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Bildungsarbeit in der nachberuflichen Lebensphase
Situation / Kontext--- Ziele
Reflexion / HintergrundSeit dem Ende eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung von 1994 bis 1996 an fünf Standorten in Ostdeutschland geförderten Projektes "Bildungsarbeit in der nachberuflichen Lebensphase" arbeitet die in Jena während des Projektzeitraumes entstandene Gruppe in hohem Maße eigenverantwortlich weiter und finanziert sich selbst. Von der Gruppe wurde nach Projektende entschieden, dass sie weiterhin unter dem Dach der Ev. Erwachsenenbildung bleiben will. UmsetzungAllgemeine Hinweise zur Umsetzung--- VorbereitungDer sich etwa alle sechs Wochen treffende Leitungskreis der Gruppe besteht aus sieben Personen, von denen jeweils zwei die Verantwortung für einen Monat übernehmen: Organisation, Absprache mit den Referenten und Referentinnen, Veranstaltungsmoderation. Der Sprecher/die Sprecherin vertritt den Mittwochkreis nach außen. Der Leitungskreis wird alle zwei Jahre gewählt. In der offenen Programmbesprechungs-Gruppe, einem erweiterten Leitungskreis, wird das Programm des Mittwochkreises für das kommende Vierteljahr festgelegt, das Faltblatt (Beispieldownload) vorbereitet, erstellt und in Kopien (ca. 600 Stück) verteilt. Die Termine der Programmbesprechungsgruppe werden im Faltblatt bekannt gegeben und es wird ausdrücklich dazu eingeladen. Öffentlichkeitsarbeit erfolgt auch über die Medien, z. B. im kommunalen Veranstaltungskalender im Internet, in Zeitungen, im Kirchenblatt. DurchführungDie Bildungsarbeit in der nachberuflichen Lebensphase hat verschiedene Bestandteile:
Materialien Sieben Leitungskreismitglieder, im organisatorischen Bereich Mitarbeitende (Kaffee kochen, abwaschen, Raum aufräumen, allgemeine Organisation). Sowohl der Mittwochkreis als auch die Kleingruppen werden ausschließlich von Ehrenamtlichen geleitet bzw. koordiniert. Unterstützung bekommen sie durch die in Jena hauptamtlich tätige pädagogische Mitarbeiterin der EEBT. Kosten Faltblätter, Kaffee, Tee, Gebäck Dauer In der Sitzung der Programmbesprechungsgruppe wird jeweils Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Quartals gehalten. Erkannte Defizite werden möglichst behoben, Verbesserungen eingeleitet. Über bestimmte Themen wird in den Medien berichtet (z. B. Aktivitäten während der Jenaer Seniorentage) Arbeitsaufwand Mittwochkreis: wöchentlich mittwochs von 9.30 bis 12.00 Uhr; Kleingruppen nach Absprachen wöchentlich oder monatlich Mitarbeitende Die jeweils für die Moderation Verantwortlichen des Leitungskreises haben einen Zeitaufwand von monatlich ca. 18 Stunden, für die Finanzverantwortlichen ist er monatlich sogar meist höher.
Links / Homepage: Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)--- Wirkung / ErfahrungKosten entstehen vor allem für Raummieten, Fahrtkosten der Referierenden, Verbrauchsmaterial wie Kaffee und Tee, für die Rose des Mittwochkreises als "Honorar" sowie für Kopien und anderes Vorbereitungsmaterial. Jede/r Teilnehmende zahlt deshalb einen Euro pro Woche (bei Anwesenheit). Damit kann er/sie sowohl an der zentralen Veranstaltung als auch an den Kleingruppen teilnehmen. Bedingt durch die große Teilnehmendenzahl können dadurch die Kosten gedeckt werden. In der Regel wird kein Honorar gezahlt, da die Vorträge oft von Teilnehmenden des Mittwochkreises selbst gehalten werden. Ausnahmen werden gemacht, wenn die Referent/innen Studierende oder Menschen ohne bezahlte Arbeit sind. Zum Mittwochkreis kommen durchschnittlich 140 Personen (wöchentlich, je nach Thema manchmal über 200); an den Kleingruppen nehmen jeweils zwischen 10 und 15 Personen teil. Die Teilnehmenden setzen sich zusammen aus Menschen im Ruhestand, im vorzeitigen Ruhestand und aus älteren Arbeitssuchenden. Im ökumenischen Mittwochkreis begegnen sich Christen und Nichtchristen. Nachgefragt werden Vorträge und Gespräche über die Weltreligionen, stadtgeschichtliche, politische und aktuelle Themen (z. B. Gentechnik). Knapp zwei Drittel des Mittwochkreises gehören zu den evangelischen oder katholischen Gemeinden. Viele Teilnehmende nehmen Anregungen in ihre Kirchgemeinden und in andere Gruppen mit. Der Mittwochkreis wird öfter aus Gemeinde und Diakonie angefragt, wenn es um die Gestaltung von Seniorennachmittagen oder den Fahrdienst für alte Menschen sowie Besuchsdienste geht. Der Mittwochkreis mit seinen Kleingruppen wird in Jena geschätzt und ist sehr beliebt. Manche Teilnehmer/innen kommen wöchentlich, um anderen Menschen zu begegnen; manche gezielt wegen eines Themas. Positive Rückmeldungen gibt es vor allem zu den interessanten Themen und der Atmosphäre. Wegen der großen Teilnehmendenzahl ist der Leitungskreis inzwischen stark gefordert, denn es gilt, den Begegnungscharakter zu erhalten. Der Erfolg des Mittwochkreises und seine nachhaltige Wirkung in Kirchgemeinden und Kommune ist nach Einschätzung der Veranstalter darauf zurückzuführen, dass von Beginn an die potenziellen Teilnehmenden in die Überlegungen, Planungen und Durchführung einbezogen wurden. Das Angebot der EEBT bestand nicht aus einem vorgefertigten Konzept, sondern in einem offenen Begegnungsraum, in dem sich eigene Interessen und Ideen sowie Engagement entfalten konnten und können. MaterialienKeine vorliegend Erwähnt in den folgenden Artikeln und PraxisbeispielenAufgegriffen und weiterentwickelt--- |
HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |

