Unterwegs mit dem Nikolaus in der Leipziger Innenstadt

Author
a geistreich member
Created at: 2010-11-25
Last major update at: 2010-11-25
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Advent
Institutions
Kontaktstelle Kirche/ Amt für Gemeindedienst beim evangelisch-lutherischen Kirchenbezirk Leipzig
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: ein Tag (Nikolaustag)
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Karte zu Unterwegs mit dem Nikolaus 2009

Abstract

Mit einer Nikolauskarte werden Menschen in einer Straßenaktion überrascht und zum Gespräch eingeladen. Durch Bild und Text sowie lebendige Begegnungen mit Christinnen und Christen soll ein Impuls gegeben werden zur Annäherung an den christlichen Glauben. Historische, kulturelle Schätze der Stadt werden neu in den Blick genommen und mit der erlebten Gegenwart in Verbindung gebracht.

Situation / context



Goals

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Reflection / background

Das Projekt begann mit einem Perspektivwechsel: Im Zentrum der Stadt Leipzig, einer alten Hanse-, Handels- und Messestadt steht die Nikolaikirche. Nikolaikirchen gibt es an vielen  Orten, wo alte Handelsstraßen sich kreuzen. Die Bedeutung solcher Einkehrstätten in der Geschichte reizte uns, sie auch für die Gegenwart in den Blick zu rücken. Dazu bietet sich der Nikolaustag an. Um diesen Tag ranken sich verschiedene Bräuche, die sich in der säkularen Gesellschaft oft verselbständigt haben. Wir wollen mit kleinen Mitteln – auf spielerische Weise Menschen überraschen und ihnen einen lockeren Impuls zum Nachdenken geben.

Die Karten werden von lebendigen Personen übergeben. Den Reiz unterstützt – in den letzten Jahren, dass diese „verkleidet“ sind: Kurrendekinder, die mit dem Stern singend - zusammen mit dem Nikolaus  von der Bühne aus über den Weihnachtsmarkt  zur Nikolaikirche ziehen und Menschen (für kurze Zeit, zum Singen, Schattenspiel o. a. und einer Überraschung)dorthin einladen. Die Bühne „Weihnachtsmarkt“ wird so genutzt. Der „heilige“ Nikolaus, der auf der Bühne interviewt wurde, erscheint als einer, der nicht weltfremd ist, sondern gerade weltzugewandt – aus seinem Engagement – als Christ. Er sieht die Not der anderen und hilft mit seinen Möglichkeiten. Die Legenden, die über ihn tradiert sind, setzen je unterschiedliche Akzente, die wir als Einladung zum Glauben an Gott und Jesus Christus weitergeben wollen. Nikolaus handelt auf den Spuren und in der Kraft Jesu.

General information on realization

Materialien

 Karten mit Nikolausmotiv, Geschichte und Grußwort

 

Kosten

Je nach Druckerei - Farbdruck A6- Klappkarte (A5- Farbdruck- A5 SW); evtl. kleines Honorar für Musiker

Preparation

Arbeitsaufwand
Vorbereitung/ Gestaltung/ Druck der Karten mit je einem neuem Impuls. Die inhaltliche Verantwortung liegt bei mir bzw. im Blick auf die Gestaltung bei den Mitarbeitenden in der Öffentlichkeitsarbeit des Ev-luth. Kirchenbezirkes.
Im Blick auf die Gestaltung des jeweiligen Programms wird ressourcenorientiert. - Die Planung setzt kommunikative, freundliche Mitarbeitende/ Christen und Christinnen voraus, die gern etwas von dem, was sie als Christen bewegt, gucken lassen. Die Bausteine (s.o.) zu verbinden setzt eine logistische Leistung in der Planung voraus, die je nach Umfang und Art (Variationen s.o.) mehr oder weniger Kraft braucht.

Realization

Die Aktion ist in drei Jahren auf verschiedene Weise praktiziert und weiterentwickelt worden:

  • 1. Im Jahr 2006 wurde die fantasievoll gestaltete Nikolauskarte (unter der provokanten Frage "kennen Sie Ihren Schutzheiligen?") mit Bild und Geschichte am frühen Morgen des Nikolaustages als freundliche Geste verteilt. Ehrenamtliche junge Erwachsene und hauptamtlich Mitarbeitende überraschten die Händler der ca. 250 Buden des Weihnachtsmarktes sowie Einzelhändler/innen in der Innenstadt (insgesamt ca. 500 Karten) und wünschten ihnen einen erfolgreichen und guten Tag. Zudem wurden Karten in der offenen Nikolaikirche an diesem Tag zum Mitnehmen ausgelegt.
  • 2. Im Jahr 2007 wurde die Aktion in eine Gesamtkonzeption "Kirche auf dem Weihnachtsmarkt" integriert und mit einer bisher gemeindeinternen Einladung der Nikolaikirchgemeinde und ihrer Kindertagesstätte verknüpft. Die Karten wurden am Morgen als freundliche Geste an Passanten in der Stadt verteilt.
    Dazu warben Plakate und Handzettel für die Veranstaltungen am Nachmittag.
  • 3. In den Jahren 2008, 2009, 2010 "rankte" sich um die Karten-Aktion ein 10-15-Minuten-Programm auf der Bühne (Interview und Musik), ein inszenierter einladender Weg und ein kurzweiliges Programm in der Nikolaikirche. In dem Programm schöpften wir aus dem Potential an kirchenmusikalischen Aktivitäten mit Kindern des Kirchenbezirkes und arbeiteten mit Gemeindepädagogen, KirchenmusikerInnen und sozial in der Stadt Engagierten zusammen. Auf dem Weg in die Nikolaikirche wurden alle Karten von singenden Kindern und dem "Nikolaus" verteilt. Etwa 500 Leute ließen sich spontan zum Schattenspiel und Singen in die Nikolaikirche einladen.

 

In diesem Jahr, an einem Montag (der traditionellen Friedensgebetszeit in der Nikolaikirche) werden wir zu einem Friedensgebet mit Kindern für Kinder einladen. Uns liegt daran, dass wir unser Engagement auf das, was da ist, beziehen. Wir lassen uns von einer Nikolausgeschichte anstoßen und sehen darin einen evangelischen Impuls zum Glauben, Beten und Engagement heute.
 

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

Der Erfolg des Projektes wurde an seinem inner- und außerkirchlichen Echo gemessen. Als fantasievoller Bildungs- und Glaubensimpuls ist es zeitgemäß und kulturell relevant sowie nachhaltig und übertragbar.
Das Projekt hat auch über den Kirchenbezirk hinaus Kreise gezogen. Positiv wurde es von der Kontaktstelle Kirche Dresden aufgenommen, die 2008 eine ähnliche Kartenaktion auf dem Dresdner Strietzelmarkt vor der Kreuzkirche (einer ehemaligen Nikolaikirche) startete. Im Nachhinein bestand große Nachfrage nach den Karten, die nur in einer begrenzten Auflage zur Verfügung standen. Die Karten wurden 2008 am Vorabend des Nikolaustages im Anschluss an einen Jugendgottesdienst auch in einer diakonischen Aktion an die Nachtdienst-Mitarbeitenden eines Altenpflegeheimes und Passanten in einem Stadtteil Leipzigs verteilt. 2008 ließen sich ca. 500 Menschen spontan in die Nikolaikirche zum Nikolaus-Schattenspiel und Singen einladen. Es gab positive Reaktionen der Handeltreibenden und Dank für die freundliche Überraschung mitten im hektischen Treiben des Weihnachtsmarktes. Zudem gab es gut Gespräche mit den Passanten am "Nikolausmorgen".

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