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Kirchenstand auf Babymessen
Situation / KontextEin Kirchenstand ist eine niedrigschwellige Möglichkeit, über kirchliche Angebote ins Gespräch zu kommen, für die Kindtaufe zu werben und etwaige Hindernisse (z. B. fehlende Paten oder Schwierigkeiten mit der Ortsgemeinde) auf "neutralem Boden" zu bearbeiten. Ziele--- Reflexion / HintergrundDie Babymesse ist eine Endverbrauchermesse für werdende Eltern und junge Familien. Zwischen Entbindungskliniken und Babyausstattern präsentieren sich seit 2003 die evangelische-lutherische und die römisch-katholische Kirche mit einem gemeinsamen Stand zum Thema Taufe. Einbezogen sind auch die kirchlichen Familienbildungsstätten. So gelingt es, kirchlich Fernstehende für Angebote rund um die Familiengründung zu interessieren. Jede Babymesse wird von 5000 - 7000 Interessierten besucht. UmsetzungAllgemeine Hinweise zur Umsetzung--- VorbereitungDer Stand wird in einer ökumenisch zusammengesetzten Planungsgruppe (Familienbildungsstätten, Messe- und Öffentlichkeitsarbeit, Kircheneintrittsstelle) vorbereitet. Eine christliche Buchhandlung stellt religiöse Kinderbücher und Taufkerzen in Kommission zur Verfügung. Durchführung Neben der reinen Messepräsenz gibt es im Rahmenprogramm Vorträge, z. B. "Taufe vorbereiten und gestalten". Der Stand ist an beiden Messetagen (Samstag und Sonntag) mit wechselnden Teams aus Haupt- und Ehrenamtlichen besetzt. Zur internen Information des Standteams gibt es einen Messereader, in dem kirchliche Angebote und die Taufpraxis beider Konfessionen zusammengefasst sind.
Der Stand ist mit einem Taufstein, einem von weitem sichtbaren Kirchturm und einer mit Taufbildern dekorierten Rückwand gestaltet. Neben Bastel- und Gesprächsangeboten sind die Programme der Familienbildungsstätten und Broschüren zu Taufe und Kircheneintritt ausgelegt. Im Vortragsprogramm wird das Thema "Taufe vorbereiten und gestalten" angeboten. Je nach Lage der Bühne hat es auch schon eine kleine Familienandacht auf der Bühne gegeben.
Materialien
Kosten Pro Babymesse etwa 3300,- Euro. Der höchste Posten ist die Standgebühr und der Auf- und Abbau durch ein kirchennahes Sozialunternehmen. Die Kosten werden, entsprechend der Bevölkerungsverteilung in der Region Hannover, im Verhältnis zwei zu eins durch evangelisch-lutherische und römisch-katholische Kirche getragen. Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)Es ist sinnvoll, Ansprechpartner beider Konfessionen am Stand zu haben und Kontakte für weitere Fragen anzubieten. Der Stand ist immer gut besucht; am Vortrag "Taufe vorbereiten und gestalten" nehmen zwischen 10 und 16 Besucher teil. Die Materialien kommen vom landeskirchlichen Messedienst oder werden von Kirchengemeinden geliehen (Taufstein!). Wirkung / ErfahrungNach anfänglichen Versuchen, auch andere Themen auf dem Stand zu präsentieren (religiöse Kindererziehung, Kitaangebote), hat sich mittlerweile das Thema "Taufe" bewährt. Es spricht sowohl werdende Eltern als auch junge Familien an, ist explizit kirchlich und dient als Türöffner für andere Fragen und Themen. Konkrete Angebote der Familienbildungsstätten und Kirchengemeinden treten dahinter zurück. Es hat sich bewährt, in einem Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen beider Konfessionen zu arbeiten und die Vorbereitungsgruppe über die Jahre in derselben Zusammensetzung zu belassen (Erfahrungen sammeln sich an). MaterialienKeine vorliegend Erwähnt in den folgenden Artikeln und PraxisbeispielenEs ist ein weiterer Artikel vorhanden. Dieser ist nur für Geistreich-Mitglieder sichtbar. Aufgegriffen und weiterentwickelt--- |
HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |

