Ein Bienenvolk wandert durch das Dekanat

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 11.02.2015
Letzte größere Änderung: 12.02.2015
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Frieden, Gerechtigkeit, Schöpfung, Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Regionalisierung, Landeskirche und mittlere Ebene, Kindergottesdienst, Andachten, Kirche in der Fläche und Landwirtschaft, Energie- und Umweltmanagement, Ehrenamtliche
Gemeinden/Institutionen
Dekanat Runkel in Limburg
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: sehr unterschiedlich, je nachdem, welche Aktionen durchgeführt werden und ob ein Imker zur Verfügung steht
Durchführung: unterschiedlich, je nachdem, welche Aktion gewählt wird.
Meinungen
4 Stimmen
Kommentare zum Dokument

Kurzbeschreibung

Ein Bienenvolk wandert durch die Kirchengemeinden, dabei finden verschiedene Aktionen statt.

Situation / Kontext

Wir sind ein Dekanat auf dem Lande, die Kirchengemeinden liegen recht weit auseinander. Den Bienen und Wildbienen geht es nicht gut.

Ziele

Wir möchten auf die schlechte Situation der Honig- und Wildbienen aufmerksam machen. Mit Projekten und Aktionen soll das Thema "Bewahrung der Schöpfung" veranschaulicht werden. Die Gemeinden sollen untereinander vernetzt und Kontakte zu nicht kirchlichen Gruppen geknüpft werden. Ein Ackerrandblühstreifen wird als sichtbares Zeichen angelegt.

Reflexion / Hintergrund

Die Bestände der für den Menschen so wichtigen Wildbienen gehen rasant zurück. Die Honigbiene kann in Deutschalnd ohne den Menschen nicht mehr überleben. Unsere Landschaft verarmt. Im Sommer blüht es auf den Weiden nicht mehr. Mit dem Projekt können wir die verschiedensten Menschen zusammenbringen und darüber reden. Für die Kirchengemeinden sind die Bienen eine Bereicherung. An viele biblische Geschichten und Themen kann mit den Bienen angeknüpft und z.B. im Kindergottesdienst veranschaulicht werden.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Wir haben mit dem Imkerverein Kontakt aufgenommen und konnten uns hier bei Schwierigkeiten immer Hilfe holen.  Die jeweiligen Imker in den Gemeinden wurden informiert. Wir haben einen zweitägigen Honigkurs absolviert. Mit den Bienen wandert ein Tagebuch durch die Gemeinden.

Vorbereitung

Die Idee kam uns, nachdem ein Mitglied unserer Gruppe ein Jahr vor unserer Aktion Imker geworden ist. Der Forst entdeckte in einem gefällten Baum ein Bienenvolk. Wir konnten es  retten und dies gab den Ausschlag. Wir besorgten uns eine Einraumbeute zur "wesensgemäßen" Haltung. Alle Kirchengemeinden unseres Dekanates wurden angeschrieben, ob die Bienen bei ihnen 4-6 Wochen lang Station machen sollten und welche Aktionen dann denkbar wären. Hierfür lieferten wir einige Beispiele.

Durchführung

Die vier Seiten der leeren Einraumbeute, eine große Kiste, wurde von vier verschiedenen Kindergottesdiensten angemalt. Es wurden Kindergottesdienste und Kinderbibeltage gefeiert,  in denen die Bienen eine Rolle spielten. Eine Familienrallye wurde entworfen und durchgeführt. Mit der Grundschule Arfurt und dem Ortslandwirt wurde ein Ackkerrandblühstreifen angelegt, ein Vortrag zum Leben der Bienen wurden gehalten, auf einer Pilgerwanderung waren die Bienen eine Station, es wurden Kerzen hergestellt, Honig gepresst, und gegessen, die Kindergottesdienste gestalteten Honigglas- Etiketten und konnten Honig nach Hause nehmen, Wildbienenhotels wurden in der Grundschule gebaut, eine Imkerei besichtigt, Christbaumanhänger aus unserem eigenen Wachs gefertigt. Die Synodalen bekamen kleine Honiggläschen mit dem Honig aus den verschiedenen Gemeinden. Ein kurzer Film wurde erstellt.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Bei den Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden und der Schule haben haben wir uns jeweils nach einer Aktion mit Honig oder Wachskerzen und Fotos bedankt. Mit der "Waldgruppe" unseres Dekanates haben wir gemütlich gegessen.

Wirkung / Erfahrung

Der Kreisverband des BUND Limburg-Weilburg verlieh uns den Umweltpreis "Süße Orange 2014" Hiervon wurde in den Tageszeitungen und der Kirchenzeitung berichtet. Das Projekt soll 2015 weitergehen. Die Grundschule möchte wieder mitmachen.  Im Dekanat sollen weitere Blühstreifen entstehen. Vier Kirchengemeinden haben sich schon im Januar 2015 gemeldet und den Besuch der Bienen erwünscht. Eine Dame aus unserer Gruppe ist nun ebenfalls Imkerin geworden.

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