps allgemein. Themen könnten zum Beispiel sein:

  • Wie erstelle ich eine Homepage für meine Gemeinde? Und welche Inhalte sind erfolgversprechend?

  • Darf ich die Fotos aus dem Familiengottesdienst im Internet posten?

  • Lohnt sich eine Facebook-Fanseite für meine Gemeinde? Oder mache ich für Kindergarteneltern eine Facebook-Gruppe auf?

  • Wie kann ich Social Media sinnvoll missionarisch nutzen?

  • Wie gestalte ich einen Twittergottesdienst?

  • Ist Open Source Software eigentlich besser als kommerzielle Ware?

  • Sind Social-Media Guidelines sinnvoll?

  • Und wie ist das mit der Datensicherheit?

  
Eingeladen sind alle, die ehren- oder hauptamtlich für Gemeinden, Kirchenkreise oder kirchliche Einrichtungen im Bereich Internet tätig sind oder Interesse an diesen Themen haben.
Dabei ist es egal, ob ihr Online-Profis seid oder ob ihr noch ganz am Anfang steht: Beim Barcamp Kirche RWL trefft ihr Gleichgesinnte. Nämlich Leute, die „bei Kirchens irgendwas mit Internet“ machen.
Einzige Zugangsvoraussetzung: Kommen und mitmachen!

Und wir laden auch alle ein, die einfach mal ein Barcamp erleben möchten und etwas völlig anderes einzubringen haben (denn auch das ist Barcamp!)

Die Teilnahme ist kostenlos.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Die Vernetzung bleibt über das BarCamp hinaus über SocialMedia bestehen (neue Facebook-Freundschaften, E-Mail-Adressen werden ausgetauscht, neue Twitter Follower etc.).

Wirkung / Erfahrung

Auch evangelisch.de veranstaltet seit Jahren erfolgreich BarCamps.

Die Erfahrungen mit dieser modernen informellen Form der Vernetzung und des Wissensaustausches sind sehr gut.

Aufgegriffen und weiterentwickelt

    Umfeld des Beitrags

    • smartphone
      Medienprojekte transportieren christliche Inhalte über Medien, über das Internet und über Neue Medien.
      Dieser Artikel ist für alle Internetnutzer sichtbar.
      von einem Geistreich-Mitglied
    • Buch
      Wissen und Wissensvermittlung. Lernen und Lehren. Alleine oder mit anderen.
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    • Logo der lippischen Landeskirche DetmoldLeopoldstraße 27, 32756 Detmold
      Die Kirche lebt in der Gemeinde vor Ort. Hier werden Kinder getauft, Jugendliche konfirmiert, Erwachsene getraut und Verstorbene bestattet. Die Kirchengemeinde ist ein Ort der Begegnung. Man trifft sich - zum Reden und Feiern, zum Beten und Hören, zum Musizieren, zum Planen und Verwirklichen von...
    • Redaktions-Workflow
      Internet basiertes Redaktionssystem als Knotenpunkt gemeindlicher Öffentlichkeitsarbeit. Es bietet Contentsharing für Gemeindebriefe und Internetseiten. Das System enthält Schnittstellen zu Social Media (Facebook, Twitter...), Web 2.0 und anderen Webseiten.
      Dieses Modell ist für alle Internetnutzer sichtbar.
      von 2 Geistreich-Mitgliedern
    • Logo der Evangelischen Kirche im Rheinland DüsseldorfHans-Böckler-Straße 7, 40476 Düsseldorf
      766 Kirchengemeinden, organisiert in 38 Kirchenkreisen, bilden die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR). Damit gehören 2,82 Millionen Gemeindemitglieder zur rheinischen Kirche, sie ist die zweitgrößte der 22 evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Das Kirchengebiet erstreckt sich zwischen ...
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      Die Evangelische Kirche in Bayern stellt ihren Mitarbeitenden Social Media Guidelines zur Verfügung, um ihnen die Arbeit in sozialen Netzwerken zu erleichtern und diese Medien im Namen der Kirche für Kommunikation und Verkündigung angemessen nutzen zu können. In den Guidelines bittet die Kirchen...
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