Break 'n Pray - Atemholen am Buß- und Bettag

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a geistreich member
Created at: 2010-09-30
Last major update at: 2010-09-30
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Alternative Gottesdienste
Institutions
Evangelisches Schulpfarramt an den Berufsbildenden Schulen I des Landkreises Osterode am Harz in Osterode
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Preparation: 4-5 Unterrichtsstunden + 1 Stunde Gestaltung des Raumes
Execution: 15 Minuten
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Break 'n Pray Atemholem am Buß und Bettag

Abstract

Kurzandachten in einer Berufsbildenden Schule in den 15-Minuten-Pausen werden durch eine Schulklasse vorbereitet. Ohne Predigt, aber mit regelmäßig wiederkehrender Stille, die durch eine Klangschale geprägt ist.

Situation / context

Kann ohne geistlichen Vollprofi (Pastor/ Pastorin) durchgeführt werden. Ermöglicht sowohl den Religionslehrkräften als auch den Schülerinnen und Schülern probehaftes Übernehmen von evangelisch-spiritueller Identität durch Praxis. In der Schule gelebtes und lebbares Priestertum aller Glaubenden (und derer, die mal ausprobieren möchten, wie das ist, den Glauben praktisch auszugestalten).

Goals

---

Reflection / background

Die Rückmeldungen sowohl von teilnehmenden Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern war positiv. „Man wird angeregt und kann eigenen Gedanken nachegehen.“, gibt ein Schüler sein Erleben wieder. Weil auf direkte, sozusagen frontale Verkündigung verzichtet wird, entsteht eine selbstgewähltes Gleichgewicht aus Nähe und Distanz. Das kommt den Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften mit ihren ganz unterschiedlichen Erwartungshaltungemn weltanschaulichen Ausrichtungen und religiöser Sozialisation entgegegen. Und lässt zugleich zu, das die Ausführenden sich probeweise mit dem christlichen Glauben identifizieren.

Für die ausführenden Schülerinnen und Schüler ist es ungewohnt – und widerspricht allen in der Schule gelernten Präsentationsregeln – einen Vortrag ohne direkt Ansprache zu beginnen. Daher haben durchgehend alle Vorbereitungsgruppen diese Form gewählt.

 

Durch diese ganz eigene Form, die aus kurzen Worten durch Klang ganz neue Sinnräume aufschließt, entsteht auch Freiraum für ungeplantes – und entfaltet so etwas ganz Neues:

Nach dem ersten Durchgang vor der ersten Stunde hatte ich die Idee, dass eine Form der „handgreiflichen“ inneren und äußeren Anteilnahme das Erleben intensivieren kann. Daher habe ich bei einem zweiten Durchlauf die Aktion „Kerze anzünden“ in Absprache mit den Schülerinnen und Schüler eingefügt. Die Erfahrung zeigt: Die Stille nach dem Anzünden der Kerze war noch intensiver. Daher wurde diese Aktion bei den weiteren Andachten beibehalten. Auch wenn diese Aktion den eigentlichen Ansatz von Klang-Raum-Stille erweitert.

 

Und weil die zu lesenden Stücke nicht sehr lang sind, können auch zurückhaltende Leserinnen und Leser beteiligt werden. Und wer so gar nichts sagen möchte, erhält als Klangschalen-Percussionist eine – in dieser Form – wesentliche Aufgabe.

Nicht der Schulpastor muss immer für alle religiösen Rituale zuständig sein. Nein, (Religions-) Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler können sich darin einüben, dem christlichen Glauben Ausdruck zu verleihen. Hier erkenne ich klar das protestantische Priestertum aller Glaubenden (und erweitert: aller derjenigen, die probeweise den Glauben in Taten umsetzen möchten).

General information on realization

Raum-Klang-Stille in der Schule: Buß- und Bettags-Andachten als „Atemholen“

 

Religion in der Schule

Eine Frage zu Beginn eines Schuljahres können meine Religionskolleginnen Michaela Melzer (röm.-kath.), Ute Hagemann-Beushausen (ev.-luth) und Elisabeth Ninke (ev.-luth) und ich schon im Schlaf beantworten: „Warum Religion an der Berufsschule? Es geht doch hier um Wirtschaft!“ Wir antworten dann ungefähr so: „Ja, klar. Aber in der Wirtschaft arbeiten Menschen, die ganz unterschiedlich sind. Und Menschen haben Fragen, manche Menschen haben auch religiöse Vorstellungen. Und im Religionsunterricht soll das zur Sprache kommen.“ Die Berufsbildenden Schulen I des Landkreises Osterode am Harz, Handelslehranstalt und Europaschule (=BBS I) sind eine Wirtschaftsschule mit Berufseinstiegsklasse, Berufsfachschulen, Berufsschule, Fachoberschule und Fachgymnasium. Insgesamt 1200 Schülerinnen und Schüler und ca. 70 Lehrkräfte arbeite und leben hier.

Und weil sich ein Großteil des Lebens eben in der Schule ereignet, spielt die religiöse Dimension des menschlichen Lebens nicht nur im Religionsunterricht eine Rolle. Auch im Schulleben: Zum Beispiel bei schulischen Trauerfeiern, wenn ein Mitschüler durch einen Verkehrsunfall gestorben ist. Zum Beispiel am Buß- und Bettag oder zu Weihnachten. Doch jetzt ist es ist Anfang November 2009. Ein Dienstag, 7. Stunde. Mit meinen drei Religionskolleginnen sitze ich zusammen. Es soll um den Buß- und Bettag gehen. Wie soll er in diesem Jahr an den BBS I aussehen?

 

Buß- und Bettag: Aus „Break'n Pray“ wird „Atemholen – Kurzandachten am Buß- und Bettag“

Wir halten kurz gemeinsam Rückschau:

Gemeinsam haben wir uns im Jahr 2007 zu einer Änderung entschlossen: An die Stelle eines großen Buß- und Bettags-Gottesdienstes (viele Schüler waren natürlich bei der Vorbereitung und Durchführung aktiv beteiligt) soll eine kleine Form treten, die in den 15-Minuten-Pausen stattfinden soll. Damals begründeten wir den Wechsel so: Der Buß- und Bettag ist ein eher innerlicher, eher stiller, in die persönliche Auseinandersetzung führender Feiertag: Wie sieht meine Gottesbeziehung aus? Wo vernachlässige ich göttliche Gebote? Wo fällt mir das Leben schwer? Welche Auswirkungen hat mein Handeln auf die Gemeinschaft?

Die liturgische Form sollte dem Rechnung tragen. Ein großer, bunter, feierlicher Gottesdienst (und wegen des Tages auch irgendwiemit Handbremse) und die zugehörige Aufregung auf Seiten der Schüler, die ihn vorbereiten und gestalten, und auf Seiten der Schüler, die ihn als Mitfeiernde aufnehmen, passte uns nicht mehr. Wir wollten intensive Vorbereitung und Fröhlichkeit in der Umsetzung lieber auf einen schulweiten Weihnachtsgottesdienst am Tag vor den Weihnachtsferien verlagern. Eine zweite Gottesdiensttradition an den BBS I war geboren.

 

Zurück zum Buß- und Bettag: Wir hatten uns auf eine Zeit vor der ersten Stunde und die 15 Minuten-Pausen zwischen der 2./3. Stunde, 4./5. Stunde und 6./7. Stunde geeinigt. Titel war im ersten Jahr „Break & Pray“. Lehrkräfte und Schüler (!) gaben die Rückmeldung, dass ein englischer Titel eher auf ein Angebot der Englisch-Fachgruppe schließen lasse. Daher änderten wir den Titel in „Atemholen in den Pausen“. Mit Plakaten und durch persönliche Hinweise im Unterricht wurde auf dieses Angebot aufmerksam gemacht. Ich als Schulpastor sollte diese kleinen Andachten halten. Meine Kolleginnen delegierten das an mich als Profi, zumal Mittwoch mein unterrichtsfreier Tag ist. Ich überlegte mir eine kleine, aber immer noch klassische Andachtsform. Im Zentrum stand jeweils eine Kurzbesinnung (3 Min) und eine Zeichenhandlung (Stein ablegen, Symbolisches Reinigen mit einer persönlichen Verfehlung / Belastung beschrifteter Folienschnipsel; Kerzen anzünden). Eingespielte Flash-Animationen der Buß- und Bettags-Kampagnen der Evangelischen Kirche von Kurhessen und Waldeck (www.busstag.de) und Popsongs mit Tiefgang (Xavier Naidoo, Juli, Christina Stürmer, Ich+Ich u.a. ) rahmten das Ganze.

Konstant besuchten in jeder Pause ca. 10 Schülerinnen und Schüler aus ganz unterschiedlichen Schulformen diese Kurzandachten, so dass wir an jedem Buß- und Bettag 30 Schülerinnen erreichten. In Bezug auf die Vorbereitungszeit (Raum dekorieren und wieder herrichten) war uns das zu wenig. Zudem fühlte ich mich in diesem Rahmen in der frontalen Verkündigungsposition fehl am Platz. Ich hatte den Eindruck: Das war zu viel Input in der Kürze der Zeit. Aber mit Schülern eine so stille Buß- und Bettags-Andacht vorzubereiten erschien uns nicht möglich.

 

Neuland: Raum-Klang-Stille

Bis... ja auf einer Kirchenkreiskonferenz des Kirchenkreises Osterode im September 2009 durch Christine Tergau-Harms (Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik, Michaeliskloster Hildesheim) das Konzept Klang-Raum-Stille vorgestellt wurde.

Ich war sofort überzeugt. Denn

  1. Diese Form bietet in der Durchführung der Andacht (ist es überhaupt eine?) viel Offenheit für die religiös sehr unterschiedlich sozialisierten Schülerinnen und Schüler an der BBS I.

  2. Diese Form bietet in der Vorbereitung die Möglichkeit, meine Kolleginnen mit einzubinden: Das Konzept entsprach eben nicht einer klassischen Andacht mit Ansprache und einem Ritual. (Sie trau(t)en sich das nicht zu!)

 

Nach der kurzen Rückschau lud ich nun meine Kolleginnen einmal ein, diese neue Andachtsform auszuprobieren...

Die Rückmeldungen waren durchweg positiv: Der lange Ton der Klangschale ließ schnell konzentrierte Ruhe entstehen. Die gesprochenen Worte hören nicht auf – werden verlängert durch den Klang. Es entstand – in einem sehr sachlich eingerichteten Besprechungsraum ! - eine intensive Andachts-Atmosphäre. Wir waren uns schnell einig: Dies ist eine Form, die für unsere Schülerinnen und Schüler geeignet ist: sie können es sowohl vorbereiten als auch einfach konsumieren.

Meine Kollegin Elisabeth Ninke (Gesundheitslehrerin und Religionspädagogin) hat sich bereit erklärt in ihrem Religionskurs in der 11. Klasse des Fachgymnasiums Wirtschaft mit der Vorbereitung zu beginnen. Es blieben nur noch drei Wochen bis zum Buß- und Bettag.

Die Schülerinnen und Schüler haben wir selbst mit allerlei „frommer“ Literatur versorgt: Segensbücher, Gebetbücher, Worte-für-jeden-Tag-Bücher, Bibeln. In 5er-Gruppen haben Sie dann an ihrer „Raum-Klang-Stille“ gearbeitet und einige haben in eigenen Andachts-/Gebetbücher (Konfirmationsgeschenke oder aus der Evangelischen Jugend. Welche Ressourcen gibt es da!) mitgebracht und im Internet recherchiert. Das Thema haben wir vorgegeben: Angst. Gerade in zweiten überdurchschnittlich kurzen Schuljahr stieg der Druck auf Schülerinnen und Schüler; damit aber auch die Angst, die Versetzung zu schaffen.

Preparation

Buß-und Bettag 2009

Meine Kolleginnen und ich haben einen Raum in der Nähe der Pausenhalle zu einem Andachtsraum umgestaltet (Fotos!). Es ist 7.40 Uhr. In 10 Minuten erwarten wir die ersten Schülerinnen und Schüler. Die Schüler, die bei dieser allerersten öffentlichen „Raum-Klang-Stille“ Verantwortung tragen sind nervös. Ich auch. Wird es klappen?

 

Drei mal erklingt die Klangschale. Wir sind dann insgesamt 20 Schüler und Lehrer, die aus aller Betriebsamkeit des Schulalltags eintauchen, sich entführen lassen in eine andere Klang-Welt.

Ich selbst verlasse meinen inneren Beobachterposten und folge den Gedanken, die die Schülerinnen und Schüler in mir wachrufen. Wir enden mit einem gemeinsamen Vater Unser.

Drei mal erklingt die Klangschale.

Die Premiere ist zu Ende. Die Gäste machen sich auf den Weg in die nächste Stunde. Fröhliches Gemurmel begleitet die Aufbruchstimmung.

 

Ich schaue in fröhliche, stolze Schülergesichter. Meine Kollegin schaut mich an. Ich nicke ihr ermutigend zu: Auch sie ist zufrieden, sie lächelt. In einem kurzen Reflexionsgespräch erfahre ich: Die Mitschülerin, die den Segen sprechen wollte, war nicht da. „Aber das machte nichts. So haben wir mit dem Amen des Vater Unsers aufgehört. Das ist auch gut!“, meinte eine Schülerin. Wie recht sie hat – was für eine Aufregung wäre bei einer klassischen Andacht oder gar einem Gottesdienst gewesen, wenn die Segensprecherin nicht da wäre! (Und gerade das kann ja im Schulkontext wegen plötzliche Krankheit immer mal passieren!).

Realization

Vor der ersten Stunde : Thema: Angst

Klang 3 x

 

Begrüßung: Herzlich willkommen zur Andacht am Buß- und Bettag.

Schön, dass ihr da seid. Wir möchten mit Euch und Ihnen zur Ruhe kommen. Vor dem hektischen Schultag.

 

Klang 1 x

 

Thema:

 

Klang 1x

 

Bibelvers: Gott ist mein Licht. Er befreit mich und hilft mir. Dann habe ich keine Angst. Bei ihm bin ich sicher wie in einer Burg. Darum zittere ich vor niemandem. (Psalm 27,1)

 

Klang 1x

 

Überraschendes: Angst kann gut sein sein. Ja wirklich. Angst kann gut sein.

Weil Sie zum Handeln motiviert: zum Beispiel lernen für eine Prüfung.

 

Klang 1 x

 

Aktion: Lasst und uns nun eine Kerze anzünden für unsere Angst. Jeder, der mag nimmt sich eine Kerze, entzündet sie und denkt dabei an seine Angst, an das, was ihm Angst macht.

(warten bis alle Kerzen entzündet sind)

 

Klang 1x

 

Beten: Wir möchten mit euch und Ihnen das Vater Unser beten: Fasst euch an die Hand und steht dazu auf: Vater Unser im Himmel… AMEN.

 

Klang 1x

 

Segen: Gehen wir in den Tag mit dem Segen Gottes: Es segne uns Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. AMEN

 

Klang 3x

Pause 1: Thema: Angst

 

Klang 3 x

 

Begrüßung: Herzlich willkommen zur Andacht am Buß- und Bettag.

Wir feiern den Buß-und Bettag hier in der Schule mit einer Andacht.

So kann man den Stress der Schule einmal hinter sich lassen.

Und in Ruhe über sich nachdenken.

 

Klang 1 x

 

Thema: Manchmal kann es einem schon angst und bange werden. Z. B. vor einer Prüfung oder einem Bewerbungsgespräch. (Atempause) Doch Angst gehört zum Leben. (Atempause).

Es gibt kein menschliches Leben ohne sie (Atempause).

Angst kann lähmen, zum Blackout führen.

Sie kann so stark werden, dass man schließlich Angst vor der Angst hat.

 

Klang 1x

 

Bibelvers: Gott ist mein Licht. Er befreit mich und hilft mir. Dann habe ich keine Angst. Bei ihm bin ich sicher wie in einer Burg. Darum zittere ich vor niemandem. (Psalm 27,1)

 

Klang 1x

 

Angst kann gut sein sein. Ja. Angst kann gut sein.

Weil Sie zum Handel motiviert: zum Beispiel lernen für eine Prüfung.

 

Klang 1 x

 

Aktion: Lasst und uns nun eine Kerze anzünden für unsere Angst. Jeder, der mag nimmt sich eine Kerze, entzündet sie und denkt dabei an seine Angst, an das, was ihm Angst macht.

(warten bis alle Kerzen entzündet sind)

 

Klang 1x

 

Deuten: Lasst uns nun schweigen. Den Stress des bisherigen Schultages hinter uns lassen. Schauen wir auf die Kerzen, die es ein bisschen heller machen. Vielleicht ein Symbol dafür, dass es heller, freundlicher, angstfreier werden soll auf unserem Lebensweg. Das man sehen kann, wie es weitergeht.

 

Klang 1x

 

Segen: Danke, dass ihr einen Moment für die Buß- und Bettags-Andacht Zeit gefunden habt. Nun segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. AMEN

 

Klang 3x

 

 

 

Pause 2: Thema Angst

 

Klang 3 x

 

Begrüßung: Wir begrüßen euch heute hier ganz herzlich, um in dieser Pause nach der Stille zu suchen. Stille, mit der ich Stress und Druck und Angst bewältigen kann.

 

Klang 1 x

 

Ein Psalm:

Licht im Dunkeln,

wie eine Klammer umfasst die Angst mein Herz. (Atempause)

und ich schreie in meiner Not.

In meinen Träumen sehe ich Unglück herabstürzen auf alle, die ich liebe (Atempause)

Ich sah das Elend meiner Freunde und Eltern

mich selbst zusammengekauert vor Angst. (Atempause)

 

Selbst beim Betrachten von Horrorvideos

habe ich nicht diese Angst verspürt,

die meine Seele einfriert. (Atempause)

 

Ich will mich hinausschleppen aus dieser Enge,

ich will mich hinschleppen zum neuen Tag,

damit die neue Sonne meine Seele wärmt. (Atempause)

 

Verlass mich nicht! Zeige mir einen neuen Weg!

(aus: Karlhein Vonderberg: Neue Psalmen für Jugendliche. Kreuzverlag (Stuttgart) 1995. S. 22)

 

Aktion: Lasst und uns nun eine Kerze anzünden für unsere Angst. Jeder, der mag nimmt sich eine Kerze, entzündet sie und denkt dabei an seine Angst, an das, was ihm Angst macht.

(warten bis alle Kerzen entzündet sind)

 

Klang 1x

 

Gebet:

Mein Gott,

ich stelle so überhöhte Anforderungen an mich.

Nie kann ich ihnen gerecht werden.

Immer bleibe ich weit hinter dem zurück,

der ich gerne sein möchte. (Atempause)

 

Meine Erschöpfung wächst von Tag zu Tag

Lass meinen übergroßen Ehrgeiz verschwinden (Atempause)

 

Weil ich dir wichtig bin,

muss ich mich nicht wichtig machen.

Weil ich wertvoll bin,

muss ich mir nicht erst einen Wert erarbeiten. (Atempause)

 

Ich danke dir.

Es ist gut, dass ich der bin, der ich bin.

Danke, Gott. (Atempause)

 

Amen

 

 

Segen: Es ist gut, über Stress zu reden. Aber auch in der Stille kann man über Probleme nachdenken. Vielleicht habt ihr ein paar Anregungen bekommen, wie ihr mit Stress und Druck umgehen könnt. Das wünschen wir uns.

Geht nun wieder in den Unterricht. Mit dem Segen Gottes.

Es segne euch Gott Vater, Sohn und heiliger Geist.

AMEN.

 

Klang 3x

Pause 3: Angst

 

Klang 3x

 

Begrüßung: Ich begrüße euch ganz herzlich, Schön, dass wir heute zusammengefunden haben, um gemeinsam den Buß- und Bettag zu verbringen.

Lasst uns gemeinsam eine Auszeit vom Schulstress nehmen und entspannen.

Schließt nun eure Augen und lauscht dem, was wir für euch vorbereitet haben.

 

Klang 1x

 

Thema: Jeden Tag aufstehen

auf eigenen Beinen stehen.

 

Jeden Tag im Leben stehen,

das Alte neu bestehen.

 

Jeden Tag andere ausstehen,

und zu sich selbst stehen.

 

Bibelvers: Ich wandte mich an den Herrn

und er antwortete mir.

er befreite mich von meinen Ängsten.

Hier steht einer,

der um Hilfe rief,

der Herr hat ihn erhört

und aus seiner Bedrängnis gerettet.

(Ps 34,5+7; Gute Nachricht)

 

Aktion: Lasst und uns nun eine Kerze anzünden für unsere Angst. Jeder, der mag nimmt sich eine Kerze, entzündet sie und denkt dabei an seine Angst, an das, was ihm Angst macht.

(warten bis alle Kerzen entzündet sind)

 

Klang 1x

 

Überraschendes: Jeden Tag aufstehen

auf eigenen Beinen stehen.

 

Jeden Tag im Leben stehen,

das Alte neu bestehen.

 

Jeden Tag verstehen,

dass Gott hinter mir steht.

Jeden Tag

Neu.

 

(Petrus Ceelen)

 

Klang 1x

 

 

Segensgebet: Gott segne uns und behüte uns

Gott gebe uns Liebe, wo Hass ist,

Kraft, wo Schwachheit lähmt,

Toleranz, wo Ungeduld herrscht

Offenheit, wo alles festgefahren ist.

 

So sei Gottes Segen mit uns allen.

so beflügle gottes Segen unsere Hoffung,

und so begleite Gottes Segen uns wie ein Licht in der Nacht.

AMEN

 

(Quelle: Morgengebet Bad Boll)

 

Klang 3x

 

 

 

André Dittmann

Ev. Berufsschulpfarramt

Berufsbildende Schulen I des Landkreises Osterode am Harz

Handelslehranstalt * Europaschule

Neustädter Tor 1/3

37520 Osterode am Harz

Telefon (05522) 960 700

Telefax (05522) 960 719

Mobil (0151) 503 544 25

email: andre.dittmann@bbs1osterode.de

 

privat:

Graf-Otto-Straße 28

37154 Northeim

Telefon (055 51) 988 01 45

Telefax (055 51) 988 01 46

Wrap up & follow-up actions

Zum Buß-und Bettag 2010 findet es wieder statt. Diesmal wird eine andere Kollegin (und eben nicht der Schulpastor) die Vorbereitung mit einer Klasse übernehmen.

Diesmal sollten aber statt 3 Vorbereitungsstunden 4 bis 5 Stunden eingeplant werden (1. Stunde: eigenes Erleben und Vorstellung des Konzepts, Gruppenbildung; 2.-3. Stunde Erarbeiten der Sequenzen, 3.+4. Stunde: Vorstellen / Durchführen der Raum-Klang-Stille, auswählen und Festlegen der Reihenfolgen; Durchführung am Buß- und Bettag; 5. Stunde: Reflexion, Auswertung).

Des Weiteren wird es hilfreich sein, einen zusätzichen Raum für Vorbereitungen, Absprachen und für das Ablegen der Schultaschen (Klassenzimmer nebenan), damit die Ruhe im Andachtsraum gewahrt wird. Und vielleicht wird es 2010 so etwas wie ein „Café zum Atemholen“ geben: Zwischen den Andachten bleibt der Raum geöffnet. Für Gespräche, eine Tasse Kaffee und einen Keks zum Krafttanken.

Und eines klingt bereits zwischen den Zeilen durch, soll aber nocheinmal explizit erwähnt sein: Die Aktivitäten der Religionsfachgruppe werden durch die Schulleitung an den BBS I intensiv gefördert. Raumwünsche werden umgesetzt, Materialien wie Dekotücher, Kerzen und vieles mehr kann bei Bedarf über den Schuletat angeschafft werden, Freistellung von beteiligten Schülerinnen und Schülern ist kein Problem und sogar die 6. Stunde wird durch die Schulleitung freigegeben für den Besuch des schulischen Weihnachtsgottesdienstes. So kann es gelingen, Schülerinnen und Schüler ein probehaftes Übernehmen von christlicher Lebenshaltung (in diesem Fall: Gestalten einer Andacht) in einem geschützten Raum innerhalb der Schule zu ermöglichen. Und in einer hektischen, umtriebigen Umgebung wie Schule eben nuneinmal so ist, etwas einzuflechten von Klang-Raum-Stille: also „Pausen zum Atemholen“.

Effect / experience

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Adopted and refined

    Binder

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    • Schweißen
      Arbeitswelt und Kirche ist ein zentrales Thema; ebenso auch die Frage nach der Arbeitssuche.
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    • Zum Bußtag
      Ein Gottesdienst am Buß- und Bettag, in dem das Gotteslob nicht zwischen dem Kyrie und der Absolution verstummt, sondern in dem von Anfang bis Ende deutlich und spürbar wird, dass der Mensch zugleich Sünder und gerechtfertigt ist, also in ein und demselben Menschen Böses und Gutes vorhanden sind.
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