Mitgeschöpflichkeit leben in der Gemeinde

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 23.08.2016
Letzte größere Änderung: 23.08.2016
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Erntedankfest, Themengottesdienste und Reihen, Frieden, Gerechtigkeit, Schöpfung
Gemeinden/Institutionen
Ev.-Luth. Kirchengemeinde Osternburg
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: 1 Jahr
Durchführung: laufend
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Kurzbeschreibung


Die Verzehrsgewohnheiten im gemeindlichen Leben wurden verändert. Es werden ausschließlich Fleisch und Eier von Tieren aus artgerechter Haltung verwendet.

Situation / Kontext

Wir sind eine städtische Kirchengemeinde am Rande eines Gebietes mit industrieller Tierhaltung ("Massentierhaltung").

Ziele

Tiere sind schmerz-und leidensfähige Mitgeschöpfe, für deren Wohlbefinden wir Menschen Verantwortung tragen. Das soll durch das Projekt innerhalb und außerhalb des kirchlichen Lebens bewusst gemacht werden.

Reflexion / Hintergrund

"Nutztiere", die wir essen oder deren Produkte wir verwenden, sind Teil von Gottes guter Schöpfung wie der Mensch. Sie sind in die Liebe Gottes eingeschlossen. Wir Menschen sollen als Ebenbild Gottes diese Liebe widerspiegeln. Dazu gehört, Tiere in ihrer kreatürlichen Würde zu achten. Das wird in der "Massentierhaltung" hochgradig vernachlässigt.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Tiere erleiden in der"Massentierhaltung" systembedingt lang andauernd Stress, Leid, Angst, Schäden und Schmerzen. Durch Verzicht auf den Konsum von Fleisch und Eiern aus solchen Haltungen soll dazu beigetragen werden, die Verantwortung des Menschen für das Mitgeschöpf Tier bewusst zu machen bzw. zu fördern.

Vorbereitung


Das Projekt wurde 2008 unter dem Arbeitstitel "Schwein und Huhn"  ins Leben gerufen:

Beschlussfassung im Gemeindkirchenrat

Bildung einer Arbeitsgruppe (vier sachverständige Personen)

Erarbeitung von Sachinformationen

Unterrichtung von Gemeindekirchenrat, Gemeindegruppen, Kindertagesstätten, Jugenddiakon, weiteren Kirchengemeinden in Oldenburg; Kirchenverwaltung (Kirchenkreis, Umweltbeauftragte, EKD)

 

Durchführung


Bei gemeindlichen Veranstaltungen (Empfänge, Feiern etc.), in denen Essen mit tierischen Produkten angeboten wird, stammen diese aus artgerechter Haltung. Dies wird in Ankündigungen und Hinweisen nach außen erkennbar gemacht.

2016 wurde diese Maßnahme auch bei der Speisung in den Kindertagesstätten der Gemeinde (270 Essen/Tag) verwirklicht.

 

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Es wird angestrebt, weitere Gemeinden und andere kirchliche Einrichtungen zur Übernahme des Projektes zu gewinnen durch Vorträge, Interviews, Hinweise in Printmedien etc.

Wirkung / Erfahrung


Das Projekt stößt bei Menschen innerhalb und außerhalb der Gemeinde auf Zustimmung. 2015 wurde von der Landessynode das Impulspapier "Mitgeschöpflichkeit in der Nutztierhaltung" verfasst und publiziert.

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