Geschenkbaum-Aktion im Advent

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 18.10.2010
Letzte größere Änderung: 04.11.2010
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Advent, Fundraising & Förderung
Gemeinden/Institutionen
Evangelische Studierendengemeinde Bamberg in Bamberg
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: 60 Tage
Durchführung: 21 Tage
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Geschenkbaum-Aktion

Kurzbeschreibung

An öffentlichen Stellen werden Weihnachtsbäume aufgestellt, die mit "Geschenk-Kärtchen" geschmückt sind. Auf diesen Karten werden die Passanten gebeten, für einen guten Zweck in Form von Geschenken oder von Geld zu spenden.

Situation / Kontext

Eine karitative Mitmach-Aktion, bei der eine breite, auch kirchendistanzierte Öffentlichkeit auf die soziale wie theologische Dimension des weihnachtlichen Schenkens aufmerksam gemacht wird.

An mehreren öffentlich zugänglichen sowie kirchlich signifikanten Stellen werden Weihnachtsbäume aufgestellt, die mit "Geschenk-Kärtchen" geschmückt sind. Auf diesen Karten werden die Passanten geworben, für einen guten Zweck in Form von Geschenken oder von Geld zu spenden.

Ziele

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Reflexion / Hintergrund

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Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Mit der Planung muss früh begonnen werden.

Vorbereitung

Frühzeitig wird Kontakt zu den unterschiedlichen lokalen Hilfsorganisation aufgenommen. Sie fertigen eine konkrete "Wunschliste" mit Dingen an, die für ihre Klienten hilfreich sein könnten. Die einzelnen Wünsche werden auf mehrere Kärtchen gedruckt. Dabei wird einkalkuliert, dass nicht alle mitgenommenen Kärtchen auch wirklich als Geschenk umgesetzt werden; zum anderen, dass nicht zu viele Kärtchen mit dem selben Wunsch am Baum hängen.
Es werden zudem verschiedene internationale Hilfsprojekte ausgesucht und Kontakt zu den Hilfsorganisationen hergestellt.
Schöne Spendengutscheine werden hergestellt. Darauf wird angegeben, was bei den einzelnen Projekten mit dem jeweiligen Geldbetrag erreicht werden kann. Z.B. "Für... In Ihrem Namen wurde in einem Schulprojekt in Ruanda eine Schulbank angeschafft." Dabei sollten auch kleine Geldbeträge mit einbeziehogen werden, sodass sich auch Menschen mit geringem Einkommen beteiligen können. Z.B. 5 Euro - Schulmahlzeiten für ein Kind für eine Woche. Außerdem werden Informationen zu dem Projekt und den Hilfsorganisation gegeben. Die Werbung erfolgt durch universitäre (E-Mail-Verteiler, Uni-Veröffentlichungen, Homepage), kirchengemeindliche (Gemeindebriefe, Abkündigungen) und allgemeine Medien (Zeitung, Radio).

Durchführung

In der Adventszeit werden für drei Wochen an mehreren öffentlich zugänglichen sowie kirchlich signifikanten Stellen (z.B. vor Kirchen) Weihnachtsbäume aufgestellt, die mit "Geschenk-Kärtchen" geschmückt sind. Auf den Kärtchen steht zweierlei:
Zum einen jeweils eine Geschenkidee, die von einer örtlichen Hilfseinrichtung vorgeschlagen wurde, und die auch für Menschen mit "kleinem Geldbeutel" erschwinglich ist: ein Schal, ein Deodorant, ein Pfund Kaffee. Passanten nehmen ein Kärtchen, kaufen das Geschenk, wickeln es ein und geben es - mitsamt dem Kärtchen (sodass man später weiß, was drin ist) - beim Veranstalter ab. Dieser kümmert sich dann um die Verteilung der Geschenke zum Weihnachtsfest. Geschenke und Spenden kann man zu den Bürozeiten in der Evang. Studierendengemeinde, der katholischen Hochschulgemeinde, des Studentenwohnheims oder im Pfarramt der Ortskirche abgeben. In einem Universitätsgebäude nimmt die Pforte zu ihren Öffnungszeiten ebenfalls Geschenke und Spenden an und stellt Gutscheine aus. Zum anderen weisen die Geschenk-Kärtchen auf die Möglichkeit hin, Spendengutscheine für soziale Projekte im Ausland zu erwerben: Für 3, 5, 10, 20 oder 50 Euro werden konkrete Anschaffungen in Entwicklungshilfe-Projekten getätigt (Mahlzeiten, Schulmaterial, Monatsgehälter, Schulbänke etc.). Der Spender erhält einen Gutschein, der dann jeweils zum Weihnachtsfest weiterverschenkt werden kann.
Zum Ende der Aktion wird zu einem Gottesdienst eingeladen, der die Tradition des weihnachtlichen Geschenke-Gebens in den Kontext unseres Von-Gott-Beschenktseins hineinstellt. Das Projekt wird bei uns im Rahmen der "Universitätsweihnacht" abgeschlossen, bei der die Anzahl der eingegangenen Geschenke und Spenden bekannt gegeben, und den Schenkern und Spendern gedankt wird. Danach werden die abgegebenen Geschenke über die Wohlfahrtseinrichtungen verteilt bzw. die Spendengelder weitergeleitet.

 

Dauer

3-4 Wochen

 

Arbeitsaufwand

Der Aufwand für die Vorbereitung differiert je nachdem, wie viele und wie gute Kontakte zu lokalen Wohlfahrtseinrichtungen und internationalen (kirchlichen) Entwicklungshilfeprojekten es gibt. Die Materialerstellung dauert ca. 3 Tage. Während der Aktion muss für die Kontrolle der vorhandenen Geschenk-Kärtchen an den Bäumen, die Geschenke-Annahme und das Ausstellen von  Spenden-Gutscheinen ca. 1 Stunde täglich eingerechnet werden.

 

Mitarbeitende

Mindestens ein/e Hauptamtliche/r zur Geschenk-Annahme während der Bürozeiten. Außerdem so viele Helfer/innen wie möglich. Acht ehrenamliche Mitarbeitende sind in der Vorbereitung beteiligt. Man kommt auch mit weniger Mitarbeitenden aus - wir haben z.B. im Jahr 2008 sechs Bäume gehabt. Pro Baum wäre eine Annahmestation gut. Ein Zivildienstleistender macht alle zwei Tage eine Runde und sieht nach, wie gut die Bäume noch mit Kärtchen bestückt sind und "füllt" gegebenenfalls nach.

 

Materialien

Bäume, evtl. Lichterketten, laminierte Geschenk-Kärtchen (pro Baum ca. 100 Stück), schön gestaltete Gutscheine.

 

Kosten

15-25 Euro pro Baum, sonstiges Material 50-100 Euro

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Die Geschenkebaum-Aktion wurde bereits drei Mal veranstaltet.

Wirkung / Erfahrung

Im letzten Jahr haben wir mehr als 600 Geschenke und über 4000 Euro Spenden erhalten. Zu den Gottesdiensten kamen 100-150 Personen, die zum Teil einem sonst kirchenkritischen bis kirchendistanzierten Milieu angehören.

Unsere Aktion wird weiter durchgeführt, 2012, 2013... - bisher jedes Jahr mit noch größerer Beteiligung.

Auch haben die Hochschulgemeinden Nürnberg und Hof unsere Idee bereits übernommen. Über das geistreich-Portal haben wir ebenfalls Anfragen von Gemeinden erhalten, die die Idee bei sich umsetzen möchten.

 

  

Rückmeldungen der Teilnehmenden und Mitarbeitenden

Durchweg positive Rückmeldungen von Beschenkten und Schenkenden. Unter den Mitarbeitenden war die Motivation groß, das Projekt weiterzuführen.

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