Liebesbrief von Gott (Valentinstag)

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ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 30.03.2010
Letzte größere Änderung: 30.03.2010
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
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Gemeinden/Institutionen
Kirchenkreis Osnabrück in Osnabrück
Stichworte
Zielgruppen
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Informationen
Vorbereitung: 60 Tage
Durchführung: 1 Tag
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2 Stimmen
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Liebesbrief von Gott

Kurzbeschreibung

In der Fußgängerzone werden "Liebesbriefe von Gott" verteilt. Mit den Briefen wird außerdem zu einer "Rendezvouskirche" eingeladen, in der man Gottes Liebe in verschiedenen Facetten begegnen kann.     

Situation / Kontext

Der Valentinstag und das mit ihm verbundene Thema "Liebe" wird genutzt, um Menschen die Zusage von Gottes Liebe nahezubringen. Gleichzeitig werden Menschen dazu motiviert, den Glauben zur Sprache zu bringen.

Ziele

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Reflexion / Hintergrund

  Das Haus kirchlicher Dienste der Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers hatte Gemeinden eingeladen, an einer Aktion zum Valentinstag teilzunehmen. In der Einladung hieß es: "Am Fest der Liebe, Donnerstag, 14. Februar 2009, werden tagsüber an diversen Orten und Plätzen in der ganzen Stadt ,Liebesbriefe von Gott' verteilt. Der Text des Briefes nimmt unterschiedliche biblische Texte auf.  Der ,Brief von Gott' soll ein Liebesbeweis vom Himmel für jeden und jede sein und ist mit einer Einladung zu einem ,Rendezvous mit Gott' in geöffneten Kirchenräumen am selben Tag verbunden. Ziel des Vorhabens nach ,Außen' ist es, am Kasus "Valentinstag" mit dem Thema Liebe das Evangelium durch persönliche Ansprache und Einladung öffentlichkeitswirksam unter die Leute zu bringen. Offene Kirchen, Gesprächsmöglichkeiten und geistliche Angebote bieten Raum, die Einladung zu vertiefen und eigene Antworten auf die Liebeserklärung Gottes zu finden. Unterschiedliche rituelle Formen helfen dabei, sein Rendezvous mit Gott selber zu gestalten und Schritte des Glaubens zu wagen. Ziel nach "Innen" ist die Förderung der Sprachfähigkeit im Glauben und Motivation zum Zeugnis des Glaubens in der persönlichen Begegnung."

 

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

Diese Idee gefiel uns so sehr, dass vier Pastoren des Kirchenkreises und eine Ehrenamtliche diese Idee aufnahmen. Wir haben uns ab August 2008 mehrfach getroffen. Der Brief sollte professionell gestaltet und geschrieben sein, so dass wir zunächst Kontakt zu einer Journalistin suchten, die den Brief nach unseren Grundideen formulierte. Für die Gestaltung des Briefes und des Banners haben wir uns professionelle Hilfe gesucht. Für das Verteilen der Briefe und die Gestaltung der Rendezvouskirche haben wir Mitarbeiter/innen in unseren Gemeinden gewinnen können. Mit ihnen haben wir an einem vierstündigen Workshop teilgenommen, bei dem der Landessuperintendent eine Einheit zum Thema "Sprachfähig werden im Glauben" durchgeführt hat. Danach wurden praktische Fragen besprochen.

 

Materialien

Briefe, Flyer, Material für die Stationen in der Kirche, Banner für den Eingang der Kirche

 

Kosten

etwa  2.500 Euro. Es wurden 8.000 Briefe gedruckt.

Durchführung

Für die Verteilung der Briefe haben wir die Innenstadt in vier Bereiche aufgeteilt. Dort sollen immer Zweiergruppen für eineinhalb Stunden die Briefe verteilen. Mit den Verteiler/innen treffen wir uns jeweils eine halbe Stunde vorher, um die Rucksäcke mit Logo, Namensschilder mit Logo und die Briefe zu übergeben. Außerdem wollen wir uns mit einem kurzen biblischen Text und einem Gebet und Segen auf diese Aufgabe einstellen. Die Verteilung soll von 10 Uhr bis 16 Uhr durchgeführt werden.
Ab 11.30 Uhr ist die Marienkirche, eine große zentral gelegene mittelalterliche Kirche, als "Rendezvouskirche" geöffnet. Besucher/innen werden am Eingang dezent begrüßt. Ruhige Hintergrundmusik wird in der Kirche von einem Cello und einem Klavier live gespielt. Jeweils zur halben Stunde gibt es eine meditative Pause von fünf bis sieben Minuten Länge mit einer Textlesung und Musik in der Mitte der Kirche. Die offene Kirche, Gesprächsmöglichkeiten und geistliche Angebote bieten Raum, die Einladung zu vertiefen und eigene Antworten auf die "Liebeserklärung Gottes" zu finden. Jede/r Besucher/in ist eingeladen, seine/ihre eigenen Erfahrungen zu machen, Schritte des Glaubens zu gehen und die persönliche Begegnung mit Gott nach seinen/ihren Vorstellungen zu gestalten. Dabei helfen unterschiedliche Rituale, die an sechs Stationen über den Kirchenraum verteilt angeleitet werden. Eine kurze Beschreibung der einzelnen Stationen finden Sie im Downloadbereich. Am Ausgang der Kirche liegen Flyer mit sieben aktuellen Angeboten aus den Gemeinden des Kirchenkreises bereit. Es handelt sich um einen Glaubenskurs (3 Abende), einen Hauskreis, meditative Angebote und anderes mehr.
Die Kirche ist bis 18.30 Uhr geöffnet. Zum Abschluss feiern wir mit den Mitarbeiter/innen eine Abendmahlsandacht.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Die Gemeindeveranstaltungen zu denen die Besucher/innen der Kirche eingeladen werden, nehmen teilweise auch das Thema "Liebe" auf (z.B. der Projektchor, der sich weltlichen und geistlichen Liebesliedern widmet). 

Wirkung / Erfahrung

Auf Ablehnung traf der Brief besonders da, wo Menschen vermuteten, es mit einer Sekte zu tun zu haben. Hier hat uns eine sehr gründliche Presse- und Rundfunkarbeit im Umfeld der Aktion sehr geholfen. Wir sind bei den Medien auf viel Interesse gestoßen. Auch bei der Ansprache auf der Straße war es hilfreich, schnell deutlich zu machen, von welcher Kirche wir kamen. Außerdem war es gut, wenn den Menschen erzählt wurde, was sie in der Kirche erwartet. - Es kam überraschenderweise fast nie zu Streitgesprächen.
Die Atmosphäre in der Kirche war sehr gut. Es war richtig, dass die Kirche parallel zur Verteilaktion geöffnet war (von 11.30 - 19 Uhr). Es waren den ganzen Tag über immer zwischen 50 und 100 Personen vor Ort. Die Ideen im Entwurf für den Tag, den die Missionarischen Dienste Hannover vorgelegt hatten, waren hervorragend. Die vielen Möglichkeiten, sich in Symbolen mit der Liebe zwischen Gott und Mensch und unter uns Menschen auseinander zu setzen, hat den Menschen offensichtlich sehr gut getan. Hilfreich war auch, dass fast den ganzen Tag über leise Livemusik in der Kirche war (Flöte, Cello, Klangschalen). Als am ehesten verzichtbar erschienen einigen die "Kurzandachten(je 7 Minuten, jeweils zur halben Stunde). Angebote wie diese gibt es immer in unseren Kirchen.
Wichtig war der Begrüßungsdienst am Eingang der Kirche, der - falls gewünscht - eine kleine Gebrauchsanweisung für die Kirche gab.

Aufgegriffen und weiterentwickelt

    Umfeld des Beitrags

    • Brief
      Die Gemeinde oder der Kirchenkreis kann Briefe einsetzen, um Kirchenfernere zu erreichen.
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    • Liebesbrief von Gott
      Am Valentinstag werden in der Fußgängerzone "Liebesbriefe von Gott" verteilt, die zu einer "Rendezvouskirche" einladen.
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    • Schaukasten
      Öffentlichkeitsarbeit wendet sich an die kirchliche und nicht-kirchliche Öffentlichkeit.
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    • Osnabrueck OsnabrückMarienstraße 13, 49074 Osnabrück
      Telefon 05 41-2 83 92 Telefax 05 41-2 78 69 sup.osnabrueck@evlka.de www.kirchenkreis-osnabrueck.de.
    • Christuskirche Bremerhaven
      Am Valentinstag werden Menschen zu einem ökumenischen Abendgottesdienst eingeladen. Im Zentrum steht die Segnungsmöglichkeit für Paare, Familien und Einzelne. Als Abschluss wird mit einem kleinen Sektempfang "auf die Liebe" angestoßen.
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