Liturgiebörse
Situation / contextWie bekommen haupt- und ehrenamtliche Frauen, die regelmäßig Gottesdienste gestalten, Zugang zu neuen Aus- und Fortbildungsangeboten und zur neuesten liturgischen Literatur? Bei der Liturgiebörse als Fortbildungsangebot in wechselnden Teilen der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) werden Elemente des Gottesdienstes durch neue Zugänge wie Bibliolog, Training der liturgischen Präsenz, aber auch Körperarbeit lebendig gestaltet und für Erfahrungen von Frauen geöffnet. GoalsEs werden Anregungen, Materialien und Ideen ausgetauscht und weitergegeben, die die eigene Spiritualität und die berufliche Praxis bereichern können. Reflection / backgroundDas Frauenreferat der Evangelischen Kirche im Rheinland ermöglicht und organisiert seit seiner Errichtung verschiedene feministisch-theologische Fortbildungen für interessierte Frauen. ImplementationGeneral information on realization--- PreparationDie Liturgiebörse wird vom Frauenreferat der Evangelischen Kirche im Rheinland in Kooperation mit einer Ansprechpartnerin aus dem gastgebenden Kirchenkreis organisiert. Die Kooperationspartnerin (z.B. die Vorsitzende des Frauenfachausschusses oder eine Pfarrerin) entscheidet, welches Gemeindehaus geeignete Räumlichkeiten für drei bis vier Workshops und einen Saal für das Plenum hat, zentral und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist und beantragt die Nutzung des Hauses für die geplante Veranstaltung. Sie übernimmt auch die praktischen Absprachen wie Einsatz der Küsterin, Organisation der Verpflegung usw. Gemeinsam wir das Thema des Tages festgelegt und über mögliche Referentinnen beraten. In der Planung der Workshops und der Wahl der Referentinnen wird darauf geachtet, dass jeweils ein theologisch-wissenschaftlicher Zugang, ein Element der Körperarbeit und ein Angebot für die eigene spirituelle Praxis bzw. für die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema kombiniert werden. In einem Reader werden Lieder, Texte und Materialhinweise gesammelt und zur Verfügung gestellt, so dass zusammen mit den Informationsmaterialien der Referentinnen das Erlebte für die eigene Arbeit übernommen werden kann. Der Reader entsteht u.a. durch eine Emailabfrage bei den Teilnehmerinnen der letzten Börsen und feministisch-theologisch Interessierten, so dass auch nichtveröffentlichte Ideen und Anregungen weitergegeben werden. RealizationDie Liturgiebörse ist ein Workshoptag für Frauen, der an wechselnden Orten in der Landeskirche veranstaltet wird. Die Tagesstruktur wechselt zwischen Plenumsphasen und Workhops ebenso wie zwischen inhaltlicher Arbeit und spiritueller Feier. Der Tag beginnt mit einer spirituellen Hinführung zum Thema (durch Musik oder einen geistlichen Impuls) und einer inhaltliche Einleitung. Dann folgen zwei unterschiedliche Workshops, ein gemeinsames Mittagessen und ein musikalischer Nachtisch. Den Abschluss bildet nach der Kaffepause eine liturgische Feier, ein Gottesdienst, in den Elemente der Workshops einfließen.
Jeweils eine Referentin erschließt die theologisch-homiletische Dimension des Themas und ermöglicht zugleich einen methodisch neuen Zugang. So näherte sich z.B. beim Thema "Dank" Pfarrerin Susanne Wolf-Witthöfft biblischen Texten des Danksagens mit der Methode des Bibliologs. Dieser Workshop floss in den liturgischen Abschluss des Tages als "Predigt mit der ganzen Gemeinde" ein. Ein Samstag von 10-17 Uhr Der Vorbereitungsaufwand ist erheblich. Neben der inhaltlichen Planung müssen Referentinnen angefragt werden, der Reader muss erstellt werden, die Werbung muss landeskirchenweit durchgeführt werden, die Organisation vor Ort ist mit Reisetätigkeit verbunden.
Werbeflyer, Reader, Büchertisch, Informationsmaterialien, Raumgestaltung, Bedarf für die Workshops Verpflegung und Druckkosten werden durch den Teilnahmebeitrag von 20,- Euro abgedeckt. Honorare für Referentinnen je nach Forderung, Räume werden kostenfrei überlassen. Wrap up & follow-up actionsDie Anregungen und Wünsche der Teilnehmerinnen für die nächste Litugiebörse werden aufgenommen und weiterverfolgt. Der Reader wird jeweils auch nach der Veranstaltung noch gut nachgefragt. Die Adressen der Teilnehmerinnen werden aufgenommen, um sie zu ähnlichen Veranstaltungen einzuladen. Effect / experienceIn den letzten Jahren haben jeweils ca. 60 Frauen an der Liturgiebörse teilgenommen, davon etwa die Hälfte Pfarrerinnen. Das Alter der Teilnehmerinnen liegt bei 40 bis 60 Jahren, alle sind mehrfach ehren- und / oder hauptamtlich in der Kirche engagiert.
Als überregionale Vernetzungs- und Fortbildungsmöglichkeit für Pfarrerinnen und andere feministisch-theologisch interessierte Frauen muss sich eine jährliche Veranstaltung erst etablieren und herumsprechen. Hilfreich ist die Anbindung an eine Gemeinde, in der aktive Frauenarbeit stattfindet. Notwendig ist ein Anmeldeschluss, damit die Zahl der Teilnehmerinnen rechtzeitig bekannt ist und ggfs. nachgeworben werden kann. In der Evangelischen Kirche im Rheinland hat sich die sehr frühzeitige Ankündigung (mindestens ein halbes Jahr vorher) in Kombination mit einer persönlichen Einladung etwa drei Monate vorher bewährt. Materialsnot available Mentioned in the following articles and experience reports
Adopted and refined--- |
Join geistreich HelpIf you have any questions or suggestions you can call the EKD on our geistreich hotline (+49-511-2796-771) or send us an e-mail (info@geistreich.de). |

